An Karneval geht es nur darum, sich abschleppen zu lassen? Schön und gut, aber wieso verkleidet sich dann niemand als falsch geparktes Auto? Warum rennt jeder Zweite mit Knubbelnase, bunten Sackklamotten und zu viel Schminke im Gesicht herum?
Ganz einfach: Weil Frauen, das belegen diverse Studien unseriöser Lifestyle-Zeitschriften, bei Männern als allererstes auf die Hände achten und dann auf den Humor. Und was wäre lustiger als ein Clown? Okay: Zwei Clowns. Oder drei. Oder 50.000 an Weiberfastnacht allein in der Kölner Innenstadt. Deshalb unser Tipp: Wenn schon Clown, dann bitte vorher zur Maniküre.
Männer dagegen, das ist bekannt, sind vielseitiger interessiert. Statt nur auf die Hände, achten sie auf die Gesamterscheinung. Ihnen ist es wichtig, die Persönlichkeit ihres weiblichen Gegenübers ohne möglicherweise verfälschende Attribute zu erfassen. Heißt übersetzt: Je kürzer der Rock und je größer der Ausschnitt, desto länger die Schlange der potenziellen Tanzpartner.
Dem Karnevalskätzchen werden ja gemeinhin niedere Motive unterstellt. Doch nicht jede, die ihre Krallen ausfährt, will ihre Mäuschen ins Trockene bringen. Manche symbolisieren so ihre Liebe zu Lasagne (wie Garfield), andere ihren Hang zu klandestiner Weltrettung (wie Catwoman).
Hex reimt sich zwar auf Sex, aber hier nützt auch der beste Zauberspruch nix. Wer an Karneval auf keinen Fall behelligt werden will, sollte genau dieses Kostüm wählen. Schon der olle Goethe wusste: "In die Ecke Besen! Besen! Seid's gewesen!" Und genau da stehen auch all die Gundel Gaukeleys herum...
Der Vampir ist ein Wesen der Nacht, dessen Blutdurst eindeutig auf fleischliche Begierde schließen lässt. So weit, so küchenpsychologisch, so erfolgsversprechend. An Karneval funktioniert das Kostüm aber auch auf anderer Ebene...
Denn spätestens seit den "Twilight"-Filmen wissen wir: Vampire haben auch total echte Gefühle, du! Und sie scheuen sich auch nicht, diese auszudrücken, du! Als Softi-Vampir hat man deshalb fast so gute Chancen, gebützt zu werden, wie mit gepflegten Händen.
Ein verträumter Blick gen Horizont, in der Langhaarperücke die Gischt der sieben Weltmeere, so stolziert er über den Lidstrich: Der Pirat steht für das Wilde, die Ferne und für unermessliche Rum-Vorräte. Das zieht bei vielen, auch wenn der Grat zwischen Johnny und Depp so schmal und glitschig ist wie eine Schiffsplanke. Aber wer ihn meistert, hat gute Chancen auf einen Ankerplatz in der Karibik der Herzen.
Mit diesem Kostüm stimmt einfach alles: Es symbolisiert auf der einen Seite Musikalität und Geselligkeit, andererseits aber auch Wildheit und Nonkonformität. Unser Fazit: Ein Wikinger, der singt, ist King!
Natur ist wie Essen oder Schlafen: Hat keiner was dagegen, kommt überall gut an. Wenn Sie also als Baum gehen, treffen Sie den kleinsten gemeinsamen Nenner und haben eine gute Basis für ein tiefgründiges Gespräch über die Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes auf den Strompreis. Aber Vorsicht: Hüten Sie sich vor Wildpinklern! Gerade im Freien sollten Sie mit diesem Kostüm immer in Bewegung bleiben.
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