"Echte Fründe", "Dat Hätz vun dr Welt" oder "Ich ben ne Räuber", das dürfte schon genügen und der Ohrwurm sitzt fest. Danke, liebe Höhner! Seit 40 Jahren ist die Band in Sachen kölscher Musik unterwegs - und das wird groß gefeiert.
Die Höhner das sind heute Janus Fröhlich (v.l.), Henning Krautmacher, Hannes Schöner, Jens Streifling, Peter Werner und John Parsons. Die sechs Musiker feiern am Samstag (08.09.10) vier Jahrzehnte Bandgeschichte mit einem großen Fest und einem Konzert am Kölner Tanzbrunnen.
Am Anfang war das Huhn: Die Urband wurde 1972 aus einer Studentenlaune heraus gegründet. Rolf Lessenich, Walter Pelzer, Peter Werner und Janus Fröhlich nannten sich damals noch "Ne Höhnerhoff" und rockten in Strumpfhosen und Hühnerkostümen über die Bühne.
Das Kostüm musste mit den Jahren federn lassen und auch der Name und die Besetzung änderten sich. Aus "Ne Höhnerhoff" werden 1975 schlicht "De Höhner". Mit dem Song "Unser Bock eß Meister" stürmte die Band drei Jahre später zur Meisterschaft des 1. FC Köln die Hitparade. Für die B-Seite wählten sie damals übrigens den "Kater Blues".
Aus dem Kölner Karneval ist die Gruppe nach all den Jahren nicht mehr wegzudenken. Mit Liedern wie "Dat Hätz vun dr Welt", "Echte Fründe" und "Winke, winke" bringen sie Kölner Jecken zum Schunkeln und Singen.
Seit 1987 prägen ein Mann und sein Bart das Bild der Höhner. Hennig Krautmacher löste damals Frontmann Peter Horn ab, der 1977 nach dem Ausscheiden von Rolf Lessenich kam und zehn Jahre lang das Gesicht der Band war. Mit dem Neuen fällt auch das "De" im Bandnamen unter den Tisch.
Anlässlich des 20. Jubiläums bekommen die "Höhner" 1993 einen eigenen Festwagen im Rosenmontagszug. Das Motto war wie gemacht für sie: "Sinfonie in Doll".
Manege frei: Im Oktober 2001 stellten die sechs Musiker mit dem Roncalli-Mitbegründer Bernhard Paul (2.v.r) das gemeinsame Programm "Minsche, Fiere, Emotionen" für die 2. Höhner Rocking Roncalli Show vor. Bis heute sind sie regelmäßige Gäste in der Manege.
An der Seite der Kommissare Freddy Schenk und Max Ballauf traten die Musiker zusammen mit Peter Millowitsch im Kölner Tatort "Platt gemacht" auf. In der Schlussszene des Krimis, der in der Kölner Obdachlosenszene spielt, sangen die "Höhner" das Lied "Alles verlore".
Seit vielen Jahren hängt das Herz der "Höhner" am 1. FC Köln. Bei den Heimspielen hält es keinen Kölner Fan auf den Sitzen, wenn die FC-Hymne "Mer stonn zu Dir FC Kölle" vor dem Anpfiff erklingt.
Mit "Viva Colonia" landeten die "Höhner" 2003 wohl den größten Hit. Das Lied machte die Band deutschlandweit bekannt. Es wurde auf der Wiesn genauso wie beim Weltjugendtag 2005 und bei der Fußball-WM 2006 gesungen und brachte der Band die Goldene Schallplatte ein.
Mit dem Song "Wenn nicht jetzt, wann dann?" zur Handball-WM 2007 in Deutschland landeten die "Höhner" einen echten Treffer. Deutschland gewann im Finale gegen Polen den Titel. Hennig Krautmacher feierte anschließend mit den Spielern im Kölner Rathaus.
40 Jahre und kein Ende in Sicht. Am Samstag (08.09.10) zelebriert die Kölner Kultgruppe das Finale des großen Jubiläums zu ihrem 40-jährigen Bestehen. Rund 10.000 Fans werden dann mit Sänger Henning Krautmacher sicherlich im Chor singen: "Schenk mir heut' Nacht dein ganzes Herz und bleib bei mir, dann schenk ich dir mein ganzes Herz und zeige dir, was dir gefällt - na na na na na na na....." - und dann sitzt der Ohrwurm wieder fest.
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