Seit 40 Jahren "horcht" das Radioteleskop Effelsberg, eines der größten voll beweglichen Radioteleskope der Welt, in die tiefsten Tiefen des Alls. Zum Jubiläum hat Leonardo gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie eine exklusive Führung durch und auf das Radioteleskop verlost.
Das Radioteleskop hat sein Auge bzw. Ohr schon gen Himmel gerichtet und auch die Besuchsbedingungen sind an diesem Tag optimal: Sonnenschein, angenehme Temperaturen und nur wenig Wind. Und viele Hörer haben natürlich die Kamera schon parat.
Jeder unserer Hörer musste eine Quizfrage beantworten, um dabei sein zu können. Die glücklichen Sieger dürfen Freunde oder Familie mitbringen. Das Quiz können Sie übrigens über den Link unten auf der Seite erreichen.
Bevor es aufs Teleskop hinauf geht, gab es viel Wissenswertes über die Geschichte der Radioastronomie und das Universum zu erfahren. Der Wissenschaftsjournalist Hermann-Michael Hahn zog die Zuschauer mit seiner Präsentation "Der offene Himmel" in seinen Bann.
Bei so viel Größe kommt selbst der Weitwinkel des Fotografen an seine Grenzen. Unten links unsere, auf einmal, "ganz kleine" Besuchergruppe. Das Radioteleskop Effelsberg ist mit einem Durchmesser von 100 Metern das zweitgrößte, vollbewegliche Teleskop der Welt.
Da muss jeder den Kopf in den Nacken legen, um die Spitze sehen zu können. Viel bequemer können Sie es sich hier ansehen, direkt von der Live-Cam des Max-Planck-Institutes für Radioastronomie.
Links zum Bild
Dr. Norbert Junkes vom Max-Plack-Institut für Radioastronomie steht mit Rat und Tat zur Seite und erklärt spannende Hintergründe. Rund 3200 Tonnen Stahl sind übrigens in dem weißen Riesen verbaut, auf Rostschutz wird hier deshalb besonders geachtet.
In die Nähe des Radioteleskops geht es nur mit Schutzhelm - Vorschrift!
Um die riesige Empfangsschüssel sicher zu tragen und dabei auch noch bewegen zu können, braucht es eine stabile Konstruktion. Die verschachtelten Stahlrippen verteilen die Belastung möglichst effektiv.
Gedreht wird der weiße Riese mit 16 Elektromotoren auf einem Schienenkranz. Dass es dafür nur eine Leistung von 10.2 kW (ungefähr so viel wie 12 Betonmischer) braucht, um das ganze Teleskop in Bewegung zu setzen, fasziniert auch unsere Hörer.
Auf dem schmalen Steg, direkt unter der Empfangsschüssel, ist wenig Platz. Hier kommt man nur hintereinander ans Ziel.
Aber hier gibt es dafür nicht nur viel über den Köpfen, sondern auch darunter zu sehen. Ein Hörer fotografiert freudig die schöne Aussicht. Im Hintergrund: die Rückseite der gekippten Schüssel.
Am Zahnkranz machen wir noch einmal halt, während Dr. Junkes darüber berichtet, wie mit dem Teleskop bei schlechtem Wetter umgegangen wird. Die Schüssel muss vom Wind weggedreht und arretiert werden. Die schwarzen Stahlzähne des Zahnkranzes glänzen übrigens vom Schmiermittel.
Die Empfangsschüssel ist nicht aus einem Guss, sondern besteht aus hunderten einzelner Platten. Das macht sie weniger anfällig für Wind, Schmutz und Co. Und zugleich scheint hier und da auch einmal die Sonne durch. Den Hörern gefällt es.
Und die Leonardo-Gewinner werden selbst zum Fotoobjekt. Eine Besucherin knippst unsere Gruppe auf dem Teleskop von dem frei zugänglich Aussichtspunkt.
Ganz zum Schluss geht es noch in den so genannten "Königszapfenraum". Hier laufen alle Kabel aus dem Teleskop zentral zusammen und verdrillen sich bei jeder Bewegung. Das Teleskop kann sich um 480 Grad drehen, dann aber sind die Kabel hier unten so verdreht, dass das Teleskop sie erst wieder in den Gegenrichtung "entdrehen" muss.
Ein Teleskop braucht natürlich einen Kontrollraum. Auch in diesen sensiblen Bereich dürfen unsere Hörer. Das Knöpfedrücken, das Drehen und Kippen der Riesenschüssel überlassen wir dann aber doch lieber den Experten.
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