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11.01.2018, 17.45 - 18.00 Uhr | WDR 3

WDR 3 ZeitZeichen

Stichtag heute 11. Januar 1908
Der Grand Canyon wird zum "National Monument" erklärt
Von Almut Finck

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Wer hinabschaut, dem tut sich die Erde auf. 1800 Meter tief fällt der Blick, bleibt hängen an urzeitlichen Gesteinsformationen mit braunroten oder rosafarbenen Adern aus Granit. Ganz unten gräbt auf 450 Kilometern Länge seit Jahrmillionen ein Fluss, der Colorado, seinen Weg durch den Fels.

So fasziniert war US-Präsident Theodore Roosevelt von diesem Naturwunder im Nordwesten Arizonas, dass er es 1908 zum nationalen Monument erklärte. 1919 erweiterte Woodrow Wilson den Schutzstatus der wohl eindrucksvollsten Schluchtenlandschaft der Welt, indem er aus dem Nationalmonument einen Nationalpark machte. Ihn besuchen mittlerweile jährlich 5 Millionen Menschen. Bedrohung erfährt das einzigartige Ökosystem jedoch nicht nur durch den Massentourismus. Der Klimawandel sorgt dafür, dass sich Lebensräume der Tier- und Pflanzenwelten verlagern. Und seit dem Machtantritt des nicht gerade für den Umweltschutz eintretenden Präsidenten Donald Trump erhalten politische Kräfte Auftrieb, die Nationalparks wie den Grand Canyon re-privatisieren möchten, um dort lagernde Rohstoffe abbauen oder Landwirtschaft betreiben zu dürfen.