Nicht nur in der Adventszeit bunt angestrahlt ist die Christuskirche in Bochum. In Blau statt in weihnachtlichem Rot und Gold bekommt die "Kirche der Kulturen", in der regelmäßig Konzerte stattfinden, nachts eine außerirdische Anmutung.
Auf dem schrägen, 300 Meter langen Glasdach der Halle im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen befindet sich eine Fotovoltaikanlage. Das Gebäude selbst, entworfen von den Architekten Kiessler & Partner aus München, ist schon mehrfach für seine moderne Architektur ausgezeichnet worden. Seit der amerikanische Neonkünstler Dan Flavin den Bau in grün-blaues Licht getaucht hat, wird daraus bei einbrechender Dunkelheit ein futuristisches Raumschiff.
Links zum Bild
Überall in NRW, vor allem im Ruhrgebiet, haben Lichtkünstler ihre Spuren hinterlassen. Für das Bochumer Projekt KunstLichtTore schufen Künstler an 16 Orten der Stadt Lichtinstallationen. Die Lichter in der Eisenbahnunterführung Castroper Straße - von Arend und Ute Zwicker - bewegen sich zum Klang eines herandonnernden Zuges.
Links zum Bild
Rotorange illuminiert ist das Haupttreppenhaus im Essener Ruhrmuseum. In dem Kohlewäschehaus der ehemaligen Zeche Zollverein erinnern die leuchtenden Farben an den glühenden, flüssigen Stahl, der aus den Hochöfen des Ruhrgebiets floss.
Hier haben die Architekten, das Gelsenkirchener Büro Archifactory, die Lichtplanung gleich in den Entwurf mit einbezogen: Wie ein Eisblock erscheint die Wasserdruckanpassungsanlage in Bochum und soll damit an die Schönheit des Wassers in gefrorenem Zustand erinnern. Die Fassade besteht aus eisblauen Fiberglas-Elementen, die abhängig von Tageszeit und Wetter unterschiedlich reflektieren. In der Nacht leuchtet der "Ice Cube" von innen.
Der Landschaftspark Duisburg-Nord, ein stillgelegtes Stahlwerk, war einer der ersten Orte im Ruhrgebiet, an denen Licht und Architektur spektakulär zusammengeführt wurden. Im Dezember 1996 taucht der britische Künstler Jonathan Park das alte Hüttenwerk erstmals in ein Meer von Licht und Farbe.
Die Halde Rungenberg in Gelsenkirchen-Buer: Entstanden durch das Bergwerk Hugo/Ewald, wurde der Schlackeberg 1997 von den Künstlern Klaus Noculak und Hermann EsRichter zu einer Pyramide ohne Spitze umgeformt. Bei Nacht setzen zwei Spiegelscheinwerfer mit ihren Strahlen den natürlichen Böschungswinkel der Halde so fort, dass die Pyramide in der Dunkelheit eine künstliche Spitze bekommt.
Links zum Bild
Güterbahnhof Solingen: Je nach Tageszeit und Belichtung entsteht ein wechselndes Zusammenspiel von Hülle und konstruktiven Bauteilen, beschreibt Architekt Reinhard Angelis.
Menschen in farbiges Licht getaucht: Im Bochumer Bermudadreieck glitzern auch außerhalb der Weihnachtszeit bunte Lichter, Leuchtreklamen und künstlerische Installationen.
Seite teilen