Rund 19.000 mal im Jahr ereignen sich nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder" sogenannte Vergiftungsunfälle. Am häufigsten gefährden sich Kinder durch die Einnahme von Reinigungsmitteln. Der Tipp der Kindersicherheits-Experten: Putzmittel niemals in Getränkeflaschen oder Konservengläser umfüllen - Verwechslungsgefahr!
Beim Entkalken von Wasserkochern und Kaffeemaschinen sollte man darauf achten, dass keine Entkalker-Flüssigkeit im Gerät vergessen wird. Zusätzlich sinnvoll: Beim Entkalken sollten Geräte außerhalb der Reichweite von Kindern aufgestellt und für alle anderen deutlich mit einem Zettel gekennzeichnet werden.
Beim Kauf von Haushaltschemikalien sollte man grundsätzlich überlegen, ob es gesundheitlich unbedenklichere Alternative gibt - zum Beispiel anstatt chemischer Abflussreiniger eine Saugglocke.
Eine weitere Gefahrenquelle sind Medikamente, die oft achtlos auf dem Nachttisch liegen oder auf der Ablage im Badezimmer. Kinder probieren die "bunten Pillen", weil sie sie mit Süßigkeiten verwechseln. Daher sollte man Tabletten am besten in schwer zu öffnenden Behältern lagern.
Wer im Sommer Grillfeste für Familie und Freunde plant, sollte Grillanzünder und Grillreiniger für Kinder unzugänglich verstauen. Vor allem flüssige Grillanzünder sind gefährlich - sie können ebenso wie Lampenöle zu Lungenschäden führen.
Vergiftungen mit Pflanzen kommen eher selten vor. Es gibt jedoch einige besonders giftige Pflanzen wie Engelstrompete und Blauen Eisenhut (siehe Bild), die man aus dem Garten und vom Balkon entfernen sollte, wenn die Kinder noch klein sind.
Vorsicht sollte man auch bei Produkten für das Auto walten lassen. Frostschutzmittel, Bremsflüssigkeiten oder Öle sind sehr giftig. Daher lässt man die Wartungsarbeiten am besten an der Tankstelle vornehmen und entsorgt die Produktreste dort.
Zu den gut vermeidbaren Unfällen gehören Vergiftungen durch Zigarettenverzehr. Regelmäßiges Leeren der Aschenbecher schützt vor Gefahren - so gerät kein Tabak in einen Kindermund.
Im Kinderzimmer lauern leider oft die größten Gefahren - in Form von Spielzeug. Vorbeugen können Eltern, indem sie bei Kindern unter drei Jahren auf Spielgeräte mit Kleinteilen ganz verzichten. So können sie sicher gehen, dass ihr Nachwuchs ungefährdet im Zimmer spielen kann.
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