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08.11.2017, 22.55 - 23.25 Uhr | WDR Fernsehen

Die Klimaretter der Arktis

Eine WELTWEIT-Reportage von Golineh Atai

Wissenschaftler Sergej Zimow lebt seit Jahrzehnten am Kolyma-Fluss, im tiefsten Nordosten Russlands.

Sendung vom 08.11.2017

08.11.2017, 22.55 - 23.25 Uhr | WDR Fernsehen

  • Stereo
  • HD

Eine verrückte Idee? Mit Elchen, Bisons und jakutischen Pferden will Familie Zimow den Klimawandel verlangsamen - ein besonderes Vorhaben und eine besondere Familie. In Russlands fernem Osten, in Tscherski am Kolyma-Fluss, haben Vater und Sohn Zimow eine Polarstation aufgebaut, wo ausländische Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung studieren. Noch zu Zeiten der Sowjetunion zog der Wissenschaftler Sergej nach Tscherski. Seitdem erforscht er Russlands Permafrost, die dauerhaft tiefgefrorene Erde der Arktis. Er war einer der ersten, der feststellte, dass aus den Seen der Arktis Methan entweicht - ein Klimakillergas. Russland erwärmt sich mehr als doppelt so schnell im Vergleich zum Rest der Welt, und der letzte Winter war der ungewöhnlichste arktische Winter überhaupt. Wenn die Eisadern in der Erde schmelzen, bleiben trockene Erdhügel zurück, zerklüftete Landschaften entstehen. Auf der Yamal-Halbinsel bläht sich der Tundra-Boden wie ein Luftballon auf und platzt. Manchmal entstehen so riesige Erdlöcher. Sergej und Nikita Zimow haben eine kühne These: Sie wollen das Ökosystem der Eiszeit wiederherstellen, um den Permafrost in die Arktis zurückzubringen. Und dafür brauchen sie Tiere - viele Millionen Tiere.
Für "weltweit" begleiten ARD-Korrespondentin Golineh Atai und ihr Team die Zimows und die Veränderungen der Landschaft über ein halbes Jahr.