Der Kölner U-Bahn Bau wird in der Öffentlichkeit spätestens seit dem Einsturz des Stadtarchivs 2009 nicht eben als Erfolgsgeschichte wahrgenommen. Dabei wurden zwischen 2004 und 2011 spektakuläre archäologische Fundstücke von der Römerzeit bis zum Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht gebracht - so wie diese römische Spundwand aus schweren Eichenbohlen.
Im Lauf der 2.000-jährigen Stadtgeschichte ging irgendwann dieser Bronze-Zwerg aus dem 1. Jahrhundert verloren, und tauchte nun wieder auf. Er ist eines der Exponate, die ab dem 9. November 2012 bis zum 5. Mai 2013 im Römisch-Germanischen Museum gezeigt werden. Die Ausstellung "ZeitTunnel" dokumentiert Kölner Geschichte von der Römerzeit bis zum Zweiten Weltkrieg.
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Diese römischen Glasurnen lassen sich auf das 2. Jahrhundert datieren. Sie gehören zu den rund 2.500.000 Funde aus allen Epochen Kölns, die von einem Grabungsteam unter Leitung von Dr. Marcus Trier gefunden wurden. Trier ist inzwischen Direktor des Römisch-Germanischen Museums in Köln.
Zu den 2.500.000 Fundstücken aus Grabungen beim Kölner U-Bahn-Bau zählt auch dieser gedrexelte Holzpokal aus dem 12. Jahrhundert. Die Grabungen erfolgten in den zukünftigen unterirdischen Haltestellen sowie den Versorgungs- und Anfahrschächten der neuen, vier Kilometer langen U-Bahn Strecke.
Zu den Fundstücken zählt auch dieser kunstvolle Knochenkamm aus dem 1. Jahrhundert. Bei ihren Grabungen untersuchte das Team um Marcus Trier mehr als 30.000 Quadratmeter Grabungsareal - eine Fläche von über vier Fußballfeldern. Stellenweise waren die Schichten in dem archäologischen Gesamtvolumen von 150.000 Kubikmetern 13 Meter stark.
Teils erstaunlich, wie gut erhalten selbst so zerbrechliche Dinge wie diese Pingsdorfer Ware aus dem 12. Jahrhundert erhalten ist. Das Örtchen Pingsdorf bei Brühl war Ausgangspunkt für den Export dieses tönernen Tischgeschirrs. Pingsdorfer Ware gilt steht als Synonym für die rheinische Keramikproduktion des Hochmittelalters.
Sogar diese römischen Gläser aus dem 1. - 2. Jahrhundert konnten unversehrt aus dem Erdreich unter dem Kölner Chlodwigplatz geholt werden.
Auf diesen mittelalterlichen Schlittschuhkufen drehten vielleicht die Ahnen des Eishockey-Clubs Kölner Haie ihre Kringel auf dem Eis. Neben solch, eher kleinteiligen Funden, legten die Archäologen auch Hafenbauten in der Altstadt, mächtige antike Tempelmauern und Keller kriegszerstörter Häuser des Zweiten Weltkriegs frei.
Dort wo heute der Kurt-Hackenberg-Platz in der Kölner Altstadt liegt, gingen im Zweiten Weltkrieg tonnenweise Bomben nieder. Zeugnisse davon fanden die Archäologen in Form der Kellermauern zerstörter Häuser.
Das Rheinische Steinzeug aus dem 15. Jahrhundert war weit über das Rheinland verbreitet: Seefahrer aus England, Spanien und den Niederlanden hielten ab dem späten 16. Jahrhundert Lebensmittel in den Keramikgefäßen frisch, und verkauften sie auch in ihren Kolonien. Auf diesen Wegen gelangte Rheinische Keramik auch nach Nord- und Mittelamerika, Australien und Südostasien.
Dieser römische Weihestein aus dem 3. Jahrhundert wurde am Kölner Alter Markt gefunden. In Weihesteine wurden Inschriften an Götter, Regenten und auch bekannte Persönlichkeiten eingemeißelt. Wie auch die anderen Exponate ist er auf den insgesamt rund 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Römisch-Germanischen Museum zu sehen.
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