Zehn Bauprojekte aus NRW sind für ihre "Zukunftsfähigkeit" mit dem Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau ausgezeichnet worden. Die Projekte würden sich durch die "vorbildliche Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte" hervorheben, sagte Bauminister Michael Groschek (SPD) am Montag in Düsseldorf. WDR.de stellt die Preisträger in alphabetischer Reihenfolge vor.
Zunächst das Dortmunder Projekt "Ein Dorf in der Stadt 'Wir wohnen anders'". Hier lobte die Jury die frühe Einbeziehung der späteren Nutzer in die Gestaltung des genossenschaftlichen Wohnprojekts und die guten energetischen Standards.
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Dülmen: "Kirchwohnungen Maria Königin". "Das Projekt ist ein Beispiel für die gelungene Umnutzung des oft abrissgefährdeten Typs der Fünfziger- und Sechziger-Jahre-Kirchen", befand die Jury. Entstanden sind im "Haus-im-Haus-Prinzip" altersgerechte Wohnungen - und in der erhaltenen Seitenkapelle ist sogar die kirchliche Nutzung weiterhin möglich.
Düsseldorf: Solarsiedlung Garath. In diesem Wohnquartier mit Neubauten wurde der alte Bestand komplett abgerissen und ersetzt. Mit energetisch hochwertigen Häusern sei eine "impulsgebende Aufwertung eines sozial schwierigen Wohnquartiers" gelungen, lobt die Jury.
Duisburg: Wohnen unter einem Dach. Bei diesem Bauprojekt ließ sich die Jury von der Gestaltungsqualität der Fassaden und der Außenräume überzeugen. Zudem entwickle sich das Quartier unter Einbeziehung der Kirche und des Gemeindehauses weiter und korrespondiere mit der umliegenden Bebauung.
Hürth: Wohnanlage Kirschblüten Carré. Der poetische Name schmückt ein Neubauprojekt in Hürth bei Köln. Hier entstand in einem Mix aus geförderten und nicht geförderten Wohnungen ein Beispiel für Inklusion im Wohnungsbau, finden die Preisrichter. Seniorenwohnungen, Wohngruppen für pflegebedürftige Menschen und eine in die Wohngebäude integrierte Kindertagesstätte prägen das Carré.
Kevelaer: Klostergarten. Von den Kirschblüten in den Klostergarten - auch in Kevelaer zeigt sich die Jury vom Mix des Quartiers überzeugt. Familienwohnungen, Wohnungen für ältere Menschen mit oder ohne Betreuung und sogar stationäre Pflegeplätze entstanden hier nebeneinander. Ein weiterer Pluspunkt: Das Quartier wird durch ein eigenes Blockheizkraftwerk versorgt.
Köln: Baugruppe Baufreunde. Das Kölner Projekt zielt auf die Schaffung selbstgenutzten Wohneigentums in der Stadt. Die jetzt prämierten Architekten realisierten individuelle Grundrisse bei einem gleichzeitig hochwertigen Erscheinungsbild der Anlage, so die Jury.
Köln: Innerstädtischer Lebensraum Q21. Auch beim zweiten prämierten Kölner Projekt geht es um Wohnen in der Stadt. Hier gefiel der Jury der "wertvolle Beitrag der Innenverdichtung und zur Stadt der kurzen Wege". Individuelle Grundrisse, hohe Wohnqualität und ein angemessener Anteil begrünter privater Grünflächen mitten in der Stadt überzeugten.
Lemgo: Gemeinschaft-Wohn-Projekt "Pöstenhof". Das ehemalige Fabrikgrundstück wurde mit zwei Riegeln eines genossenschaftlichen Bauprojekts neu entwickelt. Der Jury gefiel hier besonders, dass die ruhige Gesamtform der Anlage einen reizvollen Kontrast zu den lebhaft gestalteten Fassaden bilde.
Solingen: SeniorenWohnen Weegerhof. "Alle Bauwerke ermöglichen das Zusammenleben von Jung und Alt, nutzen städtische oder gut angebundene Lagen und sind barrierefrei gestaltet", sagte der Präsident der Architektenkammer NRW, Hartmut Miksch, bei der Preisverleihung. Das trifft auch auf das Solinger Projekt zu. Hier sei die Integration eines Nachbarschaftstreffs, einer Wohngruppe für Demenzkranke und das Angebot zur Erweiterung der örtlichen Verkehrsinfrastruktur vorbildlich, befanden die Preisrichter.
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