1,93 Meter groß, langes Haar und derzeit Musketierbärtchen: Andreas Hoppe fällt auf wegen seiner markanten Figur. Im Privatleben zieht es den gebürtigen Berliner am liebsten aufs Land nach draußen. Der Schauspieler und Buchautor war am Montag (07.01.2013) zu Gast bei Gisela Steinhauer im WDR 2 MonTalk.
"Lässig, wild, raubeinig, ein bisschen wie Gérard Depardieu und ein Kerl, der das Herz am rechten Fleck hat", so beschreiben die WDR 2 Hörer den Schauspieler Andreas Hoppe bei der Straßenumfrage. Seit 17 Jahren ermittelt er als "Italo-Pfälzer" Mario Kopper an der Seite von Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) im Tatort aus Ludwigshafen.
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Sie: dynamisch und durchtrainiert. Er: ein wenig übergewichtig und mit Vorlieben für italienische Sportwagen und Antipasti. Das Duo Kopper-Odenthal ermittelt am kommenden Sonntag (13.01.13) in der Folge "Kaltblütig" wieder in der ARD. "Eine spannende Folge und Kopper darf ein wenig Musik machen", erzählt Andreas Hoppe, doch mehr will er nicht verraten.
Dass er Rhythmus im Blut hat, zeigte er bereits in "Tödliche Häppchen". Als Mario Kopper nimmt er in dieser "Tatort"-Folge eine verdächtige Tanzlehrerin unter die Lupe und tanzt Tango. Beigebracht hat ihm dies die ehemalige Tanzweltmeisterin Olga Müller-Omeltchenko. Als der 1,93-Meter-Hüne in der ersten Stunde in Cowboystiefeln das Parkett betrat, dachte sie: "Hoffentlich überlebe ich die Stunde ohne blaue Flecken."
Andreas Hoppe ermittelt seit 1996 als Kommissar im "Tatort". Die Rolle ist "mittlerweile zu einem zweiten Ich geworden", sagt der gebürtige Berliner. Seine Schauspielausbildung machte er in Hannover, anschließend war er an verschiedenen deutschen Theaterbühnen zu sehen.
An die Zeit als Schauspielschüler erinnert sich Hoppes ehemaliger Lehrer Peter Meinhardt noch bestens, auch an seinen furchterregenden Blick. Unvergessen bleibe er als "eleganter Teufel, den er im Abschlussstück für die Diplomarbeit (Panizzas "Liebeskonzil") gegeben habe":"charmant, elegant, aber doch eben die richtige Besetzung für den Satan."
Andreas Hoppe ist aber nicht nur der bekannte "Tatort"-Kommissar. 2009 veröffentlichte er das Buch "Allein unter Gurken". Darin beschreibt er den Selbstversuch, sich ein Jahr lang von Produkten aus einem Umkreis von 100 Kilometern rund um seinen Wohnort zu ernähren. Auslöser für das Projekt war eine Erdbeere bei einem Filmcatering ...
Auf seinem Landsitz in Mecklenburg-Vorpommern hat Andreas Hoppe zur Selbstversorgung ein Feld bestellt. "Das hat ganz gut geklappt", sagt er. Das Obst und Gemüse konnte sich sehen lassen. "Die Kartoffelernte war großartig und die Nachbarn ziemlich neidisch", erinnert er sich.
Gewidmet hat er das Buch "Allein unter Gurken" seinen Großeltern Paul und Klärchen. Die hatten einen Schrebergarten, in dem Andreas Hoppe einen großen Teil seiner Kindheit verbrachte. Dort fühlte er sich zu Hause: "Ich durfte da im Baum rumklettern, Pflaumen pflücken und Feuer machen, das war echt toll da draußen", erinnert er sich schwärmerisch.
Der Hof in Mecklenburg-Vorpommern ist seine Zuflucht und seine Heimat. Doch es zieht den Schauspieler auch immer wieder in die Weiten Kanadas. Dort drehte er einen Dokumentarfilm über Indianer und die letzten frei lebenden Büffel. Von den Indianern lernte er, dass man mit der Natur lebt und sich nicht über sie stellt.
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