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Dienstag, 09.02.2010

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KATHOLISCHER WELTJUGENDTAG 2008 IN SYDNEY

Papst kam per Schiff

Bei strahlendem Sonnenschein und frischem Wind ist Papst Benedikt XVI. am Donnerstag (17.07.08) im Hafen von Sydney vorgefahren. Das Kirchenoberhaupt stand an der Reling dicht gedrängt mit australischen Jugendlichen, darunter direkt neben ihm ein Ureinwohner in traditionellem Fellkostüm und mit weißer Gesichtsbemalung. Der Papst lachte und scherzte mit den jungen Leuten und erfreute sich sichtlich am Anblick von mehr als 150.000 jungen Pilgern, die ihm vom Ufer aus zuwinkten.

Schutz der Umwelt gefordert
Bei einer anschließenden Rede forderte der Papst einen sorgsamen Umgang mit den Schätzen der Erde. Die Erosion des Bodens, die Zerstörung der Wälder und die Verschwendung der Rohstoffe seien das Ergebnis eines "unersättlichen Konsums", sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche zum Auftakt seiner Teilnahme am katholischen Weltjugendtag in Sydney. Er rief die Jugendlichen auf, sich im Leben nicht von falschen Pop-Idolen leiten zu lassen.

 
Pilger jubeln dem Papst zu; Rechte: pa/dpa
 
 
Australische Ureinwohner in festlicher Bemalung beim Weltjugendtag 2008 in Sydney; Rechte: pa/dpa
 

Papst lobte Entschuldigung bei Ureinwohnern
Zuvor war Papst Benedikt XVI. am Donnerstagmorgen (17.07.08) von Regierungschef Kevin Rudd im Botanischen Garten unter freiem Himmel begrüßt worden. "Sie sind wahrlich unter Freunden", sagte Rudd. Benedikt bedankte sich für die für die Gastfreundschaft. Er lobte den jüngsten Vorstoß der australischen Regierung, sich bei den Ureinwohnern für Diskriminierung zu entschuldigen. Er freue sich über die vielen jungen Leute, die die weite Reise nach Sydney unternommen hatten. "Es ist eine Freude, unter ihnen zu sein", sagte der Papst. "Der Weltjugendtag erfüllt mich mit großer Zuversicht für die Kirche und für die Welt", sagte der Papst. Er begrüßte die mehr als 225.000 Pilger, die eigens nach Sydney gekommen waren.

Nimmt Papst Stellung zu sexuellem Missbrauch
Unterdessen dämpfte der Vatikan Erwartungen, dass Benedikt XVI. in Australien um Vergebung für sexuellen Missbrauch durch katholische Priester bitten werde. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, es sei aber möglich, dass der Papst das Thema bei seiner Messe mit Bischöfen, Priestern und Seminaristen am Samstag (19.07.08) in der Kathedrale von Sydney ansprechen werde. Benedikt XVI. hatte während des Fluges nach Australien die Unvereinbarkeit von Priesteramt und sexuellem Missbrauch bekräftigt und deutlich gemacht, dass Pädophilie nach kirchlichem Verständnis immer schlecht sei.

Päpstliche Streicheleinheiten
In den vergangenen Tagen hatte sich der 81-Jährige Benedikt im abgeschiedenen Kenthurst-Studienzentrum außerhalb von Sydney aufgehalten. Nach den Ferientagen sei der Papst sehr entspannt und gut gelaunt, sagte Lombardi. "Die Tage haben ihm wirklich ermöglicht, sich zu entspannen. Der Papst macht Witze." Das Kirchenoberhaupt empfing auch ungewöhnliche Besucher in Kenthurst: Der Zoo von Sydney kam mit einer Ansammlung einheimischer Tiere, weil der Papst die australische Tierwelt kennenlernen wollte. Darunter waren ein Koalabär und ein Baby-Krokodil. Alle Tiere sollen eine päpstliche Streicheleinheit bekommen haben.

Papst spricht sich für Umweltschutz aus
Der Papst forderte nach seiner Ankunft in Sydney die jungen Katholiken auf, sich für den Erhalt der Schöpfung einzusetzen - wie Reporter Maurice Gully im WDR 2 Mittagsmagazin berichtete (Moderation: Annette Wieners):

 
Papst spricht sich für Umweltschutz aus (17.07.08)

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WDR 2 Beiträge

Papst fährt in den Hafen von Sydney ein
Papst Benedikt XVI. ist am Donnerstag (17.07.08) im Hafen von Sydney vorgefahren. Reporter Maurice Gully berichtete im WDR 2 Morgenmagazin, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche von jubelnden Jugendlichen und tanzenden Ureinwohnern begrüßt wurde (Moderation: Jürgen Mayer):

 
Papst fährt in den Hafen von Sydney ein (17.07.08)

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Mehr zum Thema:

Ein Beitrag im WDR 2 Morgenmagazin - Stand: 17.07.08
 

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