Um 23 Uhr herrscht Hochbetrieb im Frachtbereich des Flughafens Köln/Bonn. Mitten in der Nacht landen und starten hier Flieger aus allen Teilen der Welt. Viele Flugzeuge platzieren sich vor der Luft-Drehscheibe des Paketdienstleisters UPS. Das Unternehmen betreibt am Flughafen Köln/Bonn sein größtes Paketsortierzentrum in Europa.
Etwa 45 Minuten brauchen die Flughafenarbeiter, um ein Flugzeug vollständig zu entladen. Pro Nacht schafft ein Team bis zu drei Entladungen und drei Beladungen. Da bleibt nur wenig Zeit für ein kurzes Gespräch.
Wo kommen nur die vielen Frachtcontainer her? Auf einer Hebebühne schweben Martin Winkelheide und Michael Lange Richtung Flugzeug. Sie wollen sich das Innere des Paketfliegers aus der Nähe anschauen.
Während des Fluges sind die Paketcontainer gut befestigt. Nichts darf sich bewegen. Nach der Landung werden die Klammern gelöst und wenige Männer schieben und ziehen die Container auf einem Rollboden Richtung Ausgang.
Angekommen in der riesigen Halle werden die Container sofort entladen. Dabei unterscheiden die Mitarbeiter kleine Sendungen, mittlere Pakete und große Pakete. Die Sendungen durchlaufen getrennte Sortiersysteme. Insgesamt sind sie auf 30 Kilometern Bandstrecke unterwegs.
Wichtig ist, dass das Paket nicht auf dem Barcode steht. Nur so kann der Scanner das Reiseziel der Sendungen erkennen. Ein Computer ermittelt den besten Weg durch die Halle und errechnet zehntelsekundengenau, wann ein Paket in einen Sack fallen oder eine Rutsche passieren muss.
Die kleinen Sendungen reisen auf Kippschalen durch die riesige Halle. Genau im richtigen Moment kippt die Schale und die Sendung rutscht in den richtigen Transportsack.
Bis zu 110 000 Pakete pro Stunde können in der UPS-Halle sortiert werden. Überwacht wird der Fluss der Sendungen im Kommandostand. Sobald es irgendwo hakt, müssen die Experten eingreifen. Denn nichts ist störender als ein Stau im Fluss der Pakete.
Ohne kundige Führung hätten sich die Leo 2 Go-Reporter Michael Lange und Martin Winkelheide im nächtlichen Gewirr der Förderbänder sicher verlaufen. Maren Darme brachte sie immer wieder auf den richtigen Weg.
Dank vieler kleiner Rollen im Hallenboden können einzelne Mitarbeiter die schweren Flugcontainer bewegen. Einige Pakete warten darin auf ihren Flieger nach Amerika oder nach China. Andere Pakete werden an der Seite der Halle auf LKW verladen und erreichen am nächsten Morgen ihren Empfänger.
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