"Ein Küsschen, kommt doch mal her". Oder: "Komme gleich wieder". Solche Sätze hört man von Wellensittichen. Sie sind richtige Plaudertaschen und machen auch Geräusche nach. Dass sie das können, liegt an ihrem Stimmapparat. Er sitzt tief in der Luftröhre und funktioniert so ähnlich wie die Pfeifen in einer Orgel. Papageivögel haben zudem eine besonders dicke Zunge, die ihnen hilft, Laute auszuformen.
"Wer hat gesagt, dass ich auftauchen soll?", fragte ein Mitarbeiter der National Marine Mammal Foundation in Kalifornien und erfuhr dann: Es war ein Wal. Der Beluga mit dem Namen "NOC" konnte menschliche Stimmen nachmachen und sogar singen. Offenbar hatte er Menschen belauscht, die in seiner Umgebung mit Unterwassertelefonen arbeiteten, und suchte Kontakt. Um die menschlichen Töne nachzuahmen, musste der Beluga den Druck in seinen Nasenhöhlen variieren und jeweils einen der beiden Luftsäcke in der Nähe des Blasloches aufpumpen.
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Elefant "Koshik" spricht Koreanisch. Er kann fünf Worte. Unter anderem sagt er "choah", also "gut". Um das hinzukriegen, hat der Elefant eine ganz besondere Technik entwickelt. Er steckt den Rüssel ins Maul und moduliert dann Laute, die er ohne diesen Trick nicht hinkriegen würde. Damit ist "Koshik" weltweit berühmt geworden. Aber auch andere Elefanten sind begabte Imitatoren und machen im Zoo schon mal knarrende Türen oder Baumaschinen nach.
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Graupapageien sind außerordentlich begabte Imitatoren. Sie können ein schreiendes Menschenbaby nachmachen und ganze Sätze nachsprechen. Graupapagei "Einstein" vom Zoo in Knoxville, Tenessee hat ein Repertoir von über 200 Worten und Lauten. Papageien sprechen übrigens immer dann besonders virtuos, wenn sie mehr mit Menschen zusammen sind als mit Artgenossen. Werden die Tiere in Gruppen gehalten, kommunizieren sie eher auf Papageienart.
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Leiervogel "Chook" macht besonders gerne elektrische Heckenscheren nach. Aber er sagt auch "Hello Chook" und imitiert andere australische Tiere. Fast 80 Prozent seiner Gesänge bestehen aus Lauten, die er irgendwo aufgeschnappt hat. Das liegt in der Natur der Leiervögel. Auch in freier Wildbahn ist ihr Gesang eine Mischung aus einem von Geburt an vorgegebenen Repertoire und später erlernten Lauten, meist Teilen anderer Vogelgesänge. "Chook" lebt im Zoo von Adelaide, der uns die Tonaufnahmen zur Verfügung gestellt hat.
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Wer einen Beo in der Wohnung hält, braucht sich über Langeweile nicht zu beklagen. Beos machen unaufgefordert alles nach, was sie an Geräuschen hören: Die knarrende Tür, den Staubsauger, die Bohrmaschine. Wer mit ihnen übt, bekommt Melodien zu hören, zum Beispiel die Marseillaise.
Können auch Katzen und Hunde sprechen? Im Internet finden sich Videos, die das vermuten lassen. Da sagt eine Katze "Hallo". Ein Hund gibt Laute von sich, die wie "Mama" klingen. Dabei handelt es sich allerdings um Ausschnitte aus Unterhaltungssendungen, die manipuliert sein könnten. Wissenschaftlich belegt ist dagegen, dass Hunde Worte erkennen und Gegenständen zuordnen können. Der Border-Collie-Rüde "Rico" etwa zeigte dieses Talent in verschiedenen deutschen Fernsehsendung – aber auch im Versuchslabor.
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