Am Freitagabend (21.12.2012) sind die Aufräumarbeiten am Bahnübergang in Düsseldorf weitgehend abgeschlossen. Bis die Schranken erneuert sind, bleibt der Übergang an der Güterbahnstrecke geschlossen. Die am Freitag aufgestellten Absperrungen werden wohl erst im neuen Jahr beiseite geräumt werden können. So lange sollen die Reparaturarbeiten dauern.
Tagsüber gingen nach der Kollision zweier Güterzüge mit einem Linienbus am Freitag (21.12.2012) die Aufräumarbeiten weiter. Schweres Gerät kam dabei zum Einsatz.
Knapp 30 Stunden nach dem Unfall beginnen die beiden Eisenbahnkräne die rund 90 Tonnen schwere Lokomotive der Baureihe 189 aus dem Schrebergarten zu heben. Das knirscht einen Moment verdächtig, bis die schweren Stahlketten die Lok fest gepackt haben.
Die Lok war bei dem Unfall eine Böschung hinab gerutscht und landete in der Kleingartensiedlung. Vor der Bergung hatten die Fachleute Respekt, weil die Böschung sehr steilt war.
Doch nach weniger als einer halben Stunde hatten David und Goliath die Lok wieder auf die Schienen gestellt. Die Mitarbeiter der Eisenbahnkräne haben die beiden ungleichen Krane so getauft. Wenn die Lokomotive abgeschleppt ist, kann mit den Reparaturarbeiten an der Strecke begonnen werden. Dort müssten unter anderem die Oberleitung und die Bahnschranken erneuert werden.
Der Unfall hinterließ eine verwüstete Güterzugstrecke. Ermittelt wird gegen den Busfahrer sowie laut Bundespolizei "in alle Richtungen".
Die zweite verunglückte Güterzuglok wurde im Laufe des Freitags (21.12.2012) abtransportiert. Auch an den Folgetagen sind weitere Aufräumarbeiten geplant.
Die Bundespolizei geht am Freitag (21.12.2012) weiter von einem technischen Defekt am liegengebliegenen Bus aus. Der genaue Grund für die Panne ist unbekannt. Bislang ist offen, ob es sich um einen Hybridbus handelte - und ob in der Hybridtechnik eine Ursache lag. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Nach der Kollision der beiden Güterzüge mit einem Linienbus wird seit Donnerstag (20.12.2012) die Unfallstelle aufgeräumt.
Die Überreste des Linienbusses und der Züge wurden bereits auf Tieflader geschichtet.
Auf der Strecke fahren ausschließlich Güterzüge. Sie sollen nun umgeleitet werden. Der Personenverkehr soll durch die Umleitungen nicht beeinträchtigt werden.
Die Höhe des Schadens liegt nach Schätzungen der Bahn im sechsstelligen Euro-Bereich. Menschen wurden bei dem Unfall nicht verletzt. Der Busfahrer und drei Fahrgäste konnten sich retten. Die beiden Lokführer standen allerdings unter Schock.
Neben den Lokomotiven entgleisten auch vier Waggons. Über mehrere hundert Meter verteilt lagen Scherben und Trümmerteile. Von dem zerstörten Gartenhaus blieb kaum etwas stehen. Mit einer Wärmebildkamera stellte die Feuerwehr sicher, dass sich keine Menschen unter den Trümmern befanden.
Voraussichtlich bleibt die betroffene Güterzugstrecke bis zum Jahresende gesperrt. Eventuell müsse das Gleisbett neu aufgebaut werden. Auch seien die Schrankenanlage und die Oberleitung beschädigt worden, sagte ein Bahnsprecher.
Seite teilen
Über Soziale Medien