Abenteuer Technik: In Essen hat am Samstag (11.08.2012) der Ideenpark eröffnet. Zwei Wochen zeigen rund 1.500 Forscher, Tüftler und Studenten ihre Erfindungen. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen so für Technik begeistert werden. Für die Besucher gibt es in zwölf Messehallen Technik zum Bestaunen, Anfassen und Selbstmachen. Im Bild: ein digitales Wasserspiel.
Wie funktioniert die Windkraft? Damit sich Besucher beim Ideenpark eine Vorstellung davon machen können, wie groß Windräder sind, haben die Aussteller einfach ein Bauteil des Turmes mitgebracht. Darin lässt sich herrlich spielen. Und das Gute daran - es ist sogar erlaubt.
Selbermachen heißt die Devise: Der 8-jährige Simon (rechts) sitzt schon eine Stunde nach Messestart im Kinder-Technik-Camp. Hier dürfen die Kleinsten selbst ran. Simon baut eine Lampe, deren Stoffschirm erst durch den Luftzug eines eingebauten Propellers seine Form erhält.
Diese drei Frauen haben sich etwas vorgenommen - nämlich aus 21 schnöden Vierkanthölzern eine möglichst stabile Brücke zu bauen. Sie machen das in Rekordzeit. Nach weniger als sechs Minuten steht die Brücke, sodass der Standbetreuer sie am Ende glatt zu einem Wettkampftag im Schnell-Brücken-Bau einlädt.
So viel schöner Müll: Aus alten Plastikeimern, Gießkannen und Rührschüsseln können auch hübsche Lampen werden. Im Messequartier "Recyclebar" wird Besuchern nicht nur erklärt, wie Mülltrennung funktioniert, sondern auch, was sich aus Plastikresten so alles machen lässt.
Apropos Plastik. Dieses Behältnis hat es in sich. Es ist das Modell eines Bioreaktors, der mit Hilfe von Bakterien Zucker zu Milchsäure macht. Daraus wiederum entsteht ein Granulat und damit ein Grundstoff, aus dem Kunststoff hergestellt wird. Was das soll? Die Arbeit der fleißigen Bakterien spart in der Kunststoffherstellung zum Beispiel den kostbaren Rohstoff Öl. Die peppige Farbe ist übrigens nur zum Anlocken von Messebesuchern gedacht - die Bakterien schwimmen gemeinhin eher im Trüben.
Noch ein Besuchermagnet - eine Bioraffinerie komplett aus Lego. Auch dieses Modell der Technischen Hochschule Aachen kann etwas ganz Besonderes, nämlich aus Heckenschnitt, Rasenabfall oder Holzresten Sprit fürs Auto herstellen, ohne dafür Lebensmittel zu verpulvern.
Charmanter Serviceberater: Dieser Roboter bewegt sich nicht nur wie ein Mensch, er kann - gesteuert durch Sensoren - auch sein Gegenüber direkt ansehen und ihm etwas erklären. Vorausgesetzt, man hat ihm die richtigen Antworten einprogrammiert.
Auf dem Ideenpark in Essen zeigen auch viele junge Tüftler ihr Können. Im Messebereich "GaragenCity" zeigen sie zum Beispiel, wie kleine Platinen gebaut werden, mithilfe derer Besucher an bestimmten Stationen andocken können, um so ein eigenes Video zu produzieren.
Oft lassen sich die Besucher im Ideenpark durch einfache Tricks neugierig machen - wie hier an einem Stand von Thyssen Krupp, dem Initiator der Messe. Hier sollte eigentlich die Spundwand erklärt werden, die im Toten Meer zum Schutz vor Unterströmungen eingesetzt wird. Einen Teil davon legten die Ausstellungsmacher einfach verdreht auf den Boden. Jetzt benutzen es die Messebesucher als Brücke - und fragen anschließend, was das überhaupt ist.
Wie bewegen wir uns in der Zukunft? Das wird an einem Stand gefragt und die Kinder dürfen praktische Antworten darauf geben, indem sie Zukunftsgefährte bauen. Der kleine Finley hat nicht lange nachgedacht und kurzerhand eine Rakete gebaut. Noch bis zum 23. August ist der Ideenpark in der Essener Messe täglich geöffnet. Der Eintritt ist übrigens frei.
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