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13.11.2017, 22.10 - 22.40 Uhr | WDR Fernsehen

Job im Gepäck - Als Müllwerkerin nach Bhutan

Eine Reportage von Marika Liebsch
aus der Reihe "Hier und heute weltweit"

 Die deutsche Müllwerkerin Manijeh Sabzevar (l) aus Bergisch Gladbach ist beeindruckt mit wie viel Spaß in Bhutan der Müllunternehmer persönlich in Schulen über Abfallvermeidung aufklärt.

Sendung vom 13.11.2017

13.11.2017, 22.10 - 22.40 Uhr | WDR Fernsehen

  • Stereo
  • HD

Sie ist Müllwerkerin in Bergisch Gladbach, Manijeh Sabzevar (43), Mutter zweier Kinder und eine der wenigen Frauen in diesem Beruf. Angst vor Neuem und ungewohnten Situationen hat sie nicht. Auch deshalb wagt sie nun das nächste Abenteuer:
Für die Sendung "Hier und heute weltweit" in der Reihe "Job im Gepäck" reist sie mit ihrem Job als Müllwerkerin nach Bhutan, in das Land des Glücks.

Dort trifft sie in der Hauptstadt Thimphu einen jungen Müllwerker aus Bhutan (24). Die beiden wollen nicht nur gemeinsam arbeiten, die deutsche Müllwerkerin nimmt auch die Einladung an, bei ihrem neuen Kollegen zu wohnen. Allerdings weiß sie nicht, dass er direkt auf der Müllkippe lebt, eben dort, wo er auch arbeitet. Noch nie hatte er Besuch, der bei ihm übernachtet hat.
Die Unterschiede zwischen den beiden Müllwerkern könnten nicht größer sein.

Als einziges Land der Welt, erklärt Bhutan "Glück" als Staatsziel in der Verfassung. Politische Entscheidungen richten sich nach dem so genannten Bruttonationalglück. Seit rund 10 Jahren ermittelt der Himalaya-Staat das Glücksempfinden seiner Einwohner: 91 Prozent der Bhutaner bezeichnen sich selbst als glücklich, 50 Prozent gar als zutiefst glücklich.

Doch auf den ersten Blick scheint es, als würden die Bhutaner ihr Paradies vermüllen. So wirkt es erstmal auf die deutsche Müllwerkerin. Während sie zuhause den Abfall in fünf Eimern trennt, scheinen die Bhutaner ihren Müll gedankenlos zu entsorgen.
Die Deutsche ist entsetzt. Doch das ändert sich, als sie den Chef des bhutanischen Müllunternehmens trifft. Der ist ein international gefragter Experte für Müll und hat ganz überraschende Ansichten zur deutschen Mülltrennung.