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GroKo am Ende: Ach, war das schön!
06. Juli 2017 15:35
Satte Mehrheiten, lange Redezeiten – und eine Opposition, die man jederzeit im Griff hatte. Das waren paradiesische Zustände für Schwarz-Rot! Ein Schwanengesang auf die Große Koalition in Berlin.
Hans Holtz
Re: GroKo am Ende: Ach, war das schön!
07. Juli 2017 17:00
Die Groko ist am Ende? Wer's glaubt, wird selig...
Frank
Re: GroKo am Ende: Ach, war das schön!
09. Juli 2017 23:38
Groko am Ende? Wohl eher die Demokratie am Ende!

Wenn Maas sein Netzwerkdurchsetzungsgesetz beschlossen wird, wovon ich ausgehe, können wir das Grundgesetz recyceln, schont man sogar die Umwelt...
Sieht ja fast so aus, als wenn das "Heimtückegesetz" aus dem Jahre 1934 zu Vorlage genommen und modernisiert wurde.

Das wurde in den letzten Tagen beschlossen:

– Unliebsame Meinungen können innerhalb von 24 Stunden unter Strafandrohung von 50 Millionen Euro zensiert werden.

– Regierung darf Staatstrojaner auf den Computern und Smartphones der Bevölkerung installieren. Hiermit können Kameras und Mikrofone eingeschaltet werden. Beispiel: Wenn Ihr Nachbar als sogenannter „Reichsbürger“ einzuschätzen ist und sie einmal mit ihm gegrillt haben, dann haben Sie auf einmal den Staatstrojaner auf ihrem Rechner

– Auflösung des Bankgeheimnisses und schrittweise Abschaffung des Bargeldes.

– Fahrverbote wurden ausgeweitet, sie gelten jetzt zum Beispiel auch für „Hate Speech“ im Internet. Mit anderen Worten, wenn Du nicht mehr systemkonform bist, kannst Du den Führerschein verlieren.
Lisa Brandt
Re: GroKo am Ende: Ach, war das schön!
10. Juli 2017 23:35
„Groko“ – Was sich da alle paar Jahre zusammentut, unwichtig. Und etwa am „Ende“ - jahrzehntelanges Dilemma durch CDU und Orgelpfeifen?...
Dies wird wohl noch dauern – kommt auf den Teil unserer Bevölkerung an, welche immer noch nicht genug hat und auf die Bürgerrechtsbewegungen,
welche noch am Anfang stehen. Da wird offizielle Gesinnungsschnüffelei noch eines der harmloseren Mittelchen sein, um Gefolgschaft auf „Spur“ zu halten.
Diese älteste Methode zählt insgeheim schon immer zum Einmaleins von Regimen.

Damit erübrigt sich schon die obige Frage:“Demokratie am Ende?“

Demokratie wird wohl erst noch zu schaffen sein. Leider hängen sich an jede Bewegung gern auch Trittbrettfahrer an, welche mit Randale
und Chaos diese Ziele in Misskredit bringen und behindern. Dass ist dann eben Wasser auf die Mühlen des Regimes, mittels Generalverdacht alle demokratischen Strömungen niederzuhalten.
Matze
Re: GroKo am Ende: Ach, war das schön!
12. Juli 2017 10:31
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 146: "Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist."

Es wird höchste Zeit, dass das Grundgesetz durch eine Verfassung ersetzt wird, die von dem deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen wird. Die Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands liegt ja nun schon ein paar Jahre zurück, falls man nicht noch auf Sudetenland, Ostpreußen und Oberschlesien warten will.
Matti Illoinen
Re: GroKo am Ende: Ach, war das schön!
18. Juli 2017 14:17
Statt "Ach, war das schön"? Ach wäre das schön"!!!!
verpasst.eu@gewusst.de
Re: GroKo am Ende: Ach, war das schön!
19. Juli 2017 22:04
Oppositionen, welche Regime jederzeit im „Griff“ haben oder hatten? Ja, wahrscheinlich sind die derzeitigen Umstände sehr diffus. Für jeden Bürger übersichtliche, verständliche und vor allem zu akzeptierende Staatsführung und Politik sind immer noch weit weg. Eher scheint eine Verhärtung und Konfrontation gegen das Volk unausbleiblich.

In der BRD ( nach Eingliederung Mitteldeutschlands) lebt erstmals seit den zwanziger Jahren des vorigen Jhdt. die echte Bürgerrechtsbewegung wieder auf. Zuviel Rechtsunsicherheiten, Regierungsfehler und Bevormundung der deutschen Menschen werden wohl nicht weiter stillschweigend hingenommen.

Die letzte Versammlung der Regime in Hamburg sollte machtsymbolisches Prozedere darstellen. Ein weiterer Kardinalfehler zwar, aber aufgrund der massiven Proteste der deutschen Menschen gleichzeitig Anlass der Adenauer-Kohl – Ära für nächste Restriktionen und Drohungen.
Ein Vertreter der Administration versuchte danach in Dresden, Zwickau usf. Maßnahmen zur vorgesehenen „Regulierung „ von Meinungsfreiheit seinen Anhängern einzubleuen. Natürlich protestierten die deutschen Bürger dagegen. Der Polizeipräfekt von Dresden dazu : …Pöbel….

Tja, alles was deutsche Bürger zurecht am Regime bemängeln und erforderlichenfalls doch mal effektiv Nachdruck verleihen müssen, wird als Pöbel bezeichnet – und, nicht auszuschließen , nach „alter“ traditioneller Manier unterdrückt.

Wie es dann noch mit einer endlich zu erreichenden Demokratie bestellt sein wird – dies rückt augenblicklich wohl in weite Ferne.

Außer – im September bringen kluge Leute endlich die erlösende Alternative auf den Weg.
Stefan Krefeld
Re: GroKo am Ende: Ach, das könnte schön sein!
20. August 2017 14:01
Ach, das könnte schön sein.
Ich kann's kaum erwarten.
Was wär der Kompost fein
mit der Groko im Garten.

Die privatisierte Reichs-Zensurkammer des Herrn Maas könnte man dann wieder abschaffen.
Wenn man die Vernichtung der daran hängenden Arbeitsplätze in Kauf nimmt.
(Oha! Gewerkschaften für Zensur, wegen der Jobs.... - Das muss man mal weiterdenken!)

Von der Arbeitsministerin bleibt nur ihr Name auf einem Bushaltestellen-Schild
zwischen Hengasch und Dümpelbach.

Der Dobrindt geht nach Babelsberg ans Filmmuseum, als großkarierter Synchronsprecher für Stummfilme.

Von der Laien macht Ahnenforschung und kauft sich sodann einen Webstuhl.

Schäuble bleibt im Finanzministerium, bekommt eine alte quietschende Kette und erscheint nur noch nachts.

Siggi bekommt seine eigene Wursttheke, direkt neben der Käsetheke vom Altmaier.

Der Gesundheitsminister probt mit den Landwirtschaftsminister eine Zwei-Personen-Stück in tausend Akten:
"Wir fliegen über das Hühnernest, essen, umgeben von Eiter-Schweinen, die giftigen Öko-Quäl-Eier und spielen dazu auf einer Glyophosat-Kanister-Orgel den Goldenen Reiter"

Der Innenminister arbeitet als Hilfskindergärtner:
"Wenn ihr nicht artig seid, dann nenne ich euch noch mehr Teil-Antworten zum Unter-dem-Bett-Monster, die euch heute Abend sehr beunruhigen könnten!"

Die Bildungsministerin darf für den Rest ihrer Tage im Blau- und Weißmann (Hoch-)Schulen renovieren.

Und Last but not least:
In MäcPom muss kein Kind mehr Angst haben.
Die Schiffschaukeln werden wieder fachgerecht gebremst.
Mit dem Rautengriff am Bremshebel...!

Ähhh...
Achja.
Frau Hendricks.
Nun...
Die kommt aus Kleve
Wohnt also neben Ronald Pofalla
Das ist schon schlimm genug...!
Mit dem Bandera-Gruß "Slawa Ukraini" beglückwünschte Gabriel die UA-Regierung zum Unabhängigkeitstag. Diese wirklichen nationalistischen Verehrer Banderas, die zu Lebzeiten zusammen mit Hitler kämpften, hunderttausende Polen, Juden und Russen abschlachteten und sich heute "Rechter Sektor" nennt, sind die radikalen Gruppen, die seinerzeit auf dem Maidan das Blutbad anrichtete und und und. Die 1943 neuaufgestellte ukrainische Waffen-SS Division "Galizien" benutzte diesen Gruß ebenfalls. Tja, da hat wohl der Fettleibige von der Gesinnung seines Vaters mehr geerbt als er uns glauben machen will. Außenminister Gabriel, Geschmack, Taktgefühl, diplomatisches Geschick, Fehlanzeige aber unermüdlich weiter im Kampf gegen Rääächtsch, immer nach dem Motto; wer Nazi ist bestimme ich...
"Als ich 10 Jahre alt war, wollte mich eine Lehrerin zur Sonderschule schicken, weil ich angeblich zu dumm war und zu viel Ärger machte."...aus Siggis Lebenslauf, dem ist wohl nichts hinzuzufügen...
Silvio Trommer, Hamburg
Re: GroKo am Ende: Ach, das könnte schön sein!
06. September 2017 20:16
Frank schrieb:
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> beglückwünschte Gabriel ....
> der Fettleibige ...
> Gesinnung...
> nichts hinzuzufügen...
GroKo am Ende: Ach, das könnte schön sein!

Und? Was wäre denn da anders durch jene, welche bisher den Schwarzen gedienert hatten? Weiter Krieg - was sonst!

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Ein wenig Leben kommt in die derzeitige gesellschaftliche, politische Konstellation. Überwiegend macht sich leider nur Ärgerniß über den einen oder anderen Führungspolitiker in der Merkeladministration Luft. Laute Forderungen für deren schnelle Ablösung und offenes Eintreten für den Ausweg für Deutschland in die Demokratie bleiben nach wie vor aus.
Angst? Scheint evtl. ein Argument zu sein. Jedoch Angst und Bedenken müßten sich eigentlich?! schon bei jedem Bürger anhand der BRD - Politik längst eingestellt haben.

Deutschland führt Krieg in anderen Ländern, die Reichenprotze werden immer frecher und fetter, Konzernmißmanagment wird geschützt und nicht hinter Gittern gebracht, Kinder – Altersarmut nimmt zu, der Mittelschicht geht es zunehmend schlechter, Bürokratie wird immer undurchsichtiger, Probleme werden zusätzlich ins Land eingeladen, Deutsche sind in Millionenzahl arbeitslos – ob 2,5 Mio oder mal auch 5 Mio, völlig wurscht, Familiengründungen sind Risiko, bleiben aus, werden verschoben, Nachwuchs wird seltener……

Listen ohne Ende vom Disaster. Eine Meinung haben ist schon gut. Einer Meinung Nachdruck verleihen schon besser. Die Zukunft nicht wieder den gleichen Vereinen überlassen am besten.

Denn dann spielen sich genau die gleichen Szenarien ab wie bisher – und es wird wieder geschimpft wegen dem und wegen das.
Antonia Unsinn, Hamburg
Re: GroKo am Ende: Ach, das könnte schön sein!
23. September 2017 08:21
Silvio Trommer, Hamburg schrieb:
Eine Meinung haben ist schon gut. Ja welche ist denn die ihrige?
Angst? Scheint evtl. ein Argument zu sein?
Silvio Trommer, Hamburg
Re: GroKo am Ende: Ach, das könnte schön sein!
27. September 2017 23:34
Antonia Unsinn, Hamburg schrieb:
-------------------------------------------------------
> Silvio Trommer, Hamburg schrieb:
> Eine Meinung haben ist schon gut. Ja welche ist
> denn die ihrige?
> Angst? Scheint evtl. ein Argument zu sein?


Phrasen als Anmache? Geschenkt!
Noch ist das Forum nicht für Blindenschrift ausgelegt. Aber evt. versuchen Sie es doch noch mal mit Brille und versuchen zumindest zu LESEN. Ist aber für alle anderen hier auch völlig wurscht. Alles braucht eben seine Zeit. Ich brauche wegen derartiger Entgleisungen wenigstens nicht nachfragen, wer alles weiter so gleichgültig mit dem Slogan "Deutschland geht es so gut wie nie" auf der Stirn durchs Land rennt.
Brrr!

Groko am Ende ist das eigentliche Thema des Forums Monitor! Obige Populisten/innen nutzen ja gern alle Themen und Foren für ihre abartigen Absonderungen, um User zu beleidigen oder zu verhöhnen. Eine Erscheinung, welche die Menschheit dank oder wehe Internet wohl so bald nicht mehr los wird.
Zum Thema: Die grauliche Wahrscheinlichkeit, dass alles bleibt wie es ist, hat sich nur leicht verringert. Nach dem Wahlspektabel folgen wie gewohnt Schuldzuweisungen, Personalrangeleien und und und.

Eine „Neue“ Regierung wird es so oder so schon geben. Jedoch – die „Neue“ wird nur eine Mutation der „Alten“ sein. Nicht nur meine Meinung, sondern die auch vieler deutscher Menschen: Wenn immer mehr zugelassene Ungerechtigkeit das Fass Gegenwehr zum Überlaufen bringt, liegt es nahe, einen einzig noch verfügbaren Ausweg nicht zu verweigern. Das Ergebnis gibt der Zukunftsbewegung engagierter Bürger schon gute Hoffnung. In Land Sachsen hat die Versagerklatsche am besten gewirkt. Prima. Problematisch bleiben schon die zunehmenden verqueren Ansichten und Angriffe der populistischen Machtvereine der BRD und ihrer Schaltzentralen wie Militär, Polizei, Schnüffelgeheimdienst, der Wahrheitsmedien . Personenkult hat auch hier seit Adenauer feste Positionen umklammert. Ist ein ehrliches Umdenken ohne Wendehälse überhaupt vorstellbar? Meine Meinung – wir Demokraten müssen es aushalten und haltsuchenden Menschen helfen.

Wie soll, wie kann sich jemals in Deutschland Demokratie entwickeln, entfalten? Dafür wird wohl niemand das Rezept kennen, sonst hääten wir sie ja. Aber im ernst: Meine Meinung – Weltweit ist ein Umdenken der Menschen zu ihren bestehenden gesellschaftpolitischen Strukturen angefangen.

Wo noch Kriege herrschen, haben diese Menschen regionales Interesse an Stabilität und die Chance zum unmittelbaren Übergang in Recht, Freiheit und Frieden. Dort wo Systeme, wie in Deutschland , seit Jahrzehnten alte starre Machtapparate zum Eigenwohlstand unterhalten, ist eine fortschrittliche Zukunft wesentlich schwieriger. Leicht an dem immer noch dominierenden Zuspruch für die klerikale Sippe um CDU/CSU und ihrer Vasallen zu erkennen.

Klar, im dem sozialen, humanitären und eben auch politischem Distaster, welches mittlerweile unübersehbar die gesamte Erde ergriffen hat, „geht“ es Deutschland und einigen anderen Völkern vergleichsweise verhältnismäßig wirklich noch gut.

Aber wie lange? Echte Überzeugung und der Willen für Veränderung kann , nein muß vorher im Kopf stattfinden.

Dafür gibt es leider noch zu wenig Anzeichen – auch hier im Forum. Sonst brauchte man nicht, wie oben schon erwähnt, kleingeistischen Schwachsinn und hohles Gelaber immer wieder schreddern müssen.
Die Bilder der Polizeigewalt, die man beim gestrigen Referendum zur katalanischen Unabhängigkeit sehen musste, dürften für viele Europäer ein Schock gewesen sein. Gerade weil diese Bilder zeigen, dass Demokratie nur dann eine Demokratie in Europa sein darf, wenn es den Interessen der Granden dient. Man mag zu den Bestrebungen Kataloniens stehen wie man will, man muss sie weder gut noch schlecht heißen… es reicht im Grunde genommen bereits die Tatsache, dass unsere Politiker bereit sind, mit extremer Gewalt gegen Menschen vorzugehen, die eine andere Meinung oder ein anderes Ansinnen verfolgen, das politisch nicht "auf Linie ist".
Was die "Groko" betrifft: Schuldzuweisungen aller Art, nur die Bundesraute, die für das größte CDU-Wahldesaster in der Geschichte gesorgt hat steht außen vor! Merkwürdig ist das schon....
discovery learning
Re: GroKo am Ende: Ach, war das schön!
02. Oktober 2017 22:49
Die Redaktion schrieb: Groko am Ende?
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> Satte Mehrheiten, lange Redezeiten – und eine
> Opposition, die man jederzeit im Griff hatte. Das
> waren paradiesische Zustände für Schwarz-Rot! Ein
> Schwanengesang auf die Große Koalition in Berlin.

Bei weitem nicht. Wahlschlappen vergessen. Neu aufstellen. Bürger ernst nehmen. Mitbewerber der Macht im Visier haben. Yellowpresse beruhigen. Internationalen Konflikten und Terrorakten Informationsvorrang gönnen. Weiswaschen angesagt.

Unpassend sowieso – jetzt entwickelt sich auch noch eine echte Opposition im „Paradies“ .

Was geht ab? Selbstbewußtsein erwacht - gegen Betonköpfe?

Schottland hat die Schnauze voll von England – die Kurden von ihren Türken – die Basken schon öfter von Madrid und jetzt die Katalonier auch noch.
Außergewöhnlich, dass die Bayern für staatliche Eigenständigkeit noch keine Anstalten machen wollen, wofür Deutschland eigentlich volles Verständnis hätte.
Und Mitteldeutschland?

Nein – den Jubelfeiern zur Wiedereingliederung Mitteldeutschlands darf kein Makel anhaften. Eherne Regel: Wenn der Kahn auch am Absaufen ist, Kapitäne, egal welchen Mist sie auch fabriziert haben, bleiben an Bord.
Lisa Rothenburg
Re: GroKo am Ende: Ach, das könnte schön sein!
03. Oktober 2017 06:03
Silvio Trommer, Hamburg schrieb:
Obige Populisten/innen

Merkwürdig, schon wieder so ein aufrechter Kämpfer für Demokratie, Erneuerung und Gerechtigkeit, der die Missstände mutig und schonungslos anprangert. Wer ihnen harmlose Fragen stellt ist für sie ein "Populist"? Wodurch fühlen sie sich eigentlich beleidigt oder verhöhnt? Abartige Absonderungen, was genau ist denn damit gemeint? "Populisten", das Unwort, womit sich die Kartellparteien unliebsame Meinungen vom Halse halten wollen. Sie schießen ja mit Kanonen auf Spatzen, wozu? Ihr Jargon zeugt auch nicht gerade von einer guten Kinderstube! Ich als kleines naives Blondchen, würde sowas einfach glatt überlesen! So ein mutiger, aufrechter Internetrevoluzzer, wie sie sich jedenfalls darstellen, denunziert bei der Monitorredaktion, dass zeugt nicht unbedingt von Seriosität! Oder liegt ihnen das denunzieren? Allerdings würde ich nicht so weit gehen wollen, ein Stinktier noch zu überstinken! Werden sie mich nun auch beleidigen und denunzieren?
Zum Thema: Groko am Ende, Jamaika steht drohend am Himmel, alles geht wie gehabt weiter...auch mir ist aufgefallen, dass die BKrin sich keinerlei Kritik zu stellen brauch...
Hypolit
Re: GroKo am Ende: Ach, das könnte schön sein!
03. Oktober 2017 16:52
Vergangene Woche verkündete Andrea Nahles anlässlich ihrer Wahl zur neuen Fraktionsvorsitzenden der SPD, sie und ihre Partei planten, „der CDU voll in die Fresse“ zu geben. Wenig überraschend wurde dieses kämpferische Statement in den folgenden Tagen gerne kolportiert und genauso wie Gaulands vorhergehendes Statement, man werde „Merkel jagen“ als Indikator für eine verrohende politische Kultur in Deutschland ausgemacht.
Tatsächlich aber haben diejenigen Kommentatoren Recht, die in beiden Zitaten eher ein Ende des deutschen Sonderwegs der letzten zehn Jahre mit seiner Konsens-Demokratie ausmachen als ein Abrutschen des Staatswesens in die Anarchie. Noch in den 1980er Jahren hätte sich über diese beiden Kommentare niemand aufgeregt, und Rudolf Scharping versprach 1994 schließlich auch, Helmut Kohl „jagen“ zu wollen. Das Problem mit Nahles‘ Spruch ist aus meiner Sicht ein anderes.
Die Strategie hinter dem „Fresse“-Kommentar ist relativ klar: die SPD muss sich kämpferischer und oppositioneller geben als sie dies seit 2005 getan hat, gewissermaßen mehr Schröder und weniger Steinmeier. Die Idee ist, dass eine aggressive und assertive SPD in der Wählergunst steigen werde, dass man ihr quasi die Blutlust ansehen müsse, mit der sie nach einer Ablösung einer dann hoffentlich altersschwachen CDU lechze, eine Neuauflage von 1998 gewissermaßen. Und das ist auch alles nicht falsch. Was bei mir ein unangenehmes Bauchgefühl hinterlässt ist die Konnotation des Kommentars.
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