25. März 2010: Kanzlerin Angela Merkel rückt von ihrem Nein zu finanziellen Hilfen ab - die könne es aber nur als "ultima ratio" geben, wenn ein Land kein Geld mehr an den Märkten bekomme, so die Kanzlerin damals. Die Eurogruppe sagt Athen schließlich ein Hilfspaket von 110 Milliarden Euro aus bilateralen Krediten unter Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu.
29. Oktober: Der EU-Gipfel gibt grünes Licht für begrenzte Vertragsänderungen und eine private Gläubigerbeteiligung. Letztere war der Kanzlerin besonders wichtig. Die Märkte reagieren nervös, nun gerät Irland immer stärker unter Druck.
16. Dezember 2011: Der EU-Gipfel beschließt das Aufspannen eines permanenten Rettungsschirms (ESM) für die Zeit ab 2013.
4.Februar 2011: Der EU-Gipfel verabschiedet Merkels "Pakt für den Euro". Darin verpflichten sich die Regierungschefs der Eurogruppe zu Strukturreformen, durch die die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden soll.
21. Juli: Auf einem Sondergipfel einigt sich die EU prinzipiell auf weitere Griechenland-Hilfen in Höhe von 109 Milliarden Euro.
26. Oktober: Der EU-Gipfel beschließt einen Schuldenschnitt für Griechenland von 50 Prozent. Banken und Fonds müssen auf 100 Milliarden Euro ihrer Forderungen verzichten. Einen Tag zuvor hatte Kanzlerin Merkel vom Bundestag das Mandat erhalten, den Rettungsfonds EFSF auszuweiten.
9. Dezember: Nahezu alle Mitgliedstaaten einigen sich beim EU-Gipfel in Brüssel nach zähen Verhandlungen auf einen Fiskalpakt, der Ende Januar endgültig beschlossen wird. Die EU schrammt an der Spaltung vorbei, nur Großbritannien und Tschechien stehen im Abseits.
Die enge Verbindung zwischen der deutschen Kanzlerin und dem französischen Präsidenten bringt den beiden den Spitznamen Merkozy ein.
29.Juni 2012: Eine müde Kanzlerin nach einer dramatischen Nachtsitzung, bei der sich die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer auf Hilfen für Spanien und Italien einigten. Staaten mit guter Haushaltsführung können vom Sommer an Unterstützung aus den Rettungsschirmen EFSF und ESM erhalten, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Unter Zeitdruck ging der EU-Gipfel am Freitag (29.06.12) weiter, da die Kanzlerin am Nachmittag nach Berlin zurück musste.
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