Der Lehrweinberg vom Rhöndorfer Ortsverein soll jedem, der Interesse hat, zeigen, wie Weinbau funktioniert. Kleine Info-Tafeln stehen für Neugierige neben den Rebstöcken.
Mit der Heckenschere ernten die ehrenamtlichen Helfer die reifen Trauben von den Rebstöcken.
Die Ausbeute landet erstmal im Eimer - Naschen ist erlaubt.
Mit dem so genannten Refraktometer wird der Zuckergehalt im Traubensaft gemessen, der nachher den Alkoholanteil im Wein bestimmt. Erst träufelt Götz Teichgreeber, der Weinfachmann im Ortsverein, ein wenig Traubensaft auf das Gerät, das aussieht wie ein kleines Fernrohr. Danach liest er auf einer Skala im Inneren des Rohres den Zuckeranteil im Traubensaft ab. "Gut 80 Grad Oechsle sind das", sagt er. Das heißt umgerechnet, er kann mit einem Alkoholgehalt von etwa 11 Prozent rechnen.
Links zum Bild
An der Mühle steht immer einer, der das große Rad bewegt. Darunter ein großer Behälter, der die Maische auffängt.
Nachdem die Trauben in der Mühle gemahlen wurden, kommt die Maische in die Presse, auch fachmännisch Kelter genannt.
Mit Hölzern abgedeckt wird die Maische ausgepresst. Hier passiert alles mehr oder weniger per Hand, auch weil dann die einzelnen Arbeitsschritte auf dem Weg zum fertigen Wein besser nachvollzogen werden können.
"Die Kelter, die hier steht, ist eigentlich antiquiert", sagt Hildegard Teichgreeber, ebenfalls ehrenamtliche Helferin am Lehrweinberg. "Heutzutage wird bei der Massenproduktion mit Maschinen geernet und auch gepresst, da sind dann schon gar keine Stiele mehr dran"
Noch sieht die Flüssigkeit nicht so lecker aus, weil Stiele, Kerne und Traubenschalen mitgemahlen und -gepresst werden. Aber der Saft schmeckt allen Helfern.
Alfred Höhler, stellvertretender Vereinsvorsitzender des Bürger- und Ortsvereins in Rhöndorf, zeigt den großen Gärtank aus Edelstahl, in den der Most nach einem Tag umgefüllt wird. Dort gärt und reift der Wein mehrere Monate bis er klar ist und damit fertig für die Abfüllung.
Seite teilen