Leo 2 Go im LWL Museum für Naturkunde in Münster. Ab dem 21. September 2012 können die Besucher hier zahlreiche Walmodelle bestaunen. Die Leo 2 Go-Reporter interessieren sich besonders für den Beluga, auch Weißwal genannt. Irgendwie erinnert sein Gesichtsausdruck an die Zeichnungen von Loriot.
Das Trampeltier gehört ebenso zu den Walverwandten wie das Flusspferd, die Giraffe oder der Elch. All diese Landbewohner sind Paarhufer und eng mit den Walen verwandt. Nach dem heutigen Stand der Systematik bilden Paarhufer und Wale eine gemeinsame Gruppe.
Auch Skelette der Wal-Vorfahren sind in Müster zu sehen. Es handelte sich dabei ursprünglich um Landbewohner. Ihr Anblick erinnert kaum an die heutigen Meeressäuger. Doch Schritt für Schritt passten sich die Walahnen an das Leben im Wasser an.
Die für das Leben an Land notwendigen Beine und Füße der Ur-Wale wurden im Laufe der Evolution immer kleiner. Aus den vorderen Gliedmaßen entwickelten sich Flossen. Von den hinteren blieben nur kleine, von außen gar nicht mehr zu erkennende Reste im Bereich des Beckens übrig.
So groß ist das Herz eines Blauwals. Michael Lange horcht in das originalgroße Modell hinein. Irgendwo im Innern des Walherzens muss Martin Winkelheide stecken.
Ausstellungsmacherin Judith Becker (links) erklärt den Leo 2 Go-Reportern Martin Winkelheide (mitte) und Michael Lange (rechts) die Besonderheiten der Skelette. In einigen Bereichen ist das menschliche Skelett dem Walskelett durchaus ähnlich. Der Skelettvergleich zeigt aber auch: Zum Tauchen ist ein Walkörper definitiv besser geeignet.
Der Blick ins Maul eines Nordkapers mit einer Zunge so groß wie ein Sofa. Der atlantische Nordkaper wird bis zu 18 Metern lang, kann bis zu 100 Tonnen wiegen und gehört zu den Glattwalen.
In einer Vitrine lassen sich die Modelle von Pottwal, Mensch und Schweinswal vergleichen. Das Gehirn des Pottwals ist groß - gemessen an seiner Gesamtgröße aber doch auch wieder erstaunlich klein.
Das Auge eines gestrandeten Pottwals haben die Präparatoren des LWL-Museums für Naturkunde in Münster in Formalin konserviert. Das Auge des riesigen Wals ist nicht viel größer als ein Pferdeauge.
Der über 1,50m große Penis des Pottwals ist als abgeformtes Modell in der Ausstellung zu sehen, in Originalgröße. Der Originalpottwalpenis lagert tiefgefroren im Magazin des Museums in einer Holzkiste.
Das Skelett des im November 2011 gestrandeten Pottwals ist zur Eröffnung noch nicht in der Ausstellung zu sehen. Die Knochen müssen noch weiter entfettet werden. Hier liegen sie sorgfältig angeordnet auf einer Wiese in der Nähe von Stralsund.
Auf einem Kiesbett im so genannten "Einstimmungsraum" der Walausstellung soll das Pottwalskelett ab Ende November 2012 ausgestellt werden. "Dann liegt der Wal in seinem Totenbett", erläutert Werner Beckmann, der Leiter der Präparationswerkstatt.
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