David Kugelmann glaubt nicht, dass sich durch eine Rede des Bundespräsidenten die Integration verbessern lässt. "Inzwischen ist es aber so, dass der Islam ein Teil Deutschlands ist", meint der Kölner. Durch die mangelhafte Integrationspolitik der vergangenen Jahre habe sich das aber sehr lange hingezogen.
Ilhan Zentinkaya ist skeptisch, was die Rede des Bundespräsidenten betrifft und sieht nicht, dass der Islam fester Bestandteil Deutschlands sei. "Dann hätten wir nicht die Diskussion um die Minarette."
"Die große Moschee wird hier in Köln an der Inneren Kanalstraße gebaut", sagt Sabine Gerberich. Dies ist für die Kölnerin ein deutliches Zeichen, dass Deutschland ein offenes Land für Religionen ist. Sie unterstützt Christian Wulffs Aussage zum Islam in Deutschland.
"Weder mutig noch innovativ", findet Jürgen Kirch die Aussage des Bundespräsidenten. Christian Wulff habe nur das Richtige zur richtigen Zeit gesagt.
Michael Stempfle hofft, dass die Worte des Bundespräsidenten in den Köpfen der Menschen ankommen. "Dass die nicht immer nur alles ablehnen, sondern sich mit dem Thema beschäftigen."
Mit der Rede wollte Wulff das Gefühl der Deutschen für die Integration wecken, meint Franz Redder. Der Solinger stimmt dem Bundespräsidenten zu, dass der Islam ein Teil der Gesellschaft sei.
"Ich teile diese Auffassung definitiv nicht", sagt Uwe Krieger zur Rede von Christian Wulff. Dennoch begrüßt der Kölner, dass der Bundespräsident am Tag der Deutschen Einheit dieses Thema angeschnitten habe. Die damit angestoßene Diskussion sei sehr wichtig.
Zehra Kale (links) und ihre Freundinnen verfolgen die Integrationsdebatte schon seit Wochen. Die 28-jährige Dortmunderin ist selbst Muslima und wünscht sich, dass die verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen mehr aufeinander zugehen würden.
Rahmi Ari ist in Deutschland aufgewachsen und betreibt mittlerweile seinen eigenen Döner-Imbiss in der Dortmunder Nordstadt. "Ich habe in den vergangenen Jahren beobachtet, wie sich der Stadtteil zum Negativen verändert hat", sagt er. "Hier wird überhaupt nichts getan."