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Krankenpfleger gegen Kanzlerin
14. September 2017 17:06
Alexander Jorde hat die Kanzlerin bei der Wahlarena herausgefordert. Der 21-Jährige schilderte dramatische Zustände in deutschen Krankenhäusern. Von der Kanzlerin ist er enttäuscht, weil sie nichts am Pflegenotstand in Deutschland geändert habe. MONITOR hat den jungen Mann an seinem Arbeitsplatz besucht.
Pragmatiker
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
14. September 2017 18:40
Es ist leider so. Die einzige Aktion der Kanzlerin, die entscheidende Änderungen brachte, ist ihre spontan angeordnete Willkommenskultur gewesen. Die wirkt auch noch sehr lange nach... Aber die Groko hat keinerlei Lösungen geschaffen für das von dem jungen Mann angeprangerte Problem, noch bei der Bekämpfung von Kinder- und Altersarmut. Gerede und Diskussionen zählen ja nicht als Maßnahmen. Das hätten schon straffe Taten sein müssen. Und wenn die Regierungsparteien sowas in vier Jahren nicht taten, können die vor der Wahl noch so viel erzählen - die packen das nie!
Hermann Spitznagel
Befristete Arbeitsverträge
14. September 2017 22:07
In der heutigen Ausgabe kam die Aussage, dass jedes 2 Arbeitsverhältnis befristet sei.

Das ist schlicht falsch.

Lt Bundesamt für Statistik waren 2016 "nur"8,6 % der Arbeitsverträge der über 25 jährigen befristet, allso nicht jeder 2, sondern nur jeder 12.

vermutlich nur ein (absichtlicher???) Versprecher
Bruno Schillinger Safob
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
14. September 2017 22:14
Da sieht man halt wieder, wie sich ALLE Politiker ihre eigene heile Welt konfabulieren. Was bei deren Vollversorgung plus privater Krankenversicherung auch sehr einfach ist. Besonders wenn das von anderen Menschen bezahlt wird.

Zur Ergänzung - der 2 Satz in Artikel 1 ist ebenso wichtig:
Art. 1: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung ALLER staatlichen Gewalt."

Oder die Menschenrechte 'Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.'

Von der UN Behindertenrechtskonvention (Bundesgesetz seit 2009) ganz zu schweigen.

Und aus CDU Grundsatzprogramm 'Die Würde des Menschen - auch des ungeborenen und des sterbenden - ist unantastbar.' [/QUOTE]
Dieses Zitat aus dem CDU Programm wurde uns explizit in einer Antwortmail von einer Frau Merkel, Angela zugesandt (schon etwas her). Sobald man aber darauf Bezug nimmt, fangen alle CDU Typen das rennen an........... noch schneller wie bei Grundgesetz, Menschenrechten.
Elektro reiner
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
14. September 2017 23:14
Habe ich in der Realität alles anders erlebt.Arbeite seit 17 Jahren in Seniorenheimen und Hospize im Raum Berlin als Fremdhandwerker.Das Pflegepersonal wird im grossen und ganzen gut bezahlt für die nicht einfache Arbeit,haben aber jede Menge Zeit für Raucherpausen und die Nachtschichten sind ruhig.Würde Herrn Jorde mal 1-2 Monate Baustellenpraxis empfehlen ,bei Minusgraden ,Termindruck,Baustellenklo , keine Fenster ,Kein Aufzug und nur am Wochenende zu Hause.Es fehlen so viele Pflegekräfte? Im Berliner Stadtteil Wedding lebt
Jeder zweite von Sozialleistungen,warum kann man die Leute nicht motivieren als Hilfspfleger?
Mit fr.Grüssen R.K.
Renate
Re: Befristete Arbeitsverträge
14. September 2017 23:44
Es um neue Arbeitsverträge die geschlossen wurden und da ist jeder zweite befristet. Und mit der Statistik des Bundes wissen ja wir wie das ist 2,5 Millionen Arbeitslose, Kranke in Maßnahme es gibt zig Anlässe um Arbeitslose herauszurechnen. Besser informieren!!!
D.H.
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
15. September 2017 08:04
Auch die Situation die der junge Krankenpfleger beschreibt ist ein weiterer Beweis, dafür, dass bei den deutschen Politikern lediglich die Menschenwürde andrer unantastbar ist – die der deutschen schon.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass hier von mir, keine Hass auf Ausländer geschürt werden soll. Der Hass wird von Politikern geschürt, weil:
Menschen in Alten- und Pflegeheimen werden wie der letzte Dreck behandelt und das nicht erst seit der Flüchtlingskriese. Die Manager dieser Einrichtungen stecken sich Monat für Monat tausende Euros ein. Die wirklich arbeitenden erhalten einen Hungerlohn. Dies mit dem Wissen der deutschen Politiker, weil die Situation schon hundertfach beschrieben und angemahnt wurde. Investoren sind dazu von ihren Invests in die Alten-/Pflegeimmobilien restlos begeistert, weil sie bis zu 10% Rendite einfahren, mit Wissen der deutschen Politiker.
Sozialer Notstand herrscht aber nicht nur in der Kranken- und Altenpflege, sondern generell in der Sozialpolitik!
Wie kann es sein, dass bei der Arbeitslosigkeit der Zeitraum wie lange in diese Absicherung eingezahlt wurde überhaupt nicht berücksichtigt wird?
Wie kann es ein, dass auch bei Harz VI es überhaupt keine Rolle spielt, wieviel und wie lange die betreffende Person in die Sozialkassen einzahlte und wieviel Beiträge gezahlt wurden UND wieviel Steuern gezahlt wurden?
Der deutschen Politik sind diese Ungerechtigkeiten SCHEISS EGAL, weil sie als Beamte nie davon betroffen sein können.
Auch die dadurch entstehenden Ressentiments nehmen die Politiker hin und schieben alles was in dieser Hinsicht mahnend an die Politiker gerichtet wird in die rechte Ecke.
Die Reaktionen von Frau Merken auf die konkreten Fragen von Alexander Jorde decken Parallelen zu H. Kohl auf, auch er war ein Meister im Verdrängen und aussitzen – Politikern passiert hier in Deutschland doch nichts- rein gar nichts. UND DAS gebetsmühlenartige wiederholen von „Deutschland ist ein reiches Land“ triff vor allem auf die Politiker zu, die sich bei Diätenerhöhungen und sonstigen Zuwendungen und Vergünstigungen immer einig sind.
D.H.
Re: Befristete Arbeitsverträge
15. September 2017 08:06
Glauben Sie tatsächlich den offiziellen Statistiken der Bundesregierung? Das sind alles tatsächliche FAKENEWS der jeweiligen Regierung.
Klaus Keller
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
15. September 2017 09:44
@Hermann Spitznagel, @Renate

Die Suchmaschinen "sagen", fast jede 2. Neueinstellung ist befristet.
Ich finde auf die Schnelle nicht die genaue Formulierung und den Zusammenhang in der Sendung. Wer die Minutenangeba hat, könnte die ja mal bekanntgeben zur Prüfung in der Mediathek.

Vergessen wir bei möglichen Formulierungsfehlern nicht das Gesamtbild, welchen Umfang das Prekariat in Deutschland bereits erreicht hat, und als Folge von z.B. Niedriglohn und Minijobs in Form von verbreiteter Altersarmut noch erreichten wird. Neben der hier angesprochenen Pflege ist ja auch Polizei, Bildung, Straßen kaputtgespart … und und und... (nicht alles an dieser Stelle).

Wir reden nicht über mögliche Gefahren, sondern über die reale Entwicklungen seit Gerd Schröder, fortgesetzt über Angela Merkel. Für mich sind daher Rot-Grün-Schwarz-Gelb bereits unwählbar. Ein Warnung vor diesen Parteien kurz vor der Wahl sehe ich auf Grund eben dieser realen Entwicklungen daher als dringend geboten.

Man sollte sicher auch mögliche Gefahren im Auge behalten.
Eine Warnung vor der AfD wurde in der Sendung ja untergebracht; als Gegenpol hätte man noch ein Opfer des Stalinismus interviewen können als Warnung vor der Linken oder Zeitzeugen der großen Depression als Warnung vor den Etablierten, besonders der FDP.

Bei zu viel Warnungen vor zugelassenen Parteien geht uns allerdings die Demokratie aus; blöde Zwickmühle.
Bruno Schillinger Safob
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
15. September 2017 11:22
@Klaus Keller
Hier in Baden-Württemberg werden sogar die Lehrer befristet eingestellt und rechtzeitig zu den großen Ferien in Hartz IV 'frei'gesetzt.
Achso, war GRÜNTOT und nun GRÜNSCHWARZ unter dem beurlaubten Oberstudienrat (Chemie/Ethik) Ministerpräsident Kretschmann.
'Befristet' wird in Behörden auch oft eingestezt um einen Einstellungsstop zu umgehen - war bei uns bereits 1984 so - dann wurde noch verlängert,
bei gleichzeitiger 'mieser' Arbeit (Rechenzentrum viele Nachtschichten, oder Wechsel zur Nachtschicht in Frühschicht am gleichen Abend, usw.
alles zum "einnorden/auf Linie bringen". Belohnung: Angestellter im öff. Dienst mit Dauermohrrübe 'Verbeamtung'.
Winfried G.
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
15. September 2017 14:04
Redaktion: "Von der Kanzlerin ist er enttäuscht, weil sie nichts am Pflegenotstand in Deutschland geändert habe." - Der "Monitor"-Beitrag war erkennbar mit der heißen Nadel gestrickt, der systemische Hintergrund zum Pflegenotstand fehlte komplett. Wer aber wird wirklich von den Versäumnissen der Kanzlerin in Bezug auf die Pflege überzeugt sein, nur weil ein junger, engagierter Pfleger mit begrenztem Erfahrungshorizont seinen Unmut ventiliert und die Kanzlerin attackiert? Soll das mehr sein als ein Einzelfall?

Die kritischen Argumente des jungen Mannes wurden von Beginn an unter dem Blickwinkel seines "heldenhaften" TV-Auftritts gesehen. Kein Nachhaken, kein Hinterfragen. Aber was bedeutet es wirklich, wenn er als Pfleger nachts von drei Zimmern gleichzeitig Anrufe erhält, die er einen nach dem anderen abarbeiten muss, so dass der letzte Anrufer u.U. gefährlich lange warten muss? Wie lässt sich die Situation praktisch entschärfen? Für jeden Patienten einen Pfleger? - Von Merkel wird man nicht ernsthaft erwarten, dass sie sich im Alltag von Pflegern bestens auskennt. Für sie werden die Erzählungen des jungen Mannes ein bedauerlicher Einzelfall sein, den man mit Billiglöhnern ("Fachkräften") aus Osteuropa oder Syrien leicht beheben kann. Schließlich liegt das Pflege-Thema jenseits der allein selig machenden Fragen wie Produktivität und Wachstum.

Trotzdem: Wir hätten uns gewünscht, dass Merkel dem jungen Mann geantwortet hätte, dass ihre Mainstream-Medien leider nicht über den Pflegenotstand berichten und dass sie deshalb leider nicht ausreichend informiert ist. Ihre Medien berichten ja lieber über Trump, Putin, Erdogan, über den Brexit, Macron und über die böse AfD, vor Holocaust-Opfer in "Monitor" warnen müssen, weil die AfD, in der Nachfolge der NSDAP, offenbar, zumindest nach Meinung von "Monitor", Konzentrationslager errichten und Juden vergasen will.

Auch "Monitor" war am Donnerstag natürlich nicht dazu in der Lage, auch nur einen Hauch von Hintergrund zu dem Thema Pflegenotstand zu liefern und aufzuklären. Stattdessen harmlose, friedliche Impressionen vom ganz normalen Alltag eines jungen Pflegers, der nicht nur von der Politik, sondern auch von den Medien im Stich gelassen wird.
Renate
Re: Befristete Arbeitsverträge
15. September 2017 18:40
Hermann Spitznagel schrieb:
-------------------------------------------------------
> In der heutigen Ausgabe kam die Aussage, dass
> jedes 2 Arbeitsverhältnis befristet sei.
>
> Das ist schlicht falsch.
>
> Lt Bundesamt für Statistik waren 2016 "nur"8,6 %
> der Arbeitsverträge der über 25 jährigen
> befristet, allso nicht jeder 2, sondern nur jeder
> 12.
> Da geht es um neu abgeschlossene Arbeitsverträge und da ist jeder zweite befristet. Wie das ist mit dem Bundesamt für Statistik können wir ja an den Zahlen zur Arbeitslosigkeit sehen Kranke in Maßnahmen u.s.w. sind da rausgerechnet. Sie sollten sich besser informieren. Über eine Million Arbeitnehmer die ihren Lohn aufstocken müssen bei Vollzeitarbeit, soll das so weiter gehen?
Jolle
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
17. September 2017 02:56
Danke für Ihre Sendung und gute Berichterstattung. Danke auch den Produktionsteams für gute Arbeit, ...ist leider selten geworden.

Inhaltlich kann man es wohl auf den Punkt bringen: Homo Hominis Lupo.

Wenn es die post-postmoderne Gesellschaft nicht endlich realisert, dass Fortschritt ebenso Ausgleich erfordert, wird sie mit Höchstgeschwindigkeit vor die Wand fahren.
NF
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
19. September 2017 11:07
Die Frage ist, ob es überhaupt richtig war, das Gesundheitswesen über einer sogenannten freien Marktwirtschaft zu regulieren? Seitdem dieser Regulator im Gesundheitswesen eingedrungen ist, hat alles seinen „normalen“ Lauf genommen; Effizienz, Schlankheit und alle andere Lehre der freien Marktwirtschaft bedeutete im Detail folgendes; einige Beispiele: in den Krankenhäusern wurden zuerst die Betten abgebaut; Gleichzeitig Personal aber auch in allen Bereichen. Krankheiten sind anders eingestuft und die Behandlungszeit vom Patienten reduziert und gesetzlich geregelt, auch die Arbeit des Verwaltungschefs, der ihm nun nur noch um Inputs und Outputs ging. Aber man hat dabei vergessen, dass das Personal oder Patienten keine Maschinen sind und nicht aus dem programmierten Verfahren bestehen, sondern aus Überraschungen, Besonderheiten und Unvorhergesehenen, etc. Arbeitsverträge wurden befristet eigesetzt, oder in Teilzeit umgeschrieben, aber bei Teilzeit-Angestellten wurden Überstunden als normale Arbeitszeit (laut Vertrag) berechnet. Medikamente wurden teurer. Versicherungen haben viele ihre Leistungen gestrichen. Es wurde immer mehr von Zusätzliche Krankenversicherungen gesprochen oder Zusatzrentenversicherungen, aber keiner hat sich gefragt, woher dieses Geld beschaffen und bezahlt werden soll? sie Die privaten Versicherungen für ältere Menschen oder Durchschnittsverdiener wurden unbezahlbar,… bis wir das Zweiklassengesundheitssystem erreicht haben.
Unternehmer der ambulanten Pflege, Kurzzeitpflege, stationären Pflege und Altenheime waren Profiteure und Patienten und das Personal die Verlierer dieses Systems. Einer der gravierenden Fehler war, dass der Unternehmer oder Betreiber in den meisten Fällen gar keine Ahnung vom Medizin oder Pflegepersonal und Intensität deren Arbeit hatte!! Auf einmal der Patient oder der Mensch oder das Personal war nicht mehr wichtig (obwohl das Blaue vom Himmel in den Broschüren versprochen wurde), nur mehr Profit war Gebot der Stunde; sogar Rotes Kreuz oder andere Arbeiterwohlfahrt-Verbände haben nicht mehr direkte Verträge abgeschlossen, sondern durch Zwischenhändler, die am ehesten die Sklaverei ähnelten. Alle Institutionen (Betreiber der Altenheime, Krankenhäuser, Versicherungen, Apotheken oder sonstige Dienstleister und Anbieter) haben angefangen zu tricksen, um mehr Profit zu erzielen.
In dieser Richtung ging es und geht alles weiter und alle Gesundheitsreformen könnten nicht dieser „Trend“ stoppen. Und nun? Fragt man sich, woher alle diese Defizite kommen? Wann und wo will man die Weichen stellen? In welcher Richtung?
Die Frage werde ich nicht nochmal wiederholen, aber meine Antwort lautet: nein; dieses Gesetz ist nicht mit Leben von uns Menschen in allen Bereiche, Beruf, Rente, Krankheit, Soziale, etc. zu vereinbaren.
Die AFD Wähler sollten wissen, dass die AFD die Folge der sogenannten freien Marktwirtschaft ist und, nicht deren Gegensatz. Die AfD nutzt die wachsende Verärgerung über die bestehenden Verhältnisse aus, aber strebt sie selbst so energisch an und möchte ein Teil davon werden. Es sollte jedem klar sein, dass AFD bestehende Bewegungsgesetze und die Wirkung dieser Gesetze gar nicht in Frage stellt.
Südsachse
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
22. September 2017 20:20
Der junge Mann hat uns eine "Sternstunde" des Zwiegespräches beschert! Ich war platt, wie unbeirrt und kompetent der angehende Krankenpfleger trotz seiner Jugend agiert hat. Übrigens war er vorgestern Gast bei Lanz und hat auch dieses Mal den Talk enorm bereichert. Es war vorwiegend dank ihm so ein unterhaltsamer Abend, was man von der gestrigen Lanz-Runde absolut nicht sagen kann. Noch was: Gäbe es mehr solcher engagierter junger Menschen, müsste man keine Angst um die Zukunft unseres Landes haben.
Stefan Krefeld
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
24. September 2017 13:59
Jolle schrieb:
-------------------------------------------------------
> Danke für Ihre Sendung und gute Berichterstattung.
> Danke auch den Produktionsteams für gute Arbeit,
> ...ist leider selten geworden.
>
> Inhaltlich kann man es wohl auf den Punkt bringen:
> Homo Hominis Lupo.
>
> Wenn es die post-postmoderne Gesellschaft nicht
> endlich realisert, dass Fortschritt ebenso
> Ausgleich erfordert, wird sie mit
> Höchstgeschwindigkeit vor die Wand fahren.

Das stimmt.
Miriam S
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
01. Oktober 2017 17:57
Auf dem Sektor gibt es NUR Defizite...und da hilft auch nicht die Sendung, in der Herr von Hirschhausen in so einem "Heim" für den ein oder andern Tag verweilt.... viele Einspielungen dabei sind einfach INDISKRET. Möchten Sie selbst sich in einer solchen Situation so dargestellt wissen?
Stefan Krefeld
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
26. Oktober 2017 18:25
Das eigentliche Drama:
Da muss sich unsere "Denkerin aus der Uckermark" von einem Lehrling erklären lassen,
wie die Welt aussieht!!!
Seit 1990 lebt Frau M. unter Wandlitz-2.0-Verhältnissen, mit zeitweisem Ausgang zum KaDeWe.
Vielleich wäre das nächste Mal - statt "Ist ja alles so schön bunt hier"-Fressecke im sechsten Stock - die Etage 2 angesagt... - wenn man, in der Öffentlichkeit, politisch so ganz ohne Hose dasteht,
oder ein - unangemeldeter - Gang durch die Randbezirke der Städte,
mit einem Blick auf die Vielfalt
des Zusammenbruchs der öffentlichen Infrastruktur...
Daniel K
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
01. November 2017 14:38
Stefan, die Denkerin aus der Uckermark hat nicht dem Denken entsagt, sie erspart sich nur das weiterdenken von ihrer Nasenspitze aus, und ist nur manchmal ein bissel verdutzt , wenn es da noch etwas außerhalb gibt, was ihrer Welt nicht entspricht.
Stefan Krefeld
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
09. Januar 2018 11:15
Daniel K schrieb:
-------------------------------------------------------
> Stefan, die Denkerin aus der Uckermark hat nicht
> dem Denken entsagt, sie erspart sich nur das
> weiterdenken von ihrer Nasenspitze aus, und ist
> nur manchmal ein bissel verdutzt , wenn es da noch
> etwas außerhalb gibt, was ihrer Welt nicht
> entspricht.

Dr. Michael Fuchs, ehemaliger CDU-MdB war 15 Jahre im Bundestag und gestand in einem Radio-Interview, 27.12.2017 DLF, dass er erst jetzt - nach dem Ausscheiden aus dem BT - Berlin kennenlernen kann.
Merkel sitzt dort seit dem Fall der Mauer.
Ob die mehr als das KaDeWe kennt?
Ob die freiwillig mit Alexander Jorde Kontakt aufnimmt?
Mal seinen Ausbildungsbetreib besucht, sich Realität erklären lässt?
Wohl ehr: Nein.
Sie musste ja auch gedrängt werden, für die Opfer vom Berliner Weihnachtsmarkt ein paar Minuten zu erübrigen.
Wenn Kurt Beck nicht so einen Riesenstunk gemacht hätte, würde sie wahrscheinlich gar nicht mehr wissen...
...was ein Weihnachtsmarkt ist.
Miriam S
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
27. Februar 2018 11:50
Die Debatte zum Pflegenotstand läuft aktuell heiß und die Pflege - Roboter werden auf die Bühnen gehoben als letzter Schrei...

als ob es bei der Unterstützung künstlicher Intelligenzen um Einsatzfähigkeit im Pflegebereich ginge ! Das "dumme" Volk lässt sich damit abspeisen und bemerkt nicht wie Kriege in der Zukunft( ohne eigene Verluste) geführt werden sollen, und nur wenige "Eliten" dabei aus der Ferne bestimmen werden, wer überleben darf und wer nicht. Es werden schon nicht zu viele sein, mit denen die Strippenzieher die Ressourcen teilen müssen...vorerst werden sie es beim Pflegenotstand belassen , denn auch das ist ja ein "Dezimierungs -Werkzeug".
Stefan Krefeld
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
22. März 2018 01:11
Miriam S schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Debatte zum Pflegenotstand läuft aktuell heiß
> und die Pflege - Roboter werden auf die Bühnen
> gehoben als letzter Schrei...
>
> als ob es bei der Unterstützung künstlicher
> Intelligenzen um Einsatzfähigkeit im Pflegebereich
> ginge ! Das "dumme" Volk lässt sich damit
> abspeisen und bemerkt nicht wie Kriege in der
> Zukunft( ohne eigene Verluste) geführt werden
> sollen, und nur wenige "Eliten" dabei aus der
> Ferne bestimmen werden, wer überleben darf und wer
> nicht. Es werden schon nicht zu viele sein, mit
> denen die Strippenzieher die Ressourcen teilen
> müssen...vorerst werden sie es beim Pflegenotstand
> belassen , denn auch das ist ja ein "Dezimierungs
> -Werkzeug".

Der Pflegenotstand ist auch eine Kostenfrage/Lohnfrage.

Ungefähr und überschlägig:
13000 Alten- und Pflegeheime mal 3 zusätzliche Kräfte = ca. 40.000 Personen ( Woher nehmen und nicht aus Osteuropa stehlen? )
40.000 x 50.000 Euro p.a Arbeitskosten = 2.000 Mio Euro/a

Laut Statista ca. 560.000 Personen im Altenpflegebereich beschäftigt.
Ich gehe mal davon aus, dass das ca. 400.000 Vollzeit-Stellen entspricht.
Bekommen die Beschäftigten 400.000 + 40.000 (Neuzugänge) = 440.000 Personen 500 Euro Lohnzuschlag (6.000 €/a) = reichlich 2.500 Mio Euro

Macht zusammen 4.500 Mio. Euro. Zusatzkosten.
Um die Rücklagen nicht zu plündern, muss der SV-Beitrag um ungefähr 0,4% gesteigert werden.

Wenn das der Lindner hört...
Sicherlich bekommt nicht nur der traumatisierte Hinkelsteinschnitzer - unter der Aussicht auf einen `weiter überbordenden Sozialstaat´ - einen neoliberalen Schlaganfall.
Und...
Und wird dann mal erfahren, was es heißt: Im Vierbettzimmer pflegebedür...
Der Haken:
Er könnte nicht mehr von seinen Erfahrungen berichten...

Am Ende ist auch der Pflegenotstand laaaaaangweilig.
Tja, so wird auch dieses Thema durch die nachfolgende Sau aus dem Dorfe getrieben.

P.S.
Wenn man die Pflege - so weit möglich - auf Non-Profit umstellt, könnte man von den +0,4% sicher einiges einsparen.
Aber, was machen dann die mildtätigen Finanzinvestoren der Sozialindustrie?
Wer soll dann die Neolibs schmieren?
Miriam S
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
23. März 2018 10:02
"Der Pflegenotstand ist auch eine Kostenfrage/Lohnfrage."

Es wäre KEIN Notstand, wenn das "reiche Deutschland" seinen Reichtum nicht in die Branchen steckte, die für Not und Elend sorgen...aber da sind inzwischen zwei Minister, die die Gelder verlangen für Kriegszwecke, v.d.Leyen wie bisher und nun auch noch , der kleine Mann, der mit geschwellter Brust seine Wichtigkeit betont, wen es um Kriegseinsätze und Waffenproduktion und -Export geht und wenn er vor dem Plenum eine Rede halten darf ! Habt Ihr ihn auch alle gesehen , gehört und bewundert ?
Miriam S
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
23. März 2018 10:28
Ergänzung:

der Staat hat immer schon versucht sich soziale Dienste aller Art vom Hals zu schaffen , Stefan...die Dienste gingen zeitweilig ganz an die Kirchen , heute sind es Private, die dabei ihr Glück (und Vorsorge für sich ) machen...
Die Bevölkerung wird nach und nach wacher und lässt sich nicht mehr mit Nebelkerzen jeglicher Art abspeisen...wo die Nebelkerzen immer noch wirksam sind, das ist der Bereich , in dem es um Krieg und "Verteidigung" geht, dort vor allem um die Panikmache vor dem bösen Russen...
Lange genug schürt man diese Angst und treibt den kalten Krieg voran von Seiten der Kriegsgewinnler, zu denen wohl auch ein paar aus Merkels Riege gehören...Gewinn bedeutet nicht nur monetären Gewinn, er kann eben auch Machtgewinn sein.

man sollte immer und immer wieder an alle die Frage stellen " wer oder was ist euch wichtiger eure Armen , Schwachen, Alten und Kranken oder die Großen Taschen der jetzt schon Vermögenden und die nach Macht und Vermögen gierenden , die eben über Konflikte und Kriege diese beiden zu erreichen versuchen?
Hat man Angst vor der Antwort?
Stefan Krefeld
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
28. März 2018 22:46
Miriam S schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ergänzung:
>
> der Staat hat immer schon versucht sich soziale
> Dienste aller Art vom Hals zu schaffen ,
> Stefan...die Dienste gingen zeitweilig ganz an die
> Kirchen , heute sind es Private, die dabei ihr
> Glück (und Vorsorge für sich ) machen...
> Die Bevölkerung wird nach und nach wacher und
> lässt sich nicht mehr mit Nebelkerzen jeglicher
> Art abspeisen...wo die Nebelkerzen immer noch
> wirksam sind, das ist der Bereich , in dem es um
> Krieg und "Verteidigung" geht, dort vor allem um
> die Panikmache vor dem bösen Russen...
> Lange genug schürt man diese Angst und treibt den
> kalten Krieg voran von Seiten der Kriegsgewinnler,
> zu denen wohl auch ein paar aus Merkels Riege
> gehören...Gewinn bedeutet nicht nur monetären
> Gewinn, er kann eben auch Machtgewinn sein.
>
> man sollte immer und immer wieder an alle die
> Frage stellen " wer oder was ist euch wichtiger
> eure Armen , Schwachen, Alten und Kranken oder die
> Großen Taschen der jetzt schon Vermögenden und die
> nach Macht und Vermögen gierenden , die eben über
> Konflikte und Kriege diese beiden zu erreichen
> versuchen?
> Hat man Angst vor der Antwort?

Der Teufel scheißt halt immer auf den größten Haufen.
Und im Neoliberalismus bekommt der Gehörnte eben noch ein Zielfernrohr und einen Trichter,
damit er auch beim "Aufkonzentrieren" nicht daneben trifft.
Stefan Krefeld
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
14. April 2018 22:34
In Summe haben die drei größten Pflegekonzerne 2016 rund 800.000.000 Euro Gewinn aus dem System gesaugt.
800 Mio. Euro geteilt durch 65.000 Euro pro Pflegekraft = 12.000 Mitarbeiter(innen).
Das sind 30% der in meinem Vorkommentar angeführten 40.000 zusätzlichen Kräfte!
Miriam S
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
18. April 2018 11:36
oder, damit man ihm noch besser ins Hirn trichtern kann, was er denken und tun darf....
Denise
Re: Krankenpfleger gegen Kanzlerin
06. Juli 2018 09:57
doch sie haben inzwischen was gemacht,eine Lohnkürzung!!!!!!!
ich muß jetzt jeden Monat Zwangsbeiträge für eine Zwangsmitgliedschaft in einer Pflegekammer( von der keine Krankenschwester zufrieden und satt wird) leisten.
Habe also noch weniger Geld und muß immer noch zuviel arbeiten.
Danke....
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