Neben der Leidenschaft zur Musik entwickelte Bryan Adams über die vergangenen Jahrzehnte auch eine Liebe zur Kunst, insbesondere zur Fotografie. In der Ausstellung "Bryan Adams - Exposed" zeigt das NRW-Forum Düsseldorf ab Samstag (02.02.2013) zum ersten Mal in Deutschland die besten Fotoarbeiten des Kanadiers.
"Ich glaube, wenn man jeden Tag immer wieder dasselbe tut, wird man es irgendwann über - man wird müde", begründet der Musiker seine fotografische Arbeit. "Wenn man das Szenario ab und an ändert, ist das gut für alles, was man tut - man sieht die Dinge in einem neuen, frischen Licht."
Zu den Motiven des 53-Jährigen zählen zahlreiche Freunde, Berühmtheiten und Superstars. Wie die Brauereierbin und Mode-Ikone Daphne Guinness, die sich 2011 von Bryan Adams fotografieren ließ.
Auch Amy Winehouse, Mick Jagger, Michael Jackson und Ben Kingsley fotografierte Adams. Anlässlich des Thronjubiläums von Queen Elizabeth II, fertigt er 2002 ein Porträt der Monarchin an. Diese Aufnahme ziert heute eine kanadische Briefmarke.
Erstmals präsentiert Adams, der zur Ausstellungseröffnung nach Düsseldorf gekommen ist, 30 Schwarz-Weiß-Aufnahmen von britischen Soldaten, die verletzt aus Auslandseinsätzen der Armee zurückkehrten.
Diese Frauen und Männer bezahlten für ihre Einsätze in Afghanistan und dem Irak einen großen persönlichen Preis. Trotz der entsetzlichen Verwundungen zeigt Adams in seinen Aufnahmen aber auch ein Leben der Soldaten, das einfach weitergeht. Wie das Foto von Karl Hinett, der im Irak schwere Verbrennungen erlitt. Hinett will nun 100 Marathonläufe absolvieren, um so Geld für die Behandlung verwundeter Soldaten zu sammeln.
Für Adams sind die Bilder sein Weg, das Erbe des Krieges zu zeigen. "Die Soldaten sieht man in England oft nur, wenn sie öffentlich Tapferkeitsorden bekommen", sagte der Kanadier bei der Ausstellungseröffnung in Düsseldorf. "Aber man sieht sie nicht so wie hier."
Die ersten Fotos machte der in London lebende Adams mit der kleinen Kamera seiner Eltern in der Mitte der 70er Jahre. "Die Motive auf meinen ersten Film waren Konzertfotos der Beach Boys, Parkplatzmauern, meine Freundin im Badezimmer, meine Mutter, mein Klavier", erinnert sich Adams. Diese beiläufigen Dinge um ihn herum beschäftigten Adams, bevor er Stars ablichtete.
Der direkte kollegiale Zugang zu vielen bekannten Persönlichkeiten mache viele Bilder zu sehr intimen, intensiven Studien, so Elton John im Vorwort zum Ausstellungskatalog. Hier ein Bild des deutschen Schauspielers Udo Kier. Für ein Porträt des Schauspielers Mickey Rourke wurde Adams 2006 mit dem Lead-Award in der Kategorie "Porträtfotografie des Jahres" ausgezeichnet. 2012 erhielt er einen weiteren Lead Award. Die Ausstellung im NRW-Forum läuft bis zum 22. Mai 2013.
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