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Sehr geehrte Frau Winkler,

ich bedanke mich zunächst für Ihre Ausführungen über eine mir bislang nicht bekannte „parallele Logik“. Das von Ihnen genannte Beispiel verdeutlicht die Vorgehensweise der Cook-Studie (2013) und deren öffentliche Verbreitung sehr anschaulich. Die Befragung von 1000 Mitarbeitern einer Firma über das für den Arbeitsweg benutzte Verkehrsmittel endet also mit dem nachfolgenden Ergebnis:

100 kommen mit dem Auto, der Bahn oder zu Fuß
600 machen aus welchen Gründen auch immer keine Angaben
300 kommen mit dem Fahrrad, davon 290 mit dem e-Bike und 10 strampeln nur mit Muskelkraft

Die „parallele Logik“ von Cook at al. (2013) lautete im Abstract, Zitat:
„Among abstracts expressing a position on AGW, 97.1% endorsed the consensus position that humans are causing global warming.”

Das Ergebnis Ihres Beispiels würde nach dieser „parallelen Logik“ zunächst also zu der inhaltlich durchaus korrekten Aussage führen:
Unter den Mitarbeitern, die mit einem Fahrrad zur Arbeit fahren, benutzen 96,7% ein E-Bike.

Eine solche Verschiebung des Basiswertes „100%“ auf eine untergeordnete Teilmenge lässt allerdings den originären Bezug von 100% für die ursprünglich untersuchte Gesamtmenge parallel fortbestehen und könnte bereits für sich allein den Betrachter in eine „parallele Wirklichkeit“ führen. Tatsächlich aber wird heute das Ergebnis von Cook at al. (2013) auf die Gesamtheit aller Klimawissenschaftler bezogen und als deren vorgebliche Mehrheitsmeinung zur AGW-Theorie verbreitet, indem die zugrundeliegende Einschränkung auf eine Teilmenge einfach unterdrückt wird - so beispielsweise auch auf „klimafakten.de“, Zitat:
„Im Jahr 2013 kam eine weitere, groß angelegte Untersuchung (Cook et al. 2013) zu einem ähnlichen Ergebnis: Von allen Fachveröffentlichungen zum Klimawandel, die zwischen 1991 und 2011 erschienen (ca. 12.000), stimmten mehr als 97 Prozent mit dem wissenschaftlichen Konsens überein.“
Quelle: https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-es-gibt-noch-keinen-wissenschaftlichen-konsens-zum-klimawandel

Im Hinblick auf das vorstehende Zitat sowie Ihre Co-Autorenschaft bei Cook et al. (2013) und Ihre Mitarbeit auf einer Partnerseite von „klimafakten.de“ muss man Ihre Kommentare in diesem Forum wohl als „parallele Argumentation“ verstehen. Der tiefere Sinn der von Ihnen beschriebenen „parallelen Logik“ scheint nämlich darin zu liegen, ein ursprünglich korrekt formuliertes Studienergebnis auf dem Wege zum arglosen Bürger durch Weglassen seiner einschränkenden Bedingung in eine „parallele Wahrheit“ zu überführen.
Wenn wir in Ihrem Beispiel dem intern ermittelten Prozentsatz aus der Teilmenge „Radfahrer“ nach diesem Schema nun die untersuchte Gesamtmenge gegenüber stellen, würde die öffentlich verbreitete Aussage über diese Untersuchung folgendermaßen lauten:

Die befragten Mitarbeiter einer Firma (1.000) gaben zu 96,7% an, mit dem E-Bike zur Arbeit zu fahren.
Immanuel schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ich halte mich da eher an den Konsens der
> überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler und
> überlasse die Beurteilung der Thesen der
> Wissenschaftler den Fachleuten - also den Kollegen
> dieser Wissenschaftler - und nicht Politikern,
> Wirtschaftslobbyisten,
> Verschwörungswahntheoretikern oder anderen
> skurrilen Außenseitern.
>

Dann ist ja alles geklärt.
Sie halten sich an einen Konsens, dessen Vertreter nicht die geringsten Fakten zu bieten haben, sogar widerlegt wurden
und versuche es weiter mit der Wahrheit.
Bärbel Winkler
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
29. August 2018 18:31
Uli Weber schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sehr geehrte Frau Winkler,
...
> .... Die Befragung von 1000 Mitarbeitern
> einer Firma über das für den Arbeitsweg benutzte
> Verkehrsmittel endet also mit dem nachfolgenden
> Ergebnis:
>
...

Sie bauen hier gerade einen Strohmann auf und merken es anscheinend gar nicht! Ich hatte mein Beispiel nämlich so beschrieben:
"Sie möchten herausfinden, wieviele der mit dem Fahrrad in einem Monat zur Arbeit fahrenden Mitarbeiter dafür ein e-Bike verwendet haben. Da Sie zunächst nicht wissen, wer überhaupt Radfahrer ist, befragen Sie alle z. B. 1000 Mitarbeiter einer Firma."

In diesem Beispiel sind also nur die Radfahrer von Interesse, genauso wie in Cook et al. (2013) nur die Abstrakte von Interesse sind, die Stellung zum menschengemachten Klimawandel beziehen. Das ist alles in der Studie beschrieben und wird nicht wie Sie unterstellen unter den Teppich gekehrt.

Im übrigen ist Cook et al. (2013) nur eine von mehreren Studien - wie schon öfters erwähnt - die zu einem Ergebnis von 97% gekommen sind. Mehrere weitere Studien kommen auf 90 bis 100 Prozent, je nachdem wer und was genau befragt wurde.

Das können Sie alles in Cook et al. (2016) nachlesen: http://sks.to/coc

Und ja, für den aktuellen Klimawandel sind wir zu 100% - oder sogar etwas mehr - verantwortlich: https://www.carbonbrief.org/analysis-why-scientists-think-100-of-global-warming-is-due-to-humans

Wie auch bereits erwähnt, wäre es mir lieber, wenn die Klimawissenschaftler nicht recht hätten, aber die Wahrscheinlichkeit dafür geht leider gegen null. Aber die Tatsachen deshalb abstreiten und verleugnen ist für mich keine Alternative (weder für Deutschland noch für die Welt!), damit sorgen wir nur dafür, dass die Zukunft für nachfolgende Generationen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit deutlich ungemütlicher wenn nicht sogar existenzbedrohender wird, als dies jetzt schon der Fall ist.
Ferdinand Peters
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
29. August 2018 19:27
Sehr geehrte Frau Barbara Winkler,
Sie schreiben am 23.August um 18:53 den Hinweis auf den Artikel zur Studie von Cook et al. 2013 in deutscher Sprache:

Zitat: "[...]Dieses Ergebnis ist aus zwei Gründen nicht überraschend: 1) die meisten Fachzeitschriften haben eine strikte Wortbegrenzung für ihre Abstracts und 2) ganz ehrlich, jeder Wissenschaftler, der sich mit der Klimaforschung beschäftigt, weiß, dass die Menschen die globale Erwärmung verursachen. Es gibt keinen Grund mehr, etwas so offensichtliches zu erwähnen. Würden Sie etwa erwarten, dass jede geologische Studie im Abstract erwähnt, dass die Erde ein kügelförmiger Körper ist, der um die Sonne kreist? [...]."

Mit dieser in sich logischen Begründung fällt es wirklich schwer vom Wissen ab zufallen.
Es gibt aber einen ganz gravierenden Unterschied zwischen Naturwissenschaftlern und Menschen,die sich mit Klimafolgenforschung beschäftigen.
Ein Naturwissenschaftler würde selbst in größter Not keine Studien publizieren,die Sie ausgewertet haben.
Und diese Gruppe haben Sie überhaupt nicht gefragt!!!
Es gibt ja Gott sei Dank im Zeitalter der Digitalisierung immer mehr Naturwissenschaftler, die sich in die Öffentlichkeit trauen.
Allerdings mit einem trockenen Humor.
Nehmen Sie sich die Zeit und verschaffen sich einen hoffentlich bleibenden Eindruck.
https://tube.switch.ch/videos/b0761df1
Wer diese Ausbildung bis zum erfolgreichen Ende schafft,sieht die Welt mit anderen Augen.

Wir fassen zusammen:
Die befragten Personen, die sich zum Ziel gesetzt haben,mit dem Datenmaterial der aufgezeichneten Wettermessdaten der letzten 30 Jahre, einen Zusammenhang zwischen der Erhöhung des CO2-Gehalt der Luft
und einer Temperaturänderung in 2Metern Höhe über dem Erdboden herzustellen,
sind zu 97 % der Meinung,ihr Ziel erreicht zu haben und forschen eifrig weiter.

Und die Spezialisten unter diesen Menschen,die in der Studie als Wissenschaftler beschrieben werden,können auch nachweisen, dass der Anteil des CO2- Gehalts, der durch den Menschen verursacht wird, den entscheiden Kick bringt.

Und dieser Hinweis fehlt im Abstract der Studie von F.Cook!!!

Wenn sie mir da zustimmen, bleibt uns beiden erspart, das ausgewertete Abstract jeder Studie dahin gehend zu prüfen,ob innerhalb der Studie keine naturwissenschaftliche Gesetze verletzt wurden.

Mit herzlichem Glückauf
Sehr geehrte Frau Winkler,

bevor ich’s vergesse: In Ihrem Kommentar vom 17. August 2018, 17:37 Uhr, an das Monitor-Team verweisen Sie auf die Studie „Consensus on consensus: a synthesis of consensus estimates on human-caused global warming“ von Cook at al. (2015), deren Co-Autorin Sie sind: http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/11/4/048002.
Dort lautet der erste Satz im Abstract, Zitat: „The consensus that humans are causing recent global warming is shared by 90%–100% of publishing climate scientists according to six independent studies by co-authors of this paper.”
Und genau dieser Aussage wird die dort explizit aufgeführte Studie von Cook et al. (2013) gar nicht gerecht, weil deren Ergebnis nicht in den Bereich von 90% bis 100% aller veröffentlichenden Klimawissenschaftler fällt. Dort wird zwar später auch noch die einschränkende Bedingung aus der Cook-Studie (2013) erwähnt, aber glauben Sie im Ernst, dass nach der Kernaussage im ersten Satz noch irgendwer recherchieren würde, was diese kryptische Aussage in einem Nebensatz tatsächlich zu bedeuten hat?

Meine Frage an Sie als Co-Autorin von Cook et al. (2013&2015): Wie vereinbaren Sie Ihren Hinweis auf diese Studie mit Ihrem Anspruch an eine ehrliche Aufklärung der Öffentlichkeit?

Die Startseite von „scepticalscience.com“ führt übrigens direkt zum Consensus Projekt (http://theconsensusproject.com/). Und beim Consensus Projekt wiederum heißt es plakativ „THE DEBATE IS OVER“. Eine solche Aussage dürfte einstmals auch Galileo Galilei von der Heiligen Römischen Inquisition vernommen haben.

Eine Frage an Sie als Klimawissenschaftlerin: Wie stellen Sie sich zu der Aussage „Die Debatte ist beendet“ in Bezug auf den vorgeblich menschengemachten Klimawandel?

Auf„scepticalscience.com“ (https://www.skepticalscience.com/global-warming-scientific-consensus.htm) findet man unter der Aussage „Studies into scientific agreement on human-caused global warming” eine graphische Darstellung mit der Aussage „(97% Cook 2013)“.

Meine Zusatzfrage an Sie als Mitarbeiterin von „scepticalscience.com“: Was ist Ihr Verständnis von ehrlicher und seriöser Wissenschaft?

Meine generelle Abschlussfrage lautet, ob vielleicht eine gutgläubige Öffentlichkeit inklusive ihrer politischen Entscheidungsträger mit „paralleler Logik“ und „paralleler Kommunikation“ in eine „parallele Wirklichkeit“ geführt worden sein könnte.
Ferdinand Peters
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
30. August 2018 07:11
Hallo Immanuell,
nach dem deutschen Grundgesetz hat jeder Bundesbürger ein Recht auf freie Meinungsäußerung.
Und wenn Sie hier Ihre Meinung zu Eike e.V. vertreten, ist das Ihr gutes Recht.
Die Vorstellung, was auf dem Eike-Portal wirklich passiert,hat mit dem was Sie schreiben nur bedingt Gültigkeit.
Das Portal lebt von der lebendigen Diskussion über aktuelle Ereignisse im Zusammenhang mit der öffentlichen Wahrnehmung über das Thema Klimawandel und Energiewende.
Dabei wird versucht naturwissenschaftliche Argumente allgemeinverständlich zu erklären.
Hier ein Beispiel, wenn die Redaktion nichts dagegen hat.

https://www.eike-klima-energie.eu/2018/08/29/ein-weiteres-narrenschiff-ist-im-arktischen-eis-gefangen-und-muss-gerettet-werden/

Ihre persönliche Meinung ist Ihnen vom GG garantiert.Sie spiegelt für Menschen, die sich mit Meinungsäußerung auskennen, sehr viel über Ihren Kulturstandard an die Öffentlichkeit zurück,wenn Sie dann davon Gebrauch machen.

Mit herzlichem Glückauf
"Wo sind die wissenschaftlichen Beweise für Ihre abenteuerliche Behauptung, Wissenschaft sei Betrug?"

Woher nehmen Sie Ihre abenteuerliche Behauptung ich hätte gesagt, Wissenschaft sei Betrug???
"Oberstes Ziel des EIKE e.V. ist aber nicht "ein friedliches Zusammenleben aller Menschen auf der Welt", sondern die Maximierung der Gewinne/Profite der Energieerzeuger, so wie es sich die Aktionäre wünschen."

Das ist eine glatte Lüge!
@ Uli Weber, 28. August 2018 10:48:

Sehr geehrter Herr Weber,

ich bedanke mich zunächst für Ihre Ausführungen über eine mir bislang nicht bekannte „parallele Logik“. Das von Ihnen genannte Beispiel verdeutlicht die Vorgehensweise des Uli Weber (22. August 2018 11:45) und deren öffentliche Verbreitung sehr anschaulich. Die Befragung von 1000 Mitarbeitern einer Firma über das für den Arbeitsweg benutzte Verkehrsmittel endet also mit dem nachfolgenden Ergebnis:

100 kommen mit dem Auto, der Bahn oder zu Fuß
600 machen aus welchen Gründen auch immer keine Angaben
300 kommen mit dem Fahrrad, davon 290 mit dem e-Bike und 10 strampeln nur mit Muskelkraft

Die „parallele Logik“ von Uli Weber (22. August 2018 11:45) lautete im Abstract, Zitat:
„Im Umkehrschluss muss man das Ergebnis von Cook et al. (2013) also so interpretieren, dass 66,4 Prozent der begutachteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen keine menschengemachten Ursachen für einen Klimawandel erkennen können...”

Das Ergebnis Ihres Beispiels würde nach dieser „parallelen Logik“ zunächst also zu der inhaltlich durchaus korrekten Aussage führen:
Unter den Mitarbeitern, die mit einem Fahrrad zur Arbeit fahren, benutzen 3,3% kein E-Bike.

Eine solche Verschiebung des Basiswertes „100%“ auf eine untergeordnete Teilmenge lässt allerdings den originären Bezug von 100% für die ursprünglich untersuchte Gesamtmenge parallel fortbestehen und könnte bereits für sich allein den Betrachter in eine „parallele Wirklichkeit“ führen. Tatsächlich aber wird heute das Ergebnis von Cook at al. (2013) auf die Gesamtheit aller Klimawissenschaftler bezogen und als deren vorgebliche Mehrheitsmeinung zur AGW-Theorie verbreitet, indem die zugrundeliegende Einschränkung auf eine Teilmenge einfach unterdrückt wird - so beispielsweise auch von Uli Weber (22. August 2018 11:45), Zitat:
„Im Umkehrschluss muss man das Ergebnis von Cook et al. (2013) also so interpretieren, dass 66,4 Prozent der begutachteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen keine menschengemachten Ursachen für einen Klimawandel erkennen können...”
Quelle: http://www.wdr.de/phorum/live/active/read.php?83,141624879

Im Hinblick auf das vorstehende Zitat muss man Ihre Kommentare in diesem Forum wohl als „parallele Argumentation“ verstehen. Der tiefere Sinn der von Ihnen beschriebenen „parallelen Logik“ scheint nämlich darin zu liegen, ein ursprünglich korrekt formuliertes Studienergebnis auf dem Wege zum arglosen Bürger durch Weglassen seiner einschränkenden Bedingung in eine „parallele Wahrheit“ zu überführen.
Wenn wir in Ihrem Beispiel dem intern ermittelten Prozentsatz aus der Teilmenge „Radfahrer“ nach diesem Schema nun die untersuchte Gesamtmenge gegenüber stellen, würde die öffentlich verbreitete Aussage über diese Untersuchung folgendermaßen lauten:

Die befragten Mitarbeiter einer Firma (1.000) gaben zu 3,3% an, nicht mit dem E-Bike zur Arbeit zu fahren.

**********

Liebe Uli Weber,
Sie haben in Ihrem Beitrag vom 22. August 2018 11:45 einfach mal allen, die sich - aus welchen Gründen auch immer (z.B. weil nicht ihr Thema oder weil längst geklärt) - nicht zur AGW-Theorie geäußert haben, "keine menschengemachten Ursachen für einen Klimawandel erkennen können".

Das ist so, als ob Sie 1 Millionen wissenschaftliche Arbeiten aus allen Wissenschaftsgebieten (Klima, Medizin, Archäologie, Linguistik, Theologie, ...) auf Aussagen zur AGW-Theorie untersuchen und zu dem Ergebnis kommen, dass nur 0,1% Aussagen zur AGW-Theorie machen (weil Theologen, Archäologen, Mediziner, ... das Thema nicht interessiert). Sie schlussfolgern dann daraus kühn, dass mind. 99,9% "der begutachteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen keine menschengemachten Ursachen für einen Klimawandel erkennen können...". Klar, wer sich nicht mit dem Thema AGW befasst, weil er z.B. eine wissenschaftliche Arbeit zu Herztransplantationen schreibt, kann bei Herztransplantationen natürlich "keine menschengemachten Ursachen für einen Klimawandel erkennen". Das heißt aber nicht, dass sie die AGW-Theorie bestreiten, wie Sie mit Ihrer Aussage plump suggerieren wollen!
Bärbel Winkler
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
30. August 2018 19:43
Uli Weber schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sehr geehrte Frau Winkler,
>
> bevor ich’s vergesse: In Ihrem Kommentar vom 17.
> August 2018, 17:37 Uhr, an das Monitor-Team
> verweisen Sie auf die Studie „Consensus on
> consensus: a synthesis of consensus estimates on
> human-caused global warming“ von Cook at al.
> (2015), deren Co-Autorin Sie sind:
> http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-932
> 6/11/4/048002.
> Dort lautet der erste Satz im Abstract, Zitat:
> „The consensus that humans are causing recent
> global warming is shared by 90%–100% of publishing
> climate scientists according to six independent
> studies by co-authors of this paper.”
> Und genau dieser Aussage wird die dort explizit
> aufgeführte Studie von Cook et al. (2013) gar
> nicht gerecht, weil deren Ergebnis nicht in den
> Bereich von 90% bis 100% aller veröffentlichenden
> Klimawissenschaftler fällt. Dort wird zwar später
> auch noch die einschränkende Bedingung aus der
> Cook-Studie (2013) erwähnt, aber glauben Sie im
> Ernst, dass nach der Kernaussage im ersten Satz
> noch irgendwer recherchieren würde, was diese
> kryptische Aussage in einem Nebensatz tatsächlich
> zu bedeuten hat?

Wie wollen Sie bitte alle Details einer mehrere Seiten langen wissenschaftlichen Studie in einem kurzen Abstrakt, dessen Länge strikt begrenzt ist, unterbringen? Sie bieten hier ein Beispiel für "unmögliche Erwartungen", eines der Merkmale des Abstreitens wissenschaftlicher Erkenntnisse. Wer wissen will, was eine Studie genau zu sagen hat, liest über das Abstract hinaus und - sofern vorhanden - auch die Zusatzinformationen.

> Meine Frage an Sie als Co-Autorin von Cook et al.
> (2013&2015): Wie vereinbaren Sie Ihren Hinweis auf
> diese Studie mit Ihrem Anspruch an eine ehrliche
> Aufklärung der Öffentlichkeit?
>

Sehr gut - da gibt es keine Widersprüche :-) - die zweite Studie ist aber von 2016 nicht 2015

> Die Startseite von „scepticalscience.com“ führt
> übrigens direkt zum Consensus Projekt
> (http://theconsensusproject.com/). Und beim
> Consensus Projekt wiederum heißt es plakativ „THE
> DEBATE IS OVER“. Eine solche Aussage dürfte
> einstmals auch Galileo Galilei von der Heiligen
> Römischen Inquisition vernommen haben.
> Eine Frage an Sie als Klimawissenschaftlerin: Wie
> stellen Sie sich zu der Aussage „Die Debatte ist
> beendet“ in Bezug auf den vorgeblich
> menschengemachten Klimawandel?

Zum einen ist es skepticalscience.com (mit "k" anstatt "c" ) und die Debatte, was die Hauptursache für den aktuellen Klimawandel anbelangt, ist tatsächlich vorbei, ob Sie (oder ich) das jetzt wahrhaben wollen oder nicht. Hier ist ein Comedy-Video aus John Oliver's "Last Week Tonight" Sendung, das dies sehr schön, anschaulich und lustig beschreibt:
https://youtu.be/cjuGCJJUGsg
(erkennen Sie die darin erwähnte Studie?)

Habe ich jemals behauptet, Klimawissenschaftlerin zu sein, oder dies auch nur angedeutet? Ich kann mich nicht daran erinnern und habe auch keine Ahnung, weshalb Sie diese voreilige Schlussfolgerung ziehen. Wie in dem einen oder anderen Kommentar erwähnt, helfe ich bei Skeptical Science in meiner Freizeit und um Artikel zu übersetzen oder Übersetzungen zu organisieren, oder Blog-Artikel zu schreiben, muss man kein Klimawissenschaftler sein. Bei Bedarf findet sich immer jemand zum Korrekturlesen, was die Fachbegriffe und Details anbelangt! Und bevor Sie jetzt die nächste voreilige Schlussfolgerung ziehen und hinterfragen, weshalb ich als Nicht-Klimawissenschaftlerin überhaupt Co-Autorin bei Cook et al. (2013) sein kann, hier des Rätsels Lösung: man kann auch im Hintergrund bei solchen Studien mitwirken - ich habe mir z. B. meine (Frei)Zeit damit vertrieben, möglichst viele Email-Adressen für die Befragung der Autoren zusammenzutragen. Am Ende waren es ca. 2.500 von den insgesamt über 8.000. Und - sofern Sie es noch nie gemacht haben sollten - es ist gar nicht so einfach, Emailadressen für Autoren zu finden, die Anfang der 90er Jahre Studien veröffentlicht haben!

>
> Auf„scepticalscience.com“
> (https://www.skepticalscience.com/global-warming-s
> cientific-consensus.htm) findet man unter der
> Aussage „Studies into scientific agreement on
> human-caused global warming” eine graphische
> Darstellung mit der Aussage „(97% Cook 2013)“.
>
> Meine Zusatzfrage an Sie als Mitarbeiterin von
> „scepticalscience.com“: Was ist Ihr Verständnis
> von ehrlicher und seriöser Wissenschaft?
>

Kurze Antwort: das was wir bei Skeptical Science machen und worüber unser Team schreibt (wie z. B. die Arbeit renommierter (Klima)Wissenschaftler): http://sks.to/welcome - was hatten Sie denn erwrartet?!? Wenn ich nicht von der Wichtigkeit des Themas überzeugt wäre, könnte ich in meiner Freizeit auch etwas anderes machen.

> Meine generelle Abschlussfrage lautet, ob
> vielleicht eine gutgläubige Öffentlichkeit
> inklusive ihrer politischen Entscheidungsträger
> mit „paralleler Logik“ und „paralleler
> Kommunikation“ in eine „parallele Wirklichkeit“
> geführt worden sein könnte.

Nein! Unser Ziel ist es ganz im Gegenteil, eine möglicherweise "gutgläubige Öffentlichkeit" davor zu bewahren, aus Versehen auf Falschinformationen über den menschengemachten Klimawandel hereinzufallen. Für "parallele Wirklichkeit" sind die zuständig und verantwortlich, die dies trotz der überwältigenden Beweise immer noch abstreiten und/oder leugnen.
Bärbel Winkler
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
30. August 2018 20:21
Ferdinand Peters schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sehr geehrte Frau Barbara Winkler,
> Sie schreiben am 23.August um 18:53 den Hinweis
> auf den Artikel zur Studie von Cook et al. 2013 in
> deutscher Sprache:
>
> Zitat: "[...]Dieses Ergebnis ist aus zwei Gründen
> nicht überraschend: 1) die meisten
> Fachzeitschriften haben eine strikte
> Wortbegrenzung für ihre Abstracts und 2) ganz
> ehrlich, jeder Wissenschaftler, der sich mit der
> Klimaforschung beschäftigt, weiß, dass die
> Menschen die globale Erwärmung verursachen. Es
> gibt keinen Grund mehr, etwas so offensichtliches
> zu erwähnen. Würden Sie etwa erwarten, dass jede
> geologische Studie im Abstract erwähnt, dass die
> Erde ein kügelförmiger Körper ist, der um die
> Sonne kreist? [...]."
>
> Mit dieser in sich logischen Begründung fällt es
> wirklich schwer vom Wissen ab zufallen.
> Es gibt aber einen ganz gravierenden Unterschied
> zwischen Naturwissenschaftlern und Menschen,die
> sich mit Klimafolgenforschung beschäftigen.
> Ein Naturwissenschaftler würde selbst in größter
> Not keine Studien publizieren,die Sie ausgewertet
> haben.
> Und diese Gruppe haben Sie überhaupt nicht
> gefragt!!!
> Es gibt ja Gott sei Dank im Zeitalter der
> Digitalisierung immer mehr Naturwissenschaftler,
> die sich in die Öffentlichkeit trauen.
> Allerdings mit einem trockenen Humor.
> Nehmen Sie sich die Zeit und verschaffen sich
> einen hoffentlich bleibenden Eindruck.
> https://tube.switch.ch/videos/b0761df1
> Wer diese Ausbildung bis zum erfolgreichen Ende
> schafft,sieht die Welt mit anderen Augen.
>
> Wir fassen zusammen:
> Die befragten Personen, die sich zum Ziel gesetzt
> haben,mit dem Datenmaterial der aufgezeichneten
> Wettermessdaten der letzten 30 Jahre, einen
> Zusammenhang zwischen der Erhöhung des CO2-Gehalt
> der Luft
> und einer Temperaturänderung in 2Metern Höhe über
> dem Erdboden herzustellen,
> sind zu 97 % der Meinung,ihr Ziel erreicht zu
> haben und forschen eifrig weiter.
>
> Und die Spezialisten unter diesen Menschen,die in
> der Studie als Wissenschaftler beschrieben
> werden,können auch nachweisen, dass der Anteil des
> CO2- Gehalts, der durch den Menschen verursacht
> wird, den entscheiden Kick bringt.
>
> Und dieser Hinweis fehlt im Abstract der Studie
> von F.Cook!!!
>
> Wenn sie mir da zustimmen, bleibt uns beiden
> erspart, das ausgewertete Abstract jeder Studie
> dahin gehend zu prüfen,ob innerhalb der Studie
> keine naturwissenschaftliche Gesetze verletzt
> wurden.
>
> Mit herzlichem Glückauf

Sehr geehrter Herr Peters,

Ihr Kommentar zeigt nur, dass Sie sich bisher noch nicht wirklich mit unserer Studie beschäftigt haben! Auf der einen Seite erwarten Sie detaillierte Antworten auf diffuse Kommentare/Fragen, auf der anderen Seite bekommen Sie es aber nicht einmal hin, Namen korrekt wiederzugeben und das bereits mehrfach. Bei "Barbara" Winkler fühle ich mich z. B. überhaupt nicht angesprochen und es ist auch nicht F.Cook sondern John Cook.

Ihre Zusammenfassung (wer ist "wir"?) hat mit unserer Studie nichts zu tun und entspringt Ihrer Fantasie. Hier ist erneut der Link zu vielen Infos zur Studie:
https://skepticalscience.com/tcp.php?t=home

Außerdem kann ich Ihnen wirklich empfehlen, einige der Abstract selber nach den vorgegebenen Kategorien zu bewerten, damit Sie einen echten Eindruck davon bekommen, was für Cook et al. (2013) gemacht wurde:
https://skepticalscience.com/tcp.php?t=rate_papers

Sie können das gerne für die gut 12.000 Abstracts machen, sie stehen alle zur Verfügung und das schon, seit die Studie im Mai 2013 veröffentlicht wurde!

Viel Spaß!
Hugo Trotz, 25. August 2018 20:41:
"Ich amüsiere mich ab und an regelrecht über diesen Hype, manchmal regt er mich nur auf. Es gab schon immer schreckliche Sommer, es gibt genügend Material darüber! Einmal war es in Deutschland so trocken, dass alles verdorrte, dann so kühl und sonnenarm, dass nichts wuchs. Und schlimmste Hungerzeiten die Folge waren. Bitte selbst googeln!"

Hugo Trotz amüsiert sich dank seiner zur Schau gestellten naiven Ahnungslosigkeit.

Ich habe gegoogelt: Laut DWD war der Sommer 2018 der zweitheißeste und zweitrockenste seit Beginn regelmäßiger Wettermessungen in Deutschland im Jahr 1881. Durchschnittstemperaturen sowie Niederschlagsmengen lagen deutlich über beziehungsweise unter den langjährigen Mittelwerten. Nur 1911 war es noch trockener, und nur 2003 war es noch wärmer.

Die beiden heißesten Jahre in dem Zeitraum 1881-2018 waren also 2003 und 2018, in einem Abstand von nur 15 Jahren. Davor war es 122 Jahre lang nie so heiß.

Wenn dies das einzige Wetterphänome wäre, so konnte man dies als bloße Zufall abtun. Aber die Klimadaten zeigen, dass sich das Klima seit 1881 insgesamt durchschnittlich signifikant erwärmt hat.

Hugo Trotz, 25. August 2018 20:41:
"Da damals weder Autos die Städte verpesteten, es noch keine Massentierhaltung gab und viel weniger Menschen, weigere ich mich, diese Hysterie anzuerkennen, in die uns grün-linke Politiker und Medien hinein laborieren, unterstützt von sich dafür haltenden "Experten", wie auch von Wissenschaftlern, die dafür von irgend einer Lobby finanziert wurden, "auf genau den gleichen Topf zu schlagen"."

Das Klima wird sich wohl kaum von der von Hugo Trotz zur Schau gestellten Realitätsverweigerung beeindrucken lassen.
Für ihn sind alle Wissenschaftler nur "sich dafür haltende 'Experten'". Hugo Trotz hält sich vermutlich gottgleich für den einzigen Oberexperten, der alles durchschaut.
Dass er Lobbyisten wir dem EIKE e.V. misstraut, ist das einzige Vernünftige in seinem Beitrag.

Hugo Trotz, 25. August 2018 20:41:
"Seit Jahren nimmt die Sonnenenergie zu, zudem zieht sich der Mond zurück. Das sind reale Fakten! Wenn man halbwegs gebildet ist, weiß man, auch wenn es im Jahr nur ein Zentimeter ist, welchen enormen Einfluss der Mond auf das Geschehen der Erde hat. Zudem bereits erwiesen ist, dass mit der Zunahme der Sonnenflecken die Naturkatastrophen auf der Erde zunahmen. Und nicht deshalb, weil wir zu viele Autos fahren, hier zu viele Kühe weiden und zu viele Mitbürger noch Holz und Kohle feuern..."

Achso, wenn erwiesen ist, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Sonnenflecken und Klima gibt, dann ist damit jede andere Kausalität automatisch ausgeschlossen, dann könnten selbst 1 Millionen explodierende Atombomben dem Klima nichts anhaben.

Multikausalität darf es in der einfachen Fantasie-Welt des Hugo Trotz nicht geben, weil dies wohl sein Denken überfordert und nicht sein kann, was nicht sein darf.

Hugo Trotz, 25. August 2018 20:41:
"Ach, sollten alle Klimabesorgten hinsichtlich meiner Anmerkung zu dem einen Zentimeter der jährlichen Mondentfernung lächeln: Ein läppisches Grad mehr soll angeblich ja auch furchtbare Folgen haben für unsere Erde und zwei bis drei zu riesigen Überschwemmungen führen, oder?"

Ja, richtig recherchiert. Jetzt müsste Hugo Trotz das Gelesene nur noch verstehen können.

Hugo Trotz, 25. August 2018 20:41:
"Noch was: Wir Deutsche haben global 2 Prozent(!) Einfluss auf das Geschehen. Selbst wenn wir uns kasteien, in uns gehen, die Haltung von Kühen enorm minimieren, alle Autos abschaffen, jeder Deutsche täglich mehrmals die Luft anhält - wir können die Welt weder ändern, noch retten!"

Achso: Eine kleine Änderung ist keine Änderung - nach Hugo Trotz. Und Hugo Trotz glaubt in seiner hier präsentierten Ahnungslosigkeit, es gehe nur darum, dass sich einzig und allein die Deutschen ändern sollten. Ihm ist völlig entgangen, dass die Forderungen zum Klimaschutz an alle Menschen gerichtet ist, die das Klima überdurchschnittlich schädigen.

Mit Hugo Trotz und seiner haarsträubenden Logik ist wohl kein Blumentopf zu gewinnen!
Buehner, 26. August 2018 12:59:
"Kunststoffabfälle!
Sie verteidigen den Auslöser für diesen legalen Export und sind dagegen – für Sie kein Widerspruch.
Die Voraussetzungen dafür wurden von Grün, Links-Grün und dann von allen Altparteien geschaffen. Diese Verbrechen der Politik haben mit einer Schädlichkeit von Verpackungen nichts zu tun."

"Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind." ( § 12 Absatz 1 StGB )

Nennen Sie mir doch bitte die einschlägige Strafnorm, gegen die hier verstoßen sein soll! Ich kann nichts finden.

Buehner, 26. August 2018 12:59:
"In unserem Lande wissen die Bürger, vor lauter unsinniger, massenhafter Reglementierung, die ihnen das Denken und die Freiheit nimmt, nicht mehr wie sie sich bewegen können, ohne irgendwo anzuecken."

Das mag Ihnen so gehen, dass Sie völlig orientierungslos sind. (Sonst würden Sie auch nicht solche schrägen Beiträge schreiben.) Aber ich kenne Keinen in meinem Bekanntenkreis, der nicht weiß, wie er sich bewegen soll.

Buehner, 26. August 2018 12:59:
"Sie unterstützen schlichtweg, dass der Grundstein zur Diktatur gelegt wird."

Hier sind aber nun endgültig die Pferde mit Ihnen durchgegangen! Für Sie ist offensichtlich jeglicher Umweltschutz gleich Diktatur. Verantwortungsvoll ist dies natürlich nicht, sondern Egoismus pur nach dem Motto: Nach mir die Sintflut! Wenn Sie Kinder und Enkel hätten, dann wären diese Ihnen wohl kaum dankbar für solch ein verantwortungsloses, egoistisches Denken (insbesondere wenn sie Landwirte wären oder in potentiellen Überschwemmungsgebieten wohnen würden).
Buehner, 29. August 2018 16:11:
"Dann ist ja alles geklärt.
Sie halten sich an einen Konsens, dessen Vertreter nicht die geringsten Fakten zu bieten haben, sogar widerlegt wurden
und versuche es weiter mit der Wahrheit."

Wie kommen Sie denn nur auf die Idee, dass die allermeisten Klimawissenschaftler mit KEINERLEI Fakten arbeiten würden???

Das klingt mir doch eher nach einem fantastischen Verschwörungswahn, nach dem sich alle Wissenschaftler im Geheimen gegen die Wissenschaften und gegen die Gesellschaft verschworen hätten.

Sind Sie den forschender Klimawissenschaftler (ich meine hier aber nicht Hobby- oder Amateurwissenschaftler), der das alles von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus beurteilen kann???

In welchen wissenschaftlichen Veröffentlichungen in seriösen und renommierten wissenschaftlichen Publikationen wurden die Thesen der 97% Klimawissenschaftler, dass sich das Klima weltweit ändert und dass sich auch das menschliche Wirken auf das Klima auswirkt, widerlegt? Und wo ist die wissenschaftliche Diskussion dazu?

Bitte nicht den Lobbyverein EIKE e.V. zitieren, denn dies ist ein unwissenschaftlicher Lobbyverein der Energieproduzenten und kein wissenschaftliches Institut, erst recht kein forschendes.

Und zum Schluss die Frage: Welcher Gott hat Ihnen eingeflüstert, was die absolute Wahrheit ist?
Ferdinand Peters, 30. August 2018 07:11:
"Hallo Immanuell,
nach dem deutschen Grundgesetz hat jeder Bundesbürger ein Recht auf freie Meinungsäußerung.
Und wenn Sie hier Ihre Meinung zu Eike e.V. vertreten, ist das Ihr gutes Recht.
Die Vorstellung, was auf dem Eike-Portal wirklich passiert,hat mit dem was Sie schreiben nur bedingt Gültigkeit.
Das Portal lebt von der lebendigen Diskussion über aktuelle Ereignisse im Zusammenhang mit der öffentlichen Wahrnehmung über das Thema Klimawandel und Energiewende.
Dabei wird versucht naturwissenschaftliche Argumente allgemeinverständlich zu erklären.
Hier ein Beispiel, wenn die Redaktion nichts dagegen hat.

https://www.eike-klima-energie.eu/2018/08/29/ein-weiteres-narrenschiff-ist-im-arktischen-eis-gefangen-und-muss-gerettet-werden/

Ihre persönliche Meinung ist Ihnen vom GG garantiert.Sie spiegelt für Menschen, die sich mit Meinungsäußerung auskennen, sehr viel über Ihren Kulturstandard an die Öffentlichkeit zurück,wenn Sie dann davon Gebrauch machen."

Ich habe kein Problem damit, dass sich der Lobbyverein EIKE e.V. in die öffentliche Diskussion einmischt. Das ist die Aufgabe von Lobbyisten. Unlauter ist allerdings, sich einen rein wissenschaftlichen Namen zu geben ("Institut"), mit dem die Öffentlichkeit eine forschende wissenschaftliche Einrichtung assoziiert, während EIKE e.V. tatsächlich aber keinerlei wissenschaftliche Forschung betreibt. Das ist Täuschung der Öffentlichkeit. Lobbyisten sollen zu ihrer redlichen Tätigkeit als Lobbyist stehen und sich nicht als unabhängige Wissenschaftler tarnen.

Einem Verein, der derart die Öffentlichkeit täuscht, misstraue ich mehr als allen anderen Lobbyisten. Er sollte wegen dieser dreisten Öffentlichkeitstäuschung von der Öffentlichkeit geschnitten werden, genauso wie z.B. ein Herr von Gutenberg, der sich aufgrund einer untauglichen Doktorarbeit zu unrecht Dr. nannte.

Das auf der Seite von EIKE e.V. ab und zu auch unverfängliche Artikel stehen, streite ich nicht ab. Aber der EIKE e.V. ist weder ein (forschendes wissenschaftliches) Institut noch ein unabhängiger Gutachter der Klimawissenschaften. Das ist den informierten Menschen bekannt, leider aber nicht dem schlecht informierten Leser. Und darauf spekuliert dieser Verein, dass ihm die Leser auf dem Leim gehen.

Bei der öffentlichen Diskussion ist zu beachten, dass das Ziel von Lobbyisten nicht eine objektive Darstellung des Standes der Wissenschaften ist, sondern eine einseitige Sammlung von Argumenten für nur bestimmte und gegen andere Thesen. Andere unverfängliche Beiträge dienen dabei wohl eher der Verdeckung der tatsächlichen Intention.

Wenn der Lobbyverein EIKE e.V. ehrlich wäre, dann würde er auf seiner Hauptseite darauf hinweisen, dass er kein (forschendes wissenschaftliches) Institut ist, sondern ein Lobbyverein, der von Unternehmen finanziert wird, die ein Interesse an bestimmten Ergebnissen und an einen diesbezüglichen Einfluss auf die Energiepolitik und auf die Energiewirtschaft haben.

Auf der Hauptseite von EIKE e.V. wird aber wahrheitswidrig das Gegenteil behauptet. Der Lobbyverein EIKE e.V. ist daher aus meiner sowie aus wissenschaftlicher Sicht indiskutabel.

EIKE e.V. zum Klima zu befragen ist wie Scientology e.V. zu Dianetik zu befragen. Die Antworten bringen einem den Tatsachen kaum näher. Für die Bewertung der Antworten muss man wissen, dass die skurrile Dianetik-Fantasie von Scientology e.V. erfunden wurde und Scientology e.V. daher ein - insbesondere auch finanzielles - Interesse an der Verbreitung der Dianetik-Fantasie hat und das die Geldgeber von EIKE e.V. auch ein bestimmtes politisches, wirtschaftliches und finanzielles Interesse dabei haben.
besso keks, 30. August 2018 11:42:
"Woher nehmen Sie Ihre abenteuerliche Behauptung ich hätte gesagt, Wissenschaft sei Betrug???"

... aus Ihrer Bewertung der "Veröffentlichung der Ergebnisse einer Auseinandersetzung mit den Wissenschaften" als "größten Betrug der Neuzeit" (besso keks, 23. August 2018 20:16)
besso keks, 30. August 2018 11:44:
"'Oberstes Ziel des EIKE e.V. ist aber nicht "ein friedliches Zusammenleben aller Menschen auf der Welt", sondern die Maximierung der Gewinne/Profite der Energieerzeuger, so wie es sich die Aktionäre wünschen.'
Das ist eine glatte Lüge!"

Wieso? Profitmaximierung (und nicht "ein friedliches Zusammenleben aller Menschen auf der Welt") ist doch das Ziel eines jeden wirtschaftlichen Lobbyvereins - insbesondere, wenn er es nötig hat, die Leser durch falsche irreführende Namensgebung ("Institut") zu täuschen!
Frage: Was ist EIKE e.V.?

Antwort:

"Entgegen seinem Namen ist EIKE kein wissenschaftliches Institut, sondern ein Verein, der von unabhängigen Stimmen aus Wissenschaft und Presse als Zentrum der politisch aktiven, organisierten Klimaleugnerszene in Deutschland beschrieben wird. Sein Ziel sei es, den systematischen Angriff auf die Befunde der Klimawissenschaft zu betreiben.

EIKE ist unter anderem durch das Committee for a Constructive Tomorrow mit dem Anti-Klima-Lobbyismus in den USA verbunden. Der Verein täuscht Wissenschaftlichkeit vor, verbreitet gezielt Desinformationen und versucht Einfluss auf Parteien zu nehmen. Die verantwortlichen Personen hatten und haben keine Verbindung zur Klimaforschung. Der Verein veröffentlicht keine Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Einige Publikationen von Vereinsmitgliedern erschienen in Raubjournalen, werden jedoch auf der Vereinswebsite als peer-reviewed (also durch wissenschaftliche Qualitätssicherung geprüft) beworben. Eine Offenlegung der Finanzierung des Vereins oder der Einkünfte der Mitglieder findet nicht statt.

(...)

Der Verein verfügt über kein Büro oder Gebäude. Die Anzahl der Mitglieder wird mit rund 50 von Seiten des Vereins angegeben. Sie sind nach eigener Auskunft meist im Ruhestand.

(...)

Gegründet wurde der Verein im Jahr 2007 durch Holger Thuß (* 1977), der ihn auch bis heute führt. Der Verein wurde zunächst auf die Privatadresse von Thuß in Jena eingetragen.

(...)

Thuß ist auch Gründer und Vorsitzender von CFACT Europe, einem europäischen Ableger der Klimaleugnerorganisation Committee for a Constructive Tomorrow (CFACT). CFACT gilt als eine der wichtigsten Organisationen der organisierten Klimaleugnerbewegung weltweit mit Sitz in den USA. CFACT Europe ist als juristische Person auch ein Gründungsmitglied von EIKE e. V. Thuß arbeitete bereits vor der Gründung von EIKE e. V. für CFACT und brachte von dort nach eigenen Angaben die Idee für EIKE e. V. mit.

EIKE e. V. erhält nach eigenen Angaben selbst kein Geld von Konzernen und gibt an, sich ausschließlich durch private Kleinspender und die eigenen Mitglieder zu finanzieren. Eine Offenlegung der Finanzierung des Vereins oder der Einkünfte der Mitglieder findet allerdings nicht statt. CFACT Europe ist jedoch Mitglied von EIKE e. V.. EIKE und CFACT Deutschland teilen sich eine Postfachadresse in Jena. CFACT und CFACT Europe werden durch Konzerne finanziert. 2008 gehörte das CFACT mit fast 600.000 Dollar zu den größten Spendenempfängern des Ölkonzerns ExxonMobil. CFACT erhält ebenfalls einen großen Teil seiner Finanzierung durch den Donors Trust. Der Trust soll möglichst anonym klimaskeptische Organisationen in der ganzen Welt unterstützen. Der Donors Trust wird unter anderem von Koch Industries finanziert.

Der Vizepräsident, Michael Limburg, ist Mitglied im „Expertengremium“ von CFACT Europe.

Der Verein unterhält ebenfalls Beziehungen zum Heartland Institute und veranstaltet gemeinsame Konferenzen. Das Heartland ist eine konservative Denkfabrik, die zu den zentralen Akteuren der organisierten Klimawandelleugnerszene zählt. Finanziert wird das Heartland Institute u. a. von ExxonMobil, zudem erhielt es von einem anonymen Spender 8,6 Millionen Dollar explizit für den Zweck, die Klimaforschung anzugreifen.

(...)

EIKE-Generalsekretär Wolfgang Müller ist gleichzeitig im Vorstand des libertären Berlin Manhattan Instituts und verantwortlich für das CFACT Climate Change Programme.

(...)

EIKE e. V. benennt auf seiner Website Mitglieder eines „Fachbeirats“. „Führende Wissenschaftler“ würden „entscheidend“ dazu beitragen, „dass sich die Bildungsinhalte von EIKE stets an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren“ würden. Mit Stand Dezember 2016 waren vom sogenannten Fachbeirat, bestehend aus 23 Professoren oder Doktoren, fünf Mitglieder bereits verstorben und elf im Ruhestand.

(...)

Der Verein veranstaltet seit seiner Gründung regelmäßige sogenannte „Klimakonferenzen“ (...). (...) Die Konferenzen werden gemeinsam von EIKE e. V., CFACT und CFACT Europe organisiert und finanziert.

(...)

Im März 2016 fiel EIKE e. V. auf einen Artikel einer englischsprachigen Satire-Website herein, übersetzte diesen ins Deutsche und publizierte ihn auf der EIKE e. V. Website. Der Artikel behauptete, dass Edward Snowden im Besitz von Dokumenten sei, nach denen die CIA den Klimawandel erfunden hätte. EIKE e. V. räumte ein, die Inhalte ungeprüft übernommen zu haben, und nahm die Meldung wieder von der Website.

EIKE e. V. wirbt auf seiner Website mit vermeintlich wissenschaftlichen Arbeiten verfasst von Vereinsmitgliedern. Der Verein behauptet, dass diese Publikationen, wie in der Wissenschaft üblich, durch externe Wissenschaftler geprüft worden wären, und bezeichnet diese Arbeiten folglich explizit als peer-reviewed. Bei einigen dieser Publikationen wurde jedoch nachgewiesen, dass diese durch unwissenschaftliche Raubjournale publiziert wurden. Unter anderem veröffentlichte Horst-Joachim Lüdecke, Pressesprecher von EIKE, 2016 eine Arbeit in der Fake-Zeitschrift „Journal of Geography, Environment and Earth Science International“. 2018 gelang es Journalisten der Süddeutschen Zeitung, die die Qualität dieser Zeitschrift sowie ihres Begutachtungsprozesses untersuchten, in ihr einen von einem Computerprogramm geschriebenen Unsinns-Aufsatz zu platzieren. Die angeblichen Gutachter (Reviewer) des Journals hätten nur wenige Änderungen vorgeschlagen, dann den Aufsatz akzeptiert. Sowohl der Verlag als auch Lüdecke bestreiten, dass es sich bei der Zeitschrift um ein Fake-Journal handele. Lüdecke betont, das Peer Review sei „sehr ordentlich“ gewesen, und hob auch den Umgang als „ungewöhnlich höflich, fair, sachlich und nett“ hervor. Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie, hingegen erklärte, alleine schon „[e]ine solche Arbeit in diesem Journal zu veröffentlichen, würde für jeden Wissenschaftler einen Bann durch das Max-Planck-Institut bedeuten“. Speziell nach dem Lüdecke-Paper gefragt, erklärte er, sie genüge nicht „den allerniedrigsten wissenschaftlichen Standards“.

(...)

Die Kommunikationsstrategien und das Netzwerk von „klimaskeptischen“ Gruppierungen wie EIKE e. V. sind Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung. In der Fachwelt wird EIKE e. V. sowohl als Desinformation betreibende Lobbyorganisation betrachtet, die unter irreführendem Namen agiert, als auch als Klimaleugnergruppe, die gezielt Wissenschaftlichkeit nachahmt. EIKE wird vorgeworfen, das „Sammelbecken für Leugner des menschen-gemachten Klimawandels“ zu sein, „den systematischen Angriff auf die Befunde der etablierten Klimawissenschaft“ zu betreiben und die deutsche „Speerspitze“ des Anti-Klima-Lobbyismus nach amerikanischem Vorbild zu sein. Die verantwortlichen Personen bei EIKE haben keine Verbindung zur Klimaforschung, die von EIKE verbreiteten Informationen werden als in aller Regel falsch charakterisiert.

Die Argumente des Vereins werden von Wissenschaftlern wie Jörg Matschullat als Falschaussagen und „Bauernfängerargumente“ gesehen. Zudem verweist Matschullat darauf, dass die verantwortlichen Personen des Vereins „keinerlei eigenen Bezug zur Klimaforschung“ hätten. Michael Brüggemann charakterisiert die Vorgehensweise von EIKE als gezielte Nachahmung wissenschaftlicher Prozesse und verweist in diesem Zusammenhang auf die Organisation von Konferenzen, das Publizieren von Büchern sowie das Bereitstellen von alternativen Experten.

Auf die von Gründungsmitglied E.G. Beck vertretenen Argumente reagierten einige Klimaforscher mit einer kritischen Stellungnahme. Bei einem Besuch von Vertretern von EIKE beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im April 2011 nahm dessen Direktor, Hans Joachim Schellnhuber, zu den klimaskeptischen Positionen von EIKE Stellung und widersprach anhand von Fachliteraturquellen den vorgebrachten Argumenten in sieben Themengebieten. Die Universität Heidelberg schreibt in einer Presseerklärung, dass EIKE e. V. die Öffentlichkeit in der Debatte um den Klimawandel immer wieder durch extreme und sachlich unhaltbare Standpunkte in die Irre führe. Die Argumente von Seiten des Vereins würden auch physikalischen Gesetzmäßigkeiten widersprechen.

Der Klimatologe Hans von Storch, der zwei Tagungen der Klimaskeptiker-Szene in Deutschland besuchte, kommentierte die Veranstaltungen mit den Worten „Das Niveau war größtenteils katastrophal“ und „Ein wirkliches Interesse an einer Diskussion war nicht zu erkennen“. Patrick Illinger, Leiter des Ressorts „Wissen“ der Süddeutschen Zeitung, schrieb über die Ende 2011 gemeinsam von EIKE und dem Berlin Manhattan Institut verstaltete „4. Internationalen Konferenz über Klima und Energie“: Auf dieser Veranstaltung gehe „es nicht um Skepsis, hier geht es um knallhartes Leugnen, um das kategorische Verneinen jeder wissenschaftlichen Erkenntnis, die menschengemachtes Treibhausgas mit der globalen Erwärmung in Zusammenhang bringt. Auch ist spürbar viel Wut im Spiel. Wut auf den Weltklimarat, auf Al Gore, auf die Politik und besonders auf die willfährigen Medien.“ Es solle „[n]icht weniger als eine weltumspannende Verschwörung [...] enthüllt werden. Den Klimawandel gilt es als riesige Lüge zu entlarven, eine drohende grün-sozialistische Weltdiktatur abzuwenden und die Menschheit von den düsteren Szenarien des Weltklimarats IPCC zu erlösen. Wer dieses Ansinnen teilt, darf hier vortragen. Offenbar ohne Rücksicht auf wissenschaftlichen Gehalt.“

Der Verein wurde von verschiedenen Seiten des Lobbyismus bezichtigt. So beschreibt etwa die Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau ihn als Speerspitze des klimaskeptischen Lobbyismus in Deutschland, während die Vereinsmitglieder in einem Artikel der Welt als Klima-Revisionisten bezeichnet werden. Nach einem Artikel der Wochenzeitung Die Zeit sind das Committee for a Constructive Tomorrow (CFACT) und das Heartland Institute Teil eines „von der Industrie finanzierten Komplexes von Verbänden und Instituten, der rund um Washington gewachsen ist“. Es handle sich dabei um „bezahlte Experten, die den Interessen ihrer Auftraggeber dienen.“ Außerdem gebe es weitere Organisationen, wie das American Enterprise Institute, das Marshall Institute, das Frontiers of Freedom Institute oder das Independent Institute, welche mit denselben Methoden operieren. Dabei weist Die Zeit auf personelle, inhaltliche und methodische Verflechtungen zwischen EIKE e. V. und den genannten Organisationen hin.

Nicole Weinhold, Chefredakteurin von Erneuerbare Energien. Das Magazin charakterisierte EIKE als eine "mit dem seriösen Namen Europäisches Institut für Klima und Energie (Eike) ausgestattete Vereinigung von AfD-Mitgliedern, Klimaleugnern und Windkraft-Hassern" und warnte in diesem Zusammenhang vor den negativen Folgen, die das Anführen von Fake-Studien mit unsinnigen Ergebnissen auf die Gesellschaft hätte."

Quelle: wikipedia

EIKE e.V. ist also bloß eine Briefkastenfirma. Naja, wir wissen ja, was wir von Briefkastenfirmen und deren Seriösität zu halten haben. Die wissenschaftliche Reputation des EIKE e.V. kann man wohl bloß mit Null beurteilen.
Oh, in meinem Kommentar vom 30. August 2018 17:20 fehlt leider ein Wort. Vollständig muss es heißen:

Liebe Uli Weber,
Sie haben in Ihrem Beitrag vom 22. August 2018 11:45 einfach mal allen, die sich - aus welchen Gründen auch immer (z.B. weil nicht ihr Thema oder weil längst geklärt) - nicht zur AGW-Theorie geäußert haben, UNTERSTELLT, "keine menschengemachten Ursachen für einen Klimawandel erkennen können".

Das ist so, als ob Sie 1 Millionen wissenschaftliche Arbeiten aus allen Wissenschaftsgebieten (Klima, Medizin, Archäologie, Linguistik, Theologie, ...) auf Aussagen zur AGW-Theorie untersuchen und zu dem Ergebnis kommen, dass nur 0,1% Aussagen zur AGW-Theorie machen (weil Theologen, Archäologen, Mediziner, ... das Thema nicht interessiert), und dann daraus kühn schlussfolgern, dass mind. 99,9% "der begutachteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen keine menschengemachten Ursachen für einen Klimawandel erkennen können...". Klar, wer sich nicht mit dem Thema AGW befasst, weil er z.B. eine wissenschaftliche Arbeit zu Herztransplantationen schreibt, kann bei Herztransplantationen natürlich "keine menschengemachten Ursachen für einen Klimawandel erkennen". Das heißt aber nicht, dass sie die AGW-Theorie bestreiten, wie Sie mit Ihrer Aussage plump suggerieren wollen!
Sehr geehrte Frau Winkler,

in meinem Kommentar vom 29. August 2018, 23:33 Uhr, hatte ich Ihnen bereits nachgewiesen, dass die Studie von Cook et al. (2013) in der Öffentlichkeit inzwischen als 97% Zustimmung aus der Gesamtmenge der dort untersuchten Klimaartikel verbreitet wird. Solche Legendenbildungen enthalten zwar gemeinhin auch einen wahren Kern, der hier aber mit der verbreiteten „parallelen Wahrheit“ nichts mehr zu tun hat.
Dieser wahre Kern ist die abgeleitete Aussage (3) aus einer Verschiebung der originären 100%-Basis (1) auf eine untergeordnete Teilmenge (2). Dort aber, wo man in der öffentlichen Wahrnehmung den wirklichen Analyseverlauf einer solchen Studie (1)->(2)->(3) unterdrückt und das Teilergebnis (3) direkt mit der untersuchten Gesamtmenge verknüpft (1)->(3), wird die Grenze von objektiver Wissenschaft eindeutig überschritten.
Gleichgültig, ob es sich um eine Aussage (3) über publizierende Klimawissenschaftler oder das Verkehrsmittel von Arbeitnehmern handelt, im Verschieben der 100%-Basis auf eine Untermenge (1)->(2) steckt bereits der Keim für eine möglichen Täuschung (1)->(3).

Machen wir‘s also mal ganz kurz, die Differenz zwischen Propaganda und Wissenschaft beträgt genau 65,4%, nachfolgend der Beweis mittels konventioneller Logik:

„Parallele Logik“ [%]: (1)->(3) mit 97,1% Zustimmung ohne Hinweis auf (2)

Konventionelle Logik [%]: (1)->(2)->(3) mit 97,1% Zustimmung aus 32,6% (1) = 31,7%

Differenz: [97,1% von Cook (2013) @Teilmenge(2)] – [31,7% von Cook (2013) @Gesamtmenge(1)] = 65,4%

Für die Leser und Kommentatoren in diesem Forum möchte ich den vorgestellten Beweis mittels konventioneller Logik am Beispiel Cook et al. (2013) noch einmal etwas näher erläutern. Es ist nämlich immer derselbe Hütchentrick, der sich hinter dieser „parallelen Logik“ versteckt, indem man von einer verketteten Aussage (1)->(2)->(3) die verständnisstiftende Bezugsgröße (2) verschwinden lässt und damit dann der Öffentlichkeit eine „parallele Wahrheit“ (1)->(3) vermittelt:

(1) Zunächst wird eine 100%-Gesamtmenge (1) untersucht. Aus der zugrunde liegenden Fragestellung ergeben sich dann mehrere Teilmengen mit einem jeweils einheitlichen Spezifikum, die in ihrer Summe wiederum diese 100% ergeben.
Cook et al. (2013): Es werden Abstracts von 11.944 klimawissenschaftlichen Arbeiten untersucht = 100%, davon 66,4% keine Angaben zu AGW + 32,6 Prozent mit Position zu AGW

(2) Dann wird eine beliebige Teilmenge(2) mit einem ganz bestimmten Spezifikum ausgegliedert (1)->(2) und als neue 100%-Basis einer näheren Untersuchung unterzogen. Deren prozentuale Unter-Teilmengen beziehen sich dann in Summe ausschließlich auf die ausgegliederte Teilmenge (2):
Nach Cook et al. (2013) vertreten 32,6% aus der 100%-Basis eine Position zu AGW: (2 )= 32,6% von (1) -> (2) = 100% -> 97,1% Zustimmung + 2,9% Ablehnung = 100% von (2) aus 32,6% von (1)

(3) Am Ende wird für eine dieser Unter-Teilmenge eine Aussage (3) abgeleitet und mit einem Prozentsatz aus der 100%-Teilmengenbasis (2) belegt, wobei der originäre Bezug (1)->(2)->(3) für den Wahrheitsgehalt dieser Aussage von entscheidender Bedeutung ist:
Cook et al. (2013): 100% = 11.944 Abstracts untersucht -> 32,6% mit Position zu AGW -> 97,1% Zustimmung aus diesen 32,6%

(4) Die aus (1)->(2)->(3) abgeleitete Aussage bleibt also nur so lange wissenschaftlich gültig, wie die Veränderung der betrachteten 100%-Basis in Punkt (2) nicht verlorengeht oder unterdrückt wird, in diesem Beispiel von Cook et al. (2013) also ein direkter Bezug der Kernaussage zu der ursprünglichen Teilmenge von 32,6%.

(5) Und jetzt kommt der Hütchentrick dieser „parallelen Logik“ zum Tragen: Früher oder später wird die Aussage (1)->(2)->(3) einfach ohne die zwingende Einschränkung aus (2) direkt mit der ursprünglichen Gesamtmenge aus (1) in Beziehung gesetzt und führt zu einer ganz neuen „parallelen Wahrheit“ (1)->(3).

Die öffentliche Wahrnehmung von Cook et al. (2013) unter Verschweigen der tatsächlichen Bezüge lautet damit: Gesamtmenge (11.944) untersucht -> 97,1% Zustimmung zu AGW. Die „parallele Logik“ (1)->(3) führt damit zu einem Nettogewinn von 65,4% zugunsten des AGW-Konsenses: [97,1% @Teilmenge (2)] – [31,7% @Gesamtmenge(1)] = 65,4%

Der mathematische Werkzeugkasten beinhaltet aber genauso wenig eine „parallele Logik“, wie sich die Wissenschaft eine „höhere Wahrheit“ zuschreiben kann. Vielmehr hat sich die Wissenschaft im historischen Rückblick immer mehrheitlich mit demjenigen gesellschaftlichen System arrangiert, in dem sie tätig geworden ist. Die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Ideologie unterliegt daher ganz allein der Eigenverantwortung von jedem Einzelnen von uns. Man kann sich also entweder ein eigenes Bild machen oder sich kritiklos einer Mehrheitsmeinung anschließen, denn, Zitat, „Wer nichts weiß, muss alles glauben“ (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach).
Bärbel Winkler
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
03. September 2018 19:22
Uli Weber schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sehr geehrte Frau Winkler,
>
> in meinem Kommentar vom 29. August 2018, 23:33
> Uhr, hatte ich Ihnen bereits nachgewiesen, dass
> die Studie von Cook et al. (2013) in der
> Öffentlichkeit inzwischen als 97% Zustimmung aus
> der Gesamtmenge der dort untersuchten Klimaartikel
> verbreitet wird.
....
> Die öffentliche Wahrnehmung von Cook et al. (2013)
> unter Verschweigen der tatsächlichen Bezüge lautet
> damit: Gesamtmenge (11.944) untersucht -> 97,1%
> Zustimmung zu AGW. Die „parallele Logik“ (1)->(3)
> führt damit zu einem Nettogewinn von 65,4%
> zugunsten des AGW-Konsenses: [97,1% @Teilmenge
> (2)] – [31,7% @Gesamtmenge(1)] = 65,4%
>
>.....

Sehr geehrter Herr Weber,

Sie müssen mir schon zugestehen, dass ich unsere Studie besser kenne und verstehe als Sie es sich hier zurechtbiegen! In der Zeit, die Sie wahrscheinlich in diesen Kommentar gesteckt haben, hätten Sie sicherlich etliche der Fakten auf Klimafakten.de durchlesen können (z. B. diese über den Konsens und die Beweise, die dazu führen: https://www.klimafakten.de/fakten-statt-behauptungen/fakt-ist#rebuttals-1).

In unseren Grafiken und Zusammenfassungen steht - wenn ausreichend Platz vorhanden ist - etwas wie "97,1 % von Studien, die Stellung beziehen". So z. B. hier:
https://skepticalscience.com/graphics.php?g=90

Wenn das in der weitergehenden Berichterstattung darüber immer 'mal wieder untergehen sollte, ist das nicht unsere Schuld und wir können nicht alle immer und überall korrigieren. Außerdem ist es ja eben nicht nur unsere Studie, sondern mehrere, die zu einem Konsens zwischen 90 und 100 Prozent kommen, mit einigen davon, die auf 97% kommen:
https://skepticalscience.com/graphics.php?g=242 - mehr immer noch hier: http://sks.to/coc

Wie gesagt, mir wäre es auch lieber, die Klimawissenschaftler hätten nicht Recht, aber die Wahrscheinlichkeit davon geht eben gegen Null.

Aber damit ist jetzt auch alles gesagt und dies war mein letzter Kommentar hier im Forum. Ich wende mich damit wieder konstruktiveren Diskussionen zu, zum Beispiel mit Teilnehmern in unserem kostenlosen Onlinekurs auf edX: "Denial101x - Making sense of climate science denial" (http://sks.to/denial101x). Dort steht nämlich das Vermitteln von Wissen über den menschengemachten Klimawandel im Vordergrund und welche Methoden beim Abstreiten z. B. des Konsens zum Einsatz kommen. Hier im Forum sind etliche davon zu besichtigen.
Ferdinand Peters
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
03. September 2018 21:03
Sehr geehrte Frau Bärbel Winkler,

Ihre Antwort vom 30. August 2018 20:21 hätte ich in dieser Form nicht erwartet.
Die verwechselte Anrede ihrer Person, sowie den falschen Vornamen des Herrn John Cook, war bestimmt keine böse Absicht
.Formal haben sie aber recht.
Mir geht es nicht darum, ob diese Studie von John Cook korrekt durchgeführt wurde.
Mir geht es nur um die Menschengruppe, die in dieser Studie ausgewertet wurde.

Zitat: "[...]
reduced the analysis to 11 944 papers
written by 29 083 authors and published in 1980 journals.
To simplify the analysis, ratings were consolidated into
three groups: endorsements (including implicit and explicit;
categories 1–3 in table 2), no position (category 4) and
rejections (including implicit and explicit; categories 5–7).
We examined four metrics to quantify the level of
endorsement:
(1) The percentage of endorsements/rejections/undecideds
among all abstracts.
(2) The percentage of endorsements/rejections/undecideds
among only those abstracts expressing a position on
AGW.
(3) The percentage of scientists authoring endorsement/
rejection abstracts among all scientists.
(4) The same percentage among only those scientists who
expressed a position on AGW (table 3).
[...]." Quelle :http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024/pdf

Sind diese Personen,bzw. Autoren alle Klimawissenschaftler, bzw. Klimafolgenforscher ??

(Sie hatten das Beispiel mit den Fahrradfahrern mit e-Bike angeführt)

Um es vielleicht noch deutlicher zu sagen:
mich erschüttert die Aussage von Mitgliedern des Deutschen Bundestages, die ja nicht so mit dem Thema vertraut sind,
die Studie von John Cook et al. 2913&2015 als Beweis des menschenverursachten Klimawandel heran zu ziehen.

Und dann noch mit der Behauptung, alle Wissenschaftler auf der Welt sind dieser Meinung.

Mit herzlichem Glückauf
Michael Limburg
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
04. September 2018 19:36
Wer in ideologisch aufgeladenen Themen wie dem Klimawandel bei Wikipedia abschreibt, zeigt dass er
1. nicht willens ist selber zu recherchieren
2. jeden Unfug glaubt, solange Wikipedia den verbreitet und es ihm oder ihr in den ideologischen Kram passt.
Nur weniges was Wikipedia über EIKE erzählt stimmt. So die Namen der EIKE Protagonisten und deren Titel. Der Rest ist bis auf wenige Ausnahmen diffamierendes Blech, vieles glatt gelogen.
Beste Grüße
M.L.
Armin Augstein
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
04. September 2018 23:10
Werte Redaktion,
in letzter Zeit müllen immer mehr Pseudowissenschaftler, vermutlich wahrhaftige "Fachleutchen", diese Plattform mit aus diversen Quellen abgekupfterten seitenweisen Doktorarbeiten zu. Abschließend geilen sich diese Typen ebenfalls noch an abgeschnackselten Zitate einiger Esotheriker auf. Weshalb solch´ verklausultiertes und grammatisch sowieso verqueres Geschwätz? Sachliche Themen sollten auch sachlich norrmal wiedergegeben werden können.
Armin
@ Uli Weber, 02. September 2018 20:20

Ich denke, es ist wie bei Abstimmungen bzw. Wahlen: Die Enthaltungen werden bei dem Verhältnis der JA- zu den NEIN-Stimmen bzw. bei dem Verhältnis der Stimmen für Kandidaten nicht mitgezählt. Eine Abstimmung gewinnt auch derjenige, der 51% bei nur 50% abgegebene Stimmen und 50% Enthaltungen erlangt.

Und auch hier bei dieser Studie von Cook et al. (2013) geht es darum, dass 97,1% gegen 2,9% stehen. Das es auch viele Studien gibt, die sich nicht zu der Frage äußern - aus welchem Grund auch immer, sei es, weil die Frage für die Autoren längst geklärt oder weil nicht Thema der Studie, spielt für das Verhältnis von 97,1% zu 2,9% keine Rolle. Es ist lediglich die Größe der Stichprobe anzugeben. Aber die kann sich jeder selbst leicht errechnen: 32,6 % von 11.944 = 3.894 Studien. Ich sehe da nirgendwo eine Täuschung: 97,1% stehen gegen 2,9% jeweils von 3.894 Studien, die sich zu dieser Frage äußern. Ich sehe da auch keine "parallele Logik". Im Gegenteil: Ich halte es für selbstverständlich, dass zuerst alle Studien aussortiert werden, die keinen Beitrag zur Beantwortung der Frage leisten.

Einen Unterschied würde lediglich die Frage machen, warum sich die anderen 67,4% der Studien nicht zu der Frage äußern. Wenn sie sich nicht dazu äußern, weil sie diese Frage im Sinne der übergroßen 97,1%igen Mehrheit für geklärt erachten und deshalb für unsinnig, dieses ständig zu wiederholen, oder wenn sie sich nicht zu dieser Frage äußern, weil dies gar nicht Thema der Studie ist, dann ist es völlig korrekt, diese Studien vorher auszusortieren, weil sie keinerlei Beitrag zu der Frage liefern, wieviele Pro-Studien wievielen Contra-Studien gegenüberstehen.

Wenn sich die Studien aber deshalb nicht zu dieser Frage äußern, weil sie die Auffassung vertreten, dass man zu dieser Frage keine wissenschaftlich begründete Aussage treffen könne, so wäre dieser Anteil als 3. Kategorie neben den Pro- und Contra-Meinungen wichtig. Aber die Kategorie "machen keine Aussage zur AGW-Theorie" läßt darauf schließen, dass auch eine Aussage, man könne die Frage nicht seriös beantworten, gerade nicht Ergebnis dieser Studien ist.

Es kommt also auf den Grund einer fehlenden Aussage bei den 67,4% an:
Falls der Grund ist, dass die Autoren meinen, eine diesbezügliche Aussage sei unseriös, so so sollten diese Studien in die Grundgesamtheit einbezogen werden und es wäre diese Prozentzahl neben der Pro- und Contra-Prozenzahl wichtig.
Falls aber ein anderer Grund vorliegt oder kein Grund angegeben ist, so sind diese Studien aus der Grundgesamtheit herauszunehmen.

Wenn Sie alle Deutschen fragen würden, wie sie diese Frage aufgrund eigener wissenschaftlicher Forschung beantworten würden, so dürften 99,999% dazu keine Antwort geben, weil sie dazu zwar vielleicht eine eigene Meinung haben, aber keine eigenen wissenschaftliche Forschung betreiben. Und von den verbleibenden 0,001% würden sich dann wohl 97,1% für und 2,9% gegen die AGW-Theorie äußern. Die wichtigen Zahlen wären also 97,1% gegen 2,9% bzw. 97,1% der Menschen, die sich aufgrund eigener wissenschaftlicher Forschung dazu äußern, bestätigen diese Theorie, während 2,9% sie bestreiten. Dass sich 99,999% nicht dazu äußern, weil nicht Thema ihrer Forschung, ist dann völlig irrelevant.
Uli Weber, 02. September 2018 20:20:
"Der mathematische Werkzeugkasten beinhaltet aber genauso wenig eine „parallele Logik“, wie sich die Wissenschaft eine „höhere Wahrheit“ zuschreiben kann. Vielmehr hat sich die Wissenschaft im historischen Rückblick immer mehrheitlich mit demjenigen gesellschaftlichen System arrangiert, in dem sie tätig geworden ist. Die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Ideologie unterliegt daher ganz allein der Eigenverantwortung von jedem Einzelnen von uns. Man kann sich also entweder ein eigenes Bild machen oder sich kritiklos einer Mehrheitsmeinung anschließen, denn, Zitat, „Wer nichts weiß, muss alles glauben“ (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)."

Was soll das heißen, die Wissenschaft habe sich "im historischen Rückblick immer mehrheitlich mit demjenigen gesellschaftlichen System arrangiert, in dem sie tätig geworden ist"?

Heute ist es doch eher so, dass die Klimawissenschaftler einen ökologischen Wandel fordern, während die wirtschaftsorientierte Politik, öffentlich zwar so tut, als sehe sie es genauso, tatsächlich aber die Wirtschaftsförderung über den Klimaschutz stellt und deshalb auch keine der festgelegten Klimaziele umgesetzt werden. So hat Trump alle Klimaschutzziele zugunsten einer Wirtschaftsförderung aufgekündigt. Und auch in Deutschland geht die Politik z.B. nicht effektiv gegen den Dieselabgasbetrug vor.

Sich ein eigenes Bild von der Klimaforschung zu machen ist aufgrund eigener Klimaforschung für Nicht-Klimaforscher wohl kaum möglich. Wir sind da auf die Ergebnisse des wissenschaftlichen Streits der Fachleute angewiesen. Irgendwelche diesbezüglichen Verschwörungstheorien, dass sich 97,1% der Wissenschaftler gegen die Menschheit verschworen hätten, halte ich für unbegründet und wahnhaft.

Das sich Menschenen "kritklos" der Mehrheitsmeinung anschließen, halte ich für eine Unterstellunng. Genauso könnte ich behaupten, dass sich die anderen Menschen kritiklos den Klimawandel-Verschwörungswahntheoretikern anschließen, da die meisten von ihnen auch keine Klimawissenschaftler sind, die Thesen also auch nicht überprüfen können.

Die Thesen der Klimaforscher kann letztendlich nur jemand prüfen, der 1. ein diesbezügliches theoretisches Grundwissen (z.B. aufgrund eines diesbezüglichen Studiums), 2. auf diesem Gebiet bereits intensiv und auch im Austausch mit anderen Wissenschaftlern gearbeitet und 3. ausreichend Rechentechnik (Hard- und Software für Klimamodelle) hat. Die mehrheitliche Meinung der Fachleute, die diese Voraussetzungen erfüllen, ist bekannt. Die Meinung der Menschen, die diese 3 Voraussetzungen nicht erfüllen - also auf diesem Gebiet Laien sind - ist für mich völlig uninteressant, weil nicht fundiert.
Bärbel Winkler
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
05. September 2018 17:57
Immanuel schrieb:
-------------------------------------------------------
....
> Einen Unterschied würde lediglich die Frage
> machen, warum sich die anderen 67,4% der Studien
> nicht zu der Frage äußern. Wenn sie sich nicht
> dazu äußern, weil sie diese Frage im Sinne der
> übergroßen 97,1%igen Mehrheit für geklärt erachten
> und deshalb für unsinnig, dieses ständig zu
> wiederholen, oder wenn sie sich nicht zu dieser
> Frage äußern, weil dies gar nicht Thema der Studie
> ist, dann ist es völlig korrekt, diese Studien
> vorher auszusortieren, weil sie keinerlei Beitrag
> zu der Frage liefern, wieviele Pro-Studien
> wievielen Contra-Studien gegenüberstehen.
>
> Wenn sich die Studien aber deshalb nicht zu dieser
> Frage äußern, weil sie die Auffassung vertreten,
> dass man zu dieser Frage keine wissenschaftlich
> begründete Aussage treffen könne, so wäre dieser
> Anteil als 3. Kategorie neben den Pro- und
> Contra-Meinungen wichtig. Aber die Kategorie
> "machen keine Aussage zur AGW-Theorie" läßt darauf
> schließen, dass auch eine Aussage, man könne die
> Frage nicht seriös beantworten, gerade nicht
> Ergebnis dieser Studien ist.
>
> Es kommt also auf den Grund einer fehlenden
> Aussage bei den 67,4% an:
> Falls der Grund ist, dass die Autoren meinen, eine
> diesbezügliche Aussage sei unseriös, so so sollten
> diese Studien in die Grundgesamtheit einbezogen
> werden und es wäre diese Prozentzahl neben der
> Pro- und Contra-Prozenzahl wichtig.
> Falls aber ein anderer Grund vorliegt oder kein
> Grund angegeben ist, so sind diese Studien aus der
> Grundgesamtheit herauszunehmen.
...

Hallo Immanuel!

Doch noch eine schnelle Rückmeldung - eine zufällige Auswahl von 1000 der "No Position" Abstracts wurde darauf erneut beurteilt und auf das Sample hochgerechnet, und im Ergebnis gibt es deshalb zwei "Unterkategorien" dazu:

(4a) No position Does not address or mention the cause of global warming
(4b) Uncertain Expresses position that human's role on recent global warming is uncertain/undefined 'While the extent of human-induced global warming is inconclusive...'

"Upon completion of the final ratings, a random sample of 1000 'No Position' category abstracts were re-examined to differentiate those that did not express an opinion from those that take the position that the cause of GW is uncertain. An 'Uncertain' abstract explicitly states that the cause of global warming is not yet determined (e.g., '...the extent of human-induced global warming is inconclusive...') while a 'No Position' abstract makes no statement on AGW."

Das macht, wie in Tabelle 3 zu sehen, aber keinen großen Unterschied:
http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024/meta#erl460291t3

Ach ja, bei den Eigenbeurteilungen durch die Autoren der Studien, war das Verhältnis von Position beziehen und keine Position beziehen fast genau umgedreht zur Bewertung der Abstrakte - Tabelle 4 (was nicht wirklich überraschend ist, wenn man sich ein bißchen mit dem Thema beschäftigt):
http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024/meta#erl460291t4

Generell gilt, dass die meisten der Angriffe auf unsere und andere Konsensstudien sich oft schon dadurch als haltlos herausstellen, wenn die Studie tatsächlich gelesen wird. Auf viele der Unsicherheiten gehen wir z. B. im Diskussionsabschnitt ein:
http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024/meta#erl460291s4

So, das war's jetzt aber wirklich von meiner Seite!

Weiterhin gute Nerven beim Eintreten für die Wissenschaft!
Michael Limburg, 04. September 2018 19:36:
"Nur weniges was Wikipedia über EIKE erzählt stimmt. So die Namen der EIKE Protagonisten und deren Titel. Der Rest ist bis auf wenige Ausnahmen diffamierendes Blech, vieles glatt gelogen."

Als Cheflobbyist des Lobbyvereins EIKE e.V. muss Michael Limburg wohl dies behaupten, natürlich ohne genau darzulegen, was denn am Wikipedia-Artikel falsch sei. Auf Wikipedia können Fehler berichtigt und kann über Fehler diskutiert werden. Offenbar sind dies aber keine Fehler, sondern nur unangenehme Wahrheiten. Aber für Cheflobbyist Michael Limburg sind wahrscheinlich auch die anderen 99% der journalistischen Beiträge über EIKE e.V., die EIKE e.V. kritisch sehen, nur "diffamierendes Blech, vieles glatt gelogen". EIKE e.V. hält es da wie Trump: Alles was nicht passt, sind "Fake News". Und dem werden "alternative Fakten" (= Lügen) gegenübergestellt.

"Argumenten" von Lobbyisten sollte man stets sehr kritisch gegenüberstehen, keinesfalls ungeprüft übernehmen, dann eher mal bei Wikipedia recherchieren. Das Wikipedia allen Lobbyisten, Sekten und Verschwörungswahnanhängern ein Dorn im Auge ist, weil ihre "Theorien" dort nicht kritiklos übernommen, sondern eingeordnet und sehr skeptisch gesehen werden, verwundert nicht.
Frank Schellinger
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
06. September 2018 11:58
Zum 97 % - Konsens:

• Es wurden die Zusammenfassungen von 11.944 wissenschaftlichen Arbeiten aus der begutachteten wissenschaftlichen Literatur auf Aussagen zu AGW untersucht.
• 66,4 Prozent der Zusammenfassungen machten keine Angaben zu AGW.
• 32,6 Prozent der Arbeiten enthielten eigene Positionen zu AGW.
• Von diesen 32,6% mit Aussagen zu AGW bestätigen 97,1% die AGW-Theorie.

Insgesamt wird die Theorie der globalen Erwärmungsthese und des menschlichen Anteil daran (über den CO2-Ausstoß) von 32,6 % x 0,971 = 31,6546 % der untersuchten Gutachten geteilt; 68, 34 % - die Mehrheit (kein wissenschaftlicher Beleg; ich weiß; den gibt es aber gerade auch nicht für die Theorie der menschengemachten Klimaerwärmung) sind somit anderer Ansicht.
Der kleine Sarde
Re: Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil
06. September 2018 14:17
Wie hat sich eigentlich die Sonne die letzten 100 Jahre verändert und das Magnetfeld der Erde?
Wie hoch ist eigentlich der gemessene Mittelwert vom CO2 Gehalt in der Luft seit es Lebewesen gibt? wo liegt der CO2 Gehalt aktuell? Und wo würde er liegen wenn ÖL-GAS-Kohle aufgebraucht sind? Wir haben also genügend Zeit um die Fusionsenergie zu erforschen!
Wie viel tausend km² Ackerfläche und Regenwald muss noch durch Biogas und E10 zerstört werden. Wie viel hundert Millionen Liter Chemikalien für seltene Metalle werden jährlich noch in die Natur geleitet. Wie viel ha Beton werden noch wegen Windräder in den Wald verschüttet... Wie viel Geld wird noch in die EEG-Lobby von uns Bürgern geschaufelt.
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