Knapp 40 Prozent der Deutschen träumen davon, aus dem Alltag auszubrechen und etwas völlig Neues auszuprobieren. Aber nur vier Prozent nehmen tatsächlich ein Sabbatjahr, eine Auszeit vom Berufsalltag. (Quelle: Forsa-Umfrage)
Der Begriff Sabbatjahr stammt aus der Tora, der heiligen Schrift der Juden. Alle sieben Jahre soll der Ackerbau ruhen, damit sich der Boden erholen kann. Der Trend, auch als Arbeitnehmer eine berufliche Auszeit zu nehmen, kommt aus den Vereinigten Staaten.
78 Prozent der Deutschen leben lieber sicher in bescheidenem Wohlstand, als risikoreich mit großen finanziellen Chancen. (Quelle: Bonner Institut für Wirtschaft und Gesellschaft)
Aber für die jüngere Generation werden materielle Werte wieder deutlich wichtiger. "Die Wertorientierungen der nach 1976 geborenen Befragten ähneln den Werten der Kriegs- beziehungsweise Nachkriegsgeneration", fanden Forscher der Universität Köln heraus. Wahrscheinliche Ursache: Diese Generation hat gelernt, dass auch eine gute Ausbildung nicht unbedingt vor Armut schützt.
Wir kriegen den Hals nicht voll: Amerikaner, die 30.000 Dollar im Jahr verdienen, gaben an, mit 50.000 Dollar Jahresverdienst glücklich zu sein. Diese Messlatte für Glück liegt bei Amerikanern, die 100.000 Dollar im Jahr erhalten, wesentlich höher: 250.000 Dollar.
Volkskrankheit Depression: Laut einer Studie der größten deutschen Krankenkasse hat sich in den vergangenen 20 Jahren die Zahl der Menschen verdoppelt, die wegen psychischer Leiden im Krankenhaus behandelt werden mussten.
Prominentes Beispiel: Peter Plate von Rosenstolz litt Anfang 2009 an einem Burnout. Die Band sagte die geplante Tour ab und zog sich vollständig zurück. Ende September 2011 kehren beide Künstler mit der neuen Platte "Wir sind am Leben" zurück.
Macht der Job noch Spaß? 67 Prozent der Arbeitnehmer machen Dienst nach Vorschrift, 20 Prozent geben an, innerlich gekündigt zu haben. Eine Studie des amerikanischen Forschungsinstitutes Gallup behauptet: nur 13 Prozent der Deutschen arbeiten mit ganzer Kraft.
Sie hat Robbie Williams öfter gesehen als ihre besten Freunde. Die ehemalige MTV-Kommunikationsdirektorin Angie Sebrich verlässt im Jahr 2000 den Sender und eröffnet in Oberbayern eine Jugendherberge. Zwei Drittel weniger Gehalt, dafür viel glücklicher. Sie sagt: "Ich hatte einen tollen Beruf, aber ich wollte Zeit."
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