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13.11.2017, 14.30 - 15.15 Uhr | WDR Fernsehen

Australiens Nationalparks - Die Alpen

Ein Film von Peter Moers

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Australien ist der älteste Kontinent der Erde. Seit Millionen von Jahren vom Rest der Welt isoliert, gedeihen dort einzigartige Pflanzen und Tiere. Die fünfteilige Reise durch spektakuläre Nationalparks führt in die Wildnis Australiens. Das Filmteam durchquert auf seiner Route üppigen Regenwald und besteigt schneebedeckte Berge, taucht mit Walhaien durch Korallenriffe, sucht in den tasmanischen Wäldern nach den letzten Beutelteufeln und beobachtet Rote Riesenkängurus in der Wüste.

Im Südosten des Fünften Kontinents liegen die Australischen Alpen. Sie werden vom Snowy River durchschnitten, der an den Hängen des Mount Kosciuszko entspringt. Der Nationalpark Australische Alpen erstreckt sich über drei Bundesstaaten. Rund um den Mount Kosciuszko schneit es im Winter regelmäßig. Dort lebt der Bergbilchbeutler, das einzige Beuteltier Australiens, das Winterschlaf hält und Vorräte anlegt. Nach der Schneeschmelze benötigt das hamstergroße Tier reichhaltige Nahrung, die in erster Linie aus Bogong-Faltern besteht. Doch die Klimaveränderung gefährdet die Existenz der Bergbilchbeutler. Steht das nahrhafte Futter nicht zum rechten Zeitpunkt zur Verfügung und schmilzt der Schnee bereits vor der Ankunft der Bogong-Falter, müssen die Bergbilchbeutler verhungern.

Am Snowy River leben auch viele Wildpferde, so genannte Brumbies. Einst waren sie die Reitpferde der australischen Cowboys. Inzwischen sind sie zur Plage in den Nationalparks geworden, weil sie mit ihren harten Hufen den Boden zerstören. Als sie von der Parkleitung vorübergehend zum Abschuss freigegeben wurden, war die öffentliche Empörung groß. Nun werden die Brumbies mit viel Aufwand eingefangen und verkauft. Doch das reduziert den Bestand kaum. Die Freunde der Brumbies beharren auf der kulturellen Bedeutung der Pferde und verweisen auf das australische Nationalepos des Dichters Andrew "Banjo" Paterson, der Pferd und Reiter verherrlicht. Glen Symonds und seine Frau Julie nehmen eingefangene Brumbies auf und bilden sie zu Reitpferden für Kinder aus. Das erfordert viel Geduld und Mühe.

Im Frühjahr, wenn auf den Bergkuppen noch Schnee liegt, kann man dem lautstarken Ritual des Leierschwanzvogels lauschen, der sämtliche aufgeschnappte Vogelstimmen nachzuahmen weiß. Oder man sichtet auch Graue Riesenkängurus, die auf den hochalpinen Almen Gras fressen.

Grasland, Heidelandschaft, Regenwald, Wüste und schroffe Berge, die Wildnis Australiens hat viele Gesichter. Die fünfteilige Dokumentationsreihe führt durch ganz verschiedene Regionen des Fünften Kontinents. Filmemacher Peter Moers hat auf seiner Reise Menschen besucht, die sich der Einsamkeit und Wildheit des Landes stellen und der sengenden Dürre, den Buschfeuern und anderen Widrigkeiten gewachsen sind. Sie sehen das Outback nicht als lebensfeindlich. Es dient vielmehr als Nahrungsquelle und Apotheke. Sogar heftige Überflutungen können für bedrohte Tierarten ein rettender Segen sein.