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07.11.2017, 21.00 - 21.45 Uhr | WDR Fernsehen

Quarks: Weiße Magie - Warum wir den Schnee brauchen

www.quarks.de

Ranga Yogeshwar mit schmelzendem Schneemann

Sendung vom 07.11.2017

07.11.2017, 21.00 - 21.45 Uhr | WDR Fernsehen

  • Stereo
  • HD

"Erinnerst du dich an unsere Wettrennen auf der Rodelpiste und den riesigen Schneemann, der jedes Jahr in unserem Garten stand?" Viele Menschen vermissen die weiße Magie, wenn es bis Ende Januar noch immer nicht geschneit hat. Denn Schnee kann glücklich machen. Wenn man die Tür öffnet und draußen liegt Schnee, dann erscheint die alltägliche Welt verzaubert: So sauber, so sanft, so leise, so langsam.
Aber stimmt der Eindruck? Gibt es tatsächlich immer seltener und weniger Schnee? Wie erklären sich die Schneekatastrophen: Lawinen, Schneestürme, eingestürzte Strommasten und eingedrückte Dächer? Wir lieben ihn trotzdem. Deshalb geht Quarks anlässlich der gerade in Bonn stattfindenden UN-Klimakonferenz der Frage nach, ob in 50 Jahren Kinder Schnee nur noch in Büchern, Filmen oder durch Schnee-Kanonen kennenlernen werden.

Sinnvoll: Schnee beschützt die Welt
Die riesigen Schneeflächen der Nordhalbkugel sind ein riesiger Wasserspeicher. Verschwinden sie, droht Dürre und Hunger. Wie sieht sie aus: eine Welt ohne Schnee? Ranga Yogeshwar macht eine beunruhigende virtuelle Reise und blickt Schneeforschern über die Schulter: Wo ist die Situation besonders schlimm?

Irrsinn: Weiße Loipen auf grünen Bergen
Wenn der Schneemann klein bleibt, ist das zwar schade, aber nicht teuer. Wenn aber Millionen Wintersportler nur noch in den höheren Gebirgen sicher Schnee vorfinden, dann kostet das viel Energie, Zeit und Geld: Die meisten Skiorte in Europa müssen fast den ganzen Winter über künstlich beschneien. Bei weißen Kunstschnee-Pisten umgeben von grünem Rasen haben Wintersportler den Eindruck: Hier stimmt etwas nicht. Stimmt das ungute Gefühl? Quarks fragt nach.

Wahnsinn: Schneekanonen sollen Gletscher retten
Wo der Schnee schwindet, herrscht Sorge - aber auch Kreativität. Ranga Yogeshwar besucht ein irrwitziges Projekt in der Schweiz: Mit Schneekanonen und 100 Millionen Schweizer Franken möchten Wissenschaftler einen Gletscher vor dem Schmelzen retten, denn die riesigen Eiszungen gelten als wertvolle Süßwasserreserve. Aber kann das funktionieren und ist das ökologisch vertretbar? Oder eher verzweifelt und größenwahnsinnig?

Unsinn: Ist das alles nur Panikmache?
Die Statistiken sprechen auf den ersten Blick eine eindeutige Sprache: Nicht nur in Deutschland, weltweit steigen die Schneegrenzen und die Zahl der Schneetage sinkt. Schneeglöckchen blühen zwei Wochen früher als noch vor 30 Jahren und Gletscher verändern ihr Gesicht oder sind bereits verschwunden. Doch ist das ganze vielleicht nur ein kurzfristiger, klimaunabhängiger Trend, quasi ein Ausreißer? Und wo kommt der Schnee her, wenn heutzutage innerhalb einer Nacht ganze Landstriche im Schneechaos versinken? Quarks hakt nach.