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28.11.2017, 01.25 - 02.00 Uhr | WDR Fernsehen

Monheim - Wie viel Islam verträgt eine Stadt?

Warum in Monheim ein Moscheenstreit tobt
Eine Hier und heute Reportage von Lena Rumler

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Kostenlose Grundstücke für den Bau zweier Moscheen! Mit diesem in Deutschland bislang einmaligen Vorhaben ist die kleine Stadt Monheim in NRW im letzten Jahr in die bundesweiten Schlagzeilen gekommen. Ihr Bürgermeister Daniel Zimmermann will ein Zeichen für die Integration setzen. Der Aufschrei war groß in Monheim. Unter der Überschrift "Keine Steuergelder für Moscheegrundstücke" versuchten die Oppositionsparteien die Pläne zu stoppen. Dabei ist Monheim eine der reichsten Kommunen in NRW und kann sich diesen Schritt leisten. Es geht im Kern also um andere Fragen, z.B. wieviel Islam toleriert die Stadt? Und gehören die Muslime schon so weit dazu, dass auch für sie Steuergelder ausgegeben werden dürfen? Fragen, deren Antworten aktueller und wichtiger kaum sein könnten. Für Monheim, aber auch für Deutschland.

Bemerkenswert ist dabei, dass es die beiden Gemeinden seit Jahrzehnten in Monheim gibt, versteckt in Hinterhöfen. Daran hat bislang auch niemand Anstoß genommen. Aber nun will der Bürgermeister sie in die Mitte der Gesellschaft holen. Am Ortseingang und in einem Wohnviertel sollen die Moscheen stehen, mit Minaretten, Unterrichtsräumen und Cafés. Darin sehen einige Monheimer den Untergang des Abendlandes. Die Argumente dagegen sind vielfältig. Die Ängs-te diffus. Gleichzeitig bezeugen die Kritiker, dass sie nichts gegen Muslime haben und für In-tegration sind.

"Hier und heute" hat die Situation in Monheim über einige Monate beobachtet. Wir sind dabei, wenn die Politiker sich die Köpfe einschlagen, gehen in die beiden Moscheen, treffen Monhei-mer, junge Muslime, Skeptiker und Befürworter. Eine spannende Bestandsaufnahme einer Stadt im Glaubenskampf.