Seiteninhalt:
KARNEVAL UND KÄLTE
Warmschunkeln
Informationen aus einem Beitrag von Sebastian TittelbachPünktlich zur heißen karnevalistischen Phase wird es bitterkalt. An Weiberfastnacht soll es selbst in Köln leichten Schneefall und gefühlte minus 9 Grad geben. Ganz harte Karnevalisten verlassen sich aufs Warmschunkeln, alle anderen können mit dem passenden Kostüm gegensteuern.


Schal und Handschuhe sind ein Muss
Im Prinzip lässt sich jedes Kostüm wintertauglich machen, ohne dass man damit wie ein aufgeblasenes Michelin-Männchen aussieht, sagt Nicole Poertgen, Inhaberin eines Karnevalgeschäfts in Bonn. Wichtig ist nur, dass Hände und Füße warm bleiben. "Schal, Handschuhe, Stulpen sind ein absolutes Muss. Die kann man auch unter dem Kostüm tragen. Oder eben Skiunterwäsche."
Kostüm dem Wetter anpassen
Leichte Feenkostüme sind gerade weniger gefragt. Eher Fell- oder Wollstoffe. Erfahrene Karnevalisten passen ihre Kostümideen rechtzeitig dem Wetterbericht an.
Allerdings: Ein Kostüm, dass beim Rosenmontagsumzug noch angenehm warm hält, kann sich beim anschließenden Kneipenkarneval unfreiwillig in eine Sauna verwandeln.


Duschvorhang schützt Kostüm
Das angekündigte Karnevalswetter macht aber nicht nur den Jecken zu schaffen. Auch die Kostüme leiden unter der Mischung aus Schneematsch, Bierresten und klebrigen Kamelle. Manches Prinzenpaar leiht sich deshalb zum Rosenmontagumzug ein altes Ornat aus, damit das eigene sauber bleibt. Die Alternative ist ein durchsichtiger Plastikumhang, der über das Kostüm gezogen wird. Wem das zu spießig ist, der kann sich nur auf die Nähe zwischen Karneval und Kirche besinnen. "Wie es immer heißt, immer beten. Beten, beten, beten, damit wir Weiberfstnacht und Rosenmontag schönes Wetter haben."



