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05.03.2017, 11.05 - 12.00 Uhr | WDR 5

Dok 5 - Das Feature

"Jede Nacht haben sie andere geholt"
Vergewaltigung als Kriegsstrategie
Von Mechthild Müser
Aufnahme WDR/DKultur/BR 2015
Wiederholung: 06.03. 20.05 Uhr

Nusreta Sivac

05.03.2017, 11.05 - 12.00 Uhr | WDR 5

Sendung vom 05.03.2017

  • Stereo

Ist die Vergewaltigung von Frauen eine besonders effektive Kriegswaffe? Was bringt Soldaten oder Polizisten dazu, ihre Macht auf diese Weise zu demonstrieren? Steckt eine Strategie dahinter, selbst wenn Befehle von Oben oft nicht nachweisbar sind?

In fast allen kriegerischen Auseinandersetzungen sind Frauen Opfer sexualisierter Gewalt. Die Autorin Mechthild Müser hat sich exemplarisch mit den Auswüchsen des Bosnienkrieges beschäftigt. Während der vier Jahre andauernden Auseinandersetzung wurden mindestens 25.000 muslimische Frauen systematisch vergewaltigt. Ziel war unter anderem die ethnische Vertreibung der muslimischen Bosnier.

In patriarchalen Gesellschaften gilt die sexualisierte Gewalt an Frauen auch als besondere Demütigung der Männer. Die Botschaft: Ihr seid nicht mal in der Lage, eure Frauen zu schützen! Und die betroffenen Frauen wagen sich bis heute nicht in ihre Heimat zurück. So scheint eine Versöhnung fast unmöglich. Was treibt Männer zu solchen Taten?