"Glück auf" - die Kulturhauptstadt eröffnet am 9. Januar 2010 trotz bitterer Kälte und Sturmtief "Daisy". Auf der Zeche Zollverein in Essen gibt es eine große Eröffnungsfeier.
Die Eröffnung des Ruhr Museums in der ehemaligen Kohlenwäsche auf Zeche Zollverein ist der erste Höhepunkt der Kulturhauptstadt. Besucher erfahren alles über die Geschichte des Ruhrgebiets. Ein besonderes Ausstellungsstück ist die Jacke des Duisburger Tatort-Kommissars Schimanski.
Links zum Bild
Das größte Theaterprojekt der Kulturhauptstadt: Odyssee Europa. Sechs Schauspielhäuser im Ruhrgebiet erzählen den Epos neu. Die Gäste können ein ganzes Wochenende voller Hochkultur buchen und schlafen nicht im Hotel, sondern bei echten Ruhrgebiets-Gasteltern.
Gelbe Ballons über allen ehemaligen Zechen im Ruhrgebiet: Die Aktion Schachtzeichen lockt im Mai viele Neugierige - allerdings spielt das Wetter den Organisatoren einen Streich - es ist viel zu windig.
"Das schönste Museum der Welt" - das Museum Folkwang zieht in einen Neubau - gestaltet von Stararchitekt David Chipperfield. In der ersten Sonderausstellung werden Bilder und Skulpturen gezeigt, die von den Nazis als "entartete Kunst" deklassiert und verkauft wurden.
Für Dortmund sollte der U-Turm das Vorzeigeprojekt zur Kulturhaupstadt werden. Zur Dortmunder Local Hero-Woche im Mai ist das ehemalige Brauereigebäude allerdings immer noch eine Baustelle.
Künstler Jochen Gerz hatte die Idee zu dem Projekt "2-3 Straßen". In Dortmund, Duisburg und Mülheim dürfen die Teilnehmer ein Jahr lang mietfrei wohnen. Einzige Bedingung: Sie müssen jeden Tag einen Text schreiben. Die Texte will der Künstler als Buch herausgeben.
Ein gigantisches Sing-Spektaktel ist der "Day of Song" im Juni, bei dem überall im Ruhrgebiet Chöre aus aller Welt mitmachten. Das Finale findet in der Schalke-Arena statt.
Die längste Tafel der Welt - am 18. Juli 2010 ist die A40 einen Tag lang für die Aktion "Still-Leben" gesperrt. Auf der einen Spur feiern die Menschen ein entspanntes Volksfest mit Picknick, auf der anderen Spur stehen die Radfahrer auch mal im Stau.
Eine Woche später kommt es zu der Katastrophe, die die Menschen weltweit schockieren wird: Bei der Loveparade in Duisburg werden Menschen zu Tode gedrückt, in den Tagen danach steigt die Zahl der Todesopfer auf 21. Ruhr 2010-Geschäftsführer Fritz Pleitgen plädiert dafür, dass die Kulturhauptstadt trotzdem zu Ende geführt wird.
Melez ist der Name eines Zuges, der quer durch das Ruhrgebiet fährt und nicht nur die einzelnen Städte sondern auch unterschiedliche Kulturen miteinander verbindet.
Links zum Bild
Erste Bilanz zur Kulturhauptstadt: Ruhr 2010 steuert auf einen Besucherrekord in der Geschichte der Kulturhauptstädte zu. Ruhr 2010-Geschäftsführer Fritz Pleitgen: "Die Kultur hat gezeigt, dass sie wie Fußball die Menschen begeistern kann."
Diese Seite speichern oder weiterempfehlen