Können Zahlen gutes oder böses bedeuten? Glück oder Unglück bringen? So viel steht fest: Zahlen faszinieren die Menschen seit je her. Sie schreiben ihnen besondere Macht oder Bedeutung zu. Die Zahl 13 hat es in unseren Breitengraden nicht leicht. Eine Studie des Instituts für Demoskopie aus Allensbach hat herausgefunden, dass 28 Prozent der Deutschen bei der Zahl 13 ein ungutes Gefühl beschleicht.
Und zwar besonders, wenn die 13 auf einen Freitag fällt. Das Datum ist vielen unheimlich. Es gibt Menschen, die reagieren so panisch auf einen Freitag den 13., dass Psychologen einen Namen dafür gefunden haben: Man nennt sie Paraskavedekatriaphobiker. Denen sei gesagt: 2013 gibt es einen Freitag den 13. im September und einen im Dezember.
Die 13 hat einen schweren Stand, unter anderem, weil sie der Zwölf folgt. Die Zwölf erscheint ordentlich und harmonisch: zwölf Stunden, zwölf Monate, zwölf Tierkreiszeichen. Mehr als zwölf ist einfach zu viel, weshalb der Volksmund auch bei der 13 von dem "Dutzend des Teufels" spricht.
Gerne wird die Zahl 13 mit dem Letzten Abendmahl in Verbindung gebracht. Jesus hielt das Abendmahl mit seinen zwölf Jüngern - also insgesamt 13 Personen. Von Judas Ischariot, dem 13. Gast, wurde Jesus noch am gleichen Abend verraten.
Legenden der Indianer Mittelamerikas berichten von 13 Schädeln aus Kristall, welche einst von fremden Wesen auf die Erde gebracht worden sein sollen. Indiana Jones lässt grüßen. Tatsächlich sind im Laufe des 20. Jahrhunderts viele alte Kristallschädel wieder zum Vorschein gekommen. Neueste Untersuchungen haben gezeigt: Die Schädel sind Fälschungen.
Auch die Gebrüder Grimm haben der 13 gerne eine besondere Bedeutung gegeben. In ihrem Märchen "Die zwölf Brüder" kann nur die Schwester – das 13. Kind - ihre verwunschenen Brüder erlösen. Bei Dornröschen erhält die 13. Fee keine Einladung zum Geburtstag und belegt die junge Prinzessin mit einem bösen Fluch.
Die 13 war die allererste gezogene Zahl bei den deutschen Lotto-Ziehungen "6 aus 49". Doch die Statistik zeigt: sie ist seitdem die am seltensten gezogene Zahl.
Bei den Tarotkarten ist die 13 dem Tod zugeordnet. Unheimlich.
In den USA gilt die 13 als Verschwörungszahl. So ist sie auf dem 1-Dollar-Schein insgesamt elf Mal zu finden - versteckt in Bildern und Texten.
Warum nicht die 13 einfach ignorieren? In amerikanischen Flugzeugen gibt es keine 13. Sitzreihe, oft fehlt in Hochhäusern das 13. Stockwerk und in Hotels sucht man Zimmer Nummer 13 oft vergebens.
Selbst in der hochtechnisierten Welt des Autorennsports gibt es Aberglauben: Die Startnummer 13 wird in der Regel nicht vergeben. Zuletzt startete die britische Rennfahrerin Divina Galica in der Formel 1-Saison 1976 mit der Startnummer 13.
Dem Fußballspieler Michael Ballack hat die Zahl 13 Glück gebracht. Er trug die Nummer während seiner meist glanzvollen Karriere für alle Vereine, bei denen er gespielt hat.
Die 13 gilt in einigen Kulturen als Glückszahl, zum Beispiel in Italien und Mexiko sowie im alten China, in Babylon und dem Römischen Reich. In der jüdischen Tradition ist die 13 eine Glückszahl und ein Symbol Gottes, weil sie über der Zwölf steht.
Die Bar Mitzwa, der jüdische Übergangsritus für Jungen, findet an deren 13. Geburtstag statt.
Für Mathematiker ist die Zahl 13 einfach nur eine Zahl. Eine ungerade Zahl, eine Primzahl und eine Mirpzahl, also eine Zahl, die rückwärts gelesen wieder eine Primzahl ergibt. Wie auch immer Sie zu der Zahl 13 stehen - WDR.de wünscht ein gesundes, glückliches Jahr 2013!
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