An dieser Frau kam 2012 keiner vorbei. Hannelore Kraft konnte nach der Neuwahl im Mai dank satter Mehrheit die Minderheitsregierung Vergangenheit sein lassen. Auch wenn die "vorbeugende Politik" der SPD-Ministerpräsidentin nach wie vor in der konservativen Kritik steht - der Wahlkampf mit "Herz" kam bei den Wählern in NRW an.
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Krafts Wiederwahl ging mit dem Absturz des Norbert Röttgen einher. Der damalige Umweltminister und Spitzenkandidat der CDU fährt das schlechteste Ergebnis aller Zeiten seiner Partei in NRW ein. Am Wahlabend bleibt ihm nur noch einzugestehen: "Die Niederlage ist bitter klar und tut richtig weh."
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Ohne einen Ton verabschiedete sich 2012 ein anderer ehemaliger Hoffnungsträger der CDU von der politischen Bühne. Jürgen Rüttgers hatte keine Lust mehr auf Hinterbank und Opposition. Nach der Auflösung des Landtags beschloss der ehemalige Ministerpräsident von NRW, es gut sein zu lassen und nicht noch einmal zu kandidieren.
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Der CDU geblieben sind die Herren mit L.: Armin Laschet (l.) und Karl-Josef Laumann. Beide betonten immer wieder, dass sie sich gut verstehen und die Röttgen-Nachfolge ohne Streit zu regeln sei. In der Politik ein sicheres Zeichen, dass hart um eben diese Posten gerungen wird. Heraus kam ein Kompromiss: Laschet wurde Parteivorsitzender, Laumann blieb Fraktionschef.
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Das Comeback 2012 legte Christian Lindner hin. Er rettet seine FDP von mageren zwei Prozent in den Umfragen auf schließlich 8,6 Prozent bei den Wahlen. Damit stand der Wiedereinzug der Liberalen fest und Lindner wurde zum liberalen Messias ausgerufen - und dass, obwohl er nicht müde wird zu betonen, dass auch er "nicht über Wasser gehen kann".
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Und der Newcomer 2012? Ahoi, die Piraten. Mit 7,8 Prozent und 20 Abgeordneten zog die Partei in den Landtag. Seitdem muss sich die Pop-up-Partei einen Realitätscheck unterziehen - auch wenn der Fraktionsvorsitzende Joachim Paul die Oppositionsbank noch immer als "Schulbank" verstanden wissen will.
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Den Imagewandel 2012 legte Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hin. Vom Nichtsparer in Haushaltsfragen wurde er zum Rächer der ehrlichen Steuerzahler. "Wir setzen uns dafür ein, dass sich die, die sich mit Millionensummen aus dem Staub machen, damit keinen Erfolg haben", so rechtfertigt Nowabo Hood den nicht unumstrittenen Ankauf von Steuer-CDs aus der Schweiz.
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2012 wird Barbara Steffens für sich als Erfolgs-Jahr abstempeln. Die grüne Gesundheitsministerin setzte endlich ihr so lange gewolltes Rauchverbot für Kneipen in NRW durch. "Es geht um den Schutz derjenigen, die sich nicht von einer Minderheit, die süchtig ist ihre Gesundheit ruinieren lassen will", so Steffens.
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Die steilste Karriere legte aber die gute alte Currywurst hin. Als Wahlkampf-Slogan "SPD ist Currywurst" ploppte das klassische Ruhrpott-Gericht sehr plötzlich in der Landespolitik auf. Seitdem wird sie mehr oder weniger elegant in fast jeder Rede als Metapher (Achtung Wortspiel) verwurstet.
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