Larry Hagman wurde am 21. September 1931 in Fort Worth in Texas als Sohn der Schauspielerin Mary Martin und des Rechtsanwalts Benjamin Hagman geboren. Als skrupelloser Texaner J.R. Ewing in "Dallas" wurde er weltbekannt.
Erste Erfahrungen als Schauspieler machte er in dem Musical "South Pacific" an der Seite seiner Mutter Mary Martin (hier im Bild neben Larry Hagman) in Europa. Später trat er dann auch am Broadway in New York in Produktionen auf.
In London fand Larry Hagman sein privates Glück: Er verliebte sich in die schwedische Modezeichnerin Maj Axelsson (im Bild aus dem Jahr 2008). Das Paar heiratete 1954. 1958 kam Tochter Kristina Mary Heidi zur Welt, Sohn Preston folgte 1962. 1956 kehrte die Familie in die USA zurück.
In Hollywood schaffte er dann in den 1960er Jahren seinen Durchbruch in der Fernsehserie "Bezaubernde Jeannie". Fünf Jahre lang, von 1965 bis 1970, spielte er den jungenhaften Astronauten Tony Nelson, der sich von dem quirligen Hausgeist Jeannie (Barbara Eden) um den Finger wickeln lässt. Auch nach fast 50 Jahren ist "Major Nelson" noch eine feste Figur in der amerikanischen Populärkultur. Hagmans Autobiografie erschien 2003 unter dem Titel "Bezaubernder Bösewicht".
Den größten Ruhm erntete Hagman aber als Oberfiesling J. R. Ewing. 1977 fiel ihm die Rolle seines Lebens zu. Der Schauspieler faszinierte die Zuschauer als durchtriebener, skrupelloser Clan-Chef, der sich nahm, was er wollte - Einfluss, Geld und Frauen.
"Dallas" war in den 1980er Jahren der weltweit größte Serienhit. Im deutschen Fernsehen lief die serie vom 30. Juni 1981 bis 27. September 1991 und erreichte pro Serie bis zu 18,1 Millionen Zuschauer. Nach 357 Folgen war Schluss - angeblich wegen zu hoher Gagenforderung Hagmans. Er wirkte als einziger in allen 357 Folgen mit und soll pro Jahr umgerechnet 7,5 Millionen Euro mit "Dallas" verdient haben.
In "Dallas" dreht sich alles um die fiktive Familie Ewing. Die Geschichten handeln von familiären Verwicklungen, Geld, Macht, Intrigen und Öl. J. R. Ewing ist mit der alkoholabhängigen Sue Ellen verheiratet, der er nicht treu sein kann. So hat er unter anderem ein Verhältnis mit ihrer Schwester Kristin.
Die Ewings sind eine große Familie. Dazu gehören Jock und Eleanor, die von allen liebevoll Miss Ellie (Barabara Bel Geddes, im Bild) genannt wird. Sie sind die Eltern der drei Söhne, John Ross jr. (J.R. / Larry Hagman, links im Bild), Garrison Arthur (Gary) und Robert James (Bobby / Patrick Duffy, rechts im Bild). J. R. ist der älteste Sohn und Firmenchef des Unternehmens Ewing Oil, das sein Vater vor langer Zeit gegründet hat.
Den Ölbaron spielte er noch vier Mal in Fernsehfilmen: 1996 in "J.R. kehrt zurück", 1998 in "Kampf bis aufs Messer", 2000 in "Doing Dallas" und 2011 in "Dallas". 2012 wurde die Serie sogar fortgesetzt. Im Mittelpunkt standen dieses Mal allerdings die Söhne des Ewing-Clans.
Im August 1995 retteten Ärzte Hagmans Leben mit einer Lebertransplantation. Das Organ war, wie der Schauspieler in seiner Autobiografie schreibt, durch jahrelange Alkoholabhängigkeit geschädigt. Ende 2003 musste ihm Medienberichten zufolge ein Teil der Leber entfernt werden. Getrunken hatte er dann nicht mehr: "Ein einziger Drink wäre mein Tod. Ich würde mich innerhalb weniger Minuten in meine Bestandteile auflösen", hatte er noch im Juni 2012 in einem Interview gesagt.
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Hagman (hier bei einem "Dallas"-Dreh von 1981) spielte nach eigenem Bekunden am liebsten Bösewichte. "Denn gute Kerle haben längst nicht so viel Spaß wie Böse. Ich spiele lieber die witzigen Rollen." Privat war Hagman vom fiesen Ölbaron weit entfernt: Freunde schildern ihn als warmherzig und witzig. Und an Öl glaubte er auch nicht: Hagman machte Werbung für Solarenergie, genauer gesagt für eine deutsche Firma.
Im Februar 2006 spazierte Hagman mit Cowboy-Hut in Mutter Beimers Reisebüro in der "Lindenstraße".
Am Freitag (23.11.2012) starb Larry Hagman im Alter von 81 Jahren. Er hatte Ende 2011 öffentlich erklärt, dass er an Krebs leide. "Larry war jemand, der von allen geliebt wurde", sagte Hagmans Agent Joel Dean dem US-Magazin "People" zu der Todesnachricht. Neben der Familie soll auch Linda Gray, die in "Dallas" J.R.s Ehefrau spielte, an Hagmans Seite gewesen sein, als er starb.
"Ich weiß, was ich auf J.R.s Grabstein geschrieben sehen will", hatte Hagman im Jahr 1988 gesagt. "Hier liegt der aufrichtige Bürger J.R. Ewing. Dieses ist der einzige Deal, den er je verlor."
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