Für lau: Kostenlose Ausflugsziele

Stand: 30.08.2023, 06:00 Uhr

Reisejournalistin Antje Zimmermann hat attraktive Ziele im Gepäck, die das Portemonnaie nicht belasten. Kunst entlang des Emscher-Radwegs, den japanischen Tempelgarten in Düsseldorf oder die Mittagspause in der Philharmonie Köln.

Emscher-Radweg

Der Emscher-Radweg beginnt an der Quelle in Holzwickede und geht bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken. Entlang der Strecke gibt es grüne Industrieanlagen, historische Parks, Wassertechnik, künstliche Halden und lebendige Natur zu erleben und zu genießen. Kunstobjekte am Wegesrand sind oft nicht auf Anhieb zu erkennen.

Die Route ist flach und familienfreundlich, größtenteils autofrei und insgesamt 100 Kilometer lang. Die erste Hälfte der Emscher wurde bereits aufwändig renaturiert. Sie führt Radler:innen vorbei an grünen Oasen. Der Unterlauf der Emscher dagegen ist noch immer eher ein Abwasserkanal. Aber auch hier soll schon bald die Natur ihren Platz zurückerobern.

Japanischer Tempelgarten

In Düsseldorf lebt die größte japanische Gemeinde auf dem europäischen Festland - circa 8.000 Japaner. Sie bilden in Düsseldorf eine eher kleine Gruppe ausländischer Bewohner, sind aber in der Stadt präsent. Rund um die Immermannstraße gibt es japanische Restaurants, Supermärkte, Buchläden und jede Menge japanisches Flair.

Im japanischen Garten in Düsseldorf kann man die Seele baumeln lassen. | Bildquelle: WDR / Antje Zimmermann

Im japanischen Garten im Nordpark treffen sich regelmäßig die Mangafans. Und im Stadtteil Niederkassel eröffnete 1993 das EKŌ-Haus. Als religiöses und kulturelles Zentrum hat es einen buddhistischen Tempel, japanische Gärten und ein Haus im traditionell japanischen Baustil mit einem Teeraum. Es bietet Teezeremonien an oder Einführungen in traditionelle japanische Künste wie Tuschemalerei, Kalligrafie oder Ikebana. Die Anlage ist eine Oase in der Stadt und besticht wie auch der japanische Garten im Nordpark durch konsequente Bepflanzung im japanischen Stil.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13 bis 17 Uhr.

Batnight

Wer Fledermäuse in natura sehen will, sollte die Batnight nicht verpassen. | Bildquelle: picture alliance / blickwinkel/AGAMI/T. Douma

Jedes Jahr am letzten Augustwochenende organisiert der NABU Fledermausbeobachtungen, auch in den Städten. Dort bevorzugt in Parks mit Seen. Wasserfledermäuse sind hier relativ häufig. Auch der große Abendsegler ist zu sehen. Experten klären über die faszinierenden Tiere auf, stehen für Fragen zur Verfügung und haben auch Bat-Detektoren dabei, mit denen man sogar die Ultraschalllaute der Fledermäuse hören kann. Alle 20 in Nordrhein-Westfalen vorkommenden Fledermausarten stehen auf der „Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten”. Nahrungsmangel und zu wenig geeignete Unterkünfte machen ihnen zu schaffen.

Musikpause in der Kölner Philharmonie

Musikliebhaber können an festgelegten Terminen dem WDR-Sinfonieorchester lauschen. | Bildquelle: WDR / Peter Adamik

30 Minuten kostenloser Musikgenuss beim Probenbesuch: Eine halbe Stunde vom Alltag abschalten, die Mittagspause oder den Stadtbummel unterbrechen. Zu festgelegten Terminen kann man zum Beispiel dem Gürzenich-Orchester oder dem WDR-Sinfonieorchester bei den Proben zusehen und -hören. Es gibt keinen Dresscode, auch die Musiker kommen in Straßenkleidung, die Konzerte selbst sind aber professionell. So kann man Musikgenuss erleben, auch wenn die Konzerte ausverkauft sind.


Kostengünstige Ausflugsziele Hier und heute 30.08.2023 10:54 Min. Verfügbar bis 30.08.2025 WDR