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Radio, Fernsehen und Internet bestimmen in großem Umfang den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Neben den nützlichen Informationen und Unterhaltungselementen liefern diese Medien aber auch unerwünschte Inhalte. Diese können verängstigen, desorientieren und langfristig beeinträchtigen, wenn sie nicht altersgerecht sind. Im Fernsehen und Internet sowie in PC-Spielen lauern zwar mehr Gefahren als im Hörfunk. Aber auch hier stellen sich den Verantwortlichen oft wichtige Fragen.
Wie und in welchem Umfang berichten wir über Kriege, Naturkatastrophen, Anschläge und Kriminalität? Wann ist der Informationsanspruch der Erwachsenen höher zu bewerten als mögliche Angstgefühle von Kindern und Jugendlichen? Was ist erlaubt in Comedy und Satire? Wo verlaufen die Grenzen zwischen künstlerischer Freiheit, kreativer Provokation und Geschmacklosigkeit? Wann könnten die Gefühle des Publikums oder die Menschenwürde verletzt werden? Wann ist ein Rap, ein Rock- oder HipHop-Song gewaltverherrlichend, frauenfeindlich oder pornografisch und kann deshalb nicht gesendet werden?
Für die Redakteurinnen und Redakteure des WDR gibt es als Hilfe in täglichen Programmfragen gesetzliche Vorgaben zum Jugendschutz. Diese Gesetz sind im Jugendmedienschutzstaatsvertrag und den ARD-Richtlinien zur Sicherung des Jugendschutzes festgehalten und stets zu beachten. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird vom Rundfunkrat als Aufsichtsorgan des Senders kontrolliert.
Bei der Auslegung der Gesetze und Vorschriften stehen den Redaktionen das Justitiariat und der Jugendschutzbeauftragte des WDR, Rainer Assion, zur Seite. Beide werden von den Redaktionen und Programmbereichen in der Regel schon vor der Ausstrahlung von Beiträgen oder Sendungen um Rat gefragt. Vor allem, wenn Zweifel an der Unbedenklichkeit von Produktionen aufkommen. Jeder Einzelfall muss dann bewertet und diskutiert werden.
Der beste Jugendschutz ist und bleibt ein gutes Programm. Denn ebenso wichtig wie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und journalistischen Standards zählt im WDR die Vermittlung von Medienkompetenz. Mit speziellen Radio-, Fernseh- und Internetangeboten will der WDR Kindern und Jugendlichen helfen, mit Medien sinnvoll und kritisch umzugehen. Dem Radio gelingt dies besonders gut mit seiner jungen Welle 1LIVE. Auch die Kindersendungen Lilipuz und Bärenbude auf WDR 5 tragen ihren Teil zum Jugendschutz bei.
Rund 3 Millionen Hörerinnen und Hörer schalten täglich 1LIVE ein. Rund 50 Prozent der jungen RadiohörerInnen in NRW bekennen sich zu diesem Programm. Damit ist 1LIVE das erfolgreichste, junge Radio in Deutschland. Aber 1LIVE ist mehr als nur ein Radioprogramm. Es ist eine Kommunikationsplattform für die junge Bevölkerung in NRW und damit zu einem wichtigen Vermittler von Medienkompetenz geworden.
Stand: 04.02.2009, 12:26 Uhr
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