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EUROPA-WAHL AM 07. JUNI 2009
Hilfe für Unentschlossene
Wem bei der Europa-Wahl am 07. Juni 2009 die Stimme geben? Eine Anlaufstelle für Unentschlossene findet sich im Internet: Mit dem "EU-Profiler" lässt sich erkunden, welche Partei am besten zu den eigenen politischen Einstellungen passt. In einigen Ländern hat es so etwas bereits vor Regional- oder Parlamentswahlen gegeben. EU-weit ist es ein Novum - und ein Mammut-Projekt: Knapp 300 Parteien aus 30 Nationen haben die Wissenschaftler des Florenzer European University Institute (EUI) analysiert und den Test in 24 Sprachen übersetzt. Am Donnerstag (23.04.09) wurde das Ergebnis in Brüssel vorgestellt. Für das ehrgeizige Vorhaben fließen keine EU-Gelder; finanziert wird es vor allem von wissenschaftlichen Einrichtungen.


30 politische Statements
Die virtuelle Reise durch Europas Parteienlandschaft ist bei oberflächlicher Nutzung in zehn Minuten geschafft. Per Mausklick positioniert sich der Nutzer zu 30 politischen Statements aus dem Wahlkampf: Soll die Türkei der EU beitreten? Ist die Legalisierung von Homo-Ehen eine gute Sache? Sollte Brüssel eigene Steuern erheben?
Wo liegt die politische Heimat?
Am Ende ermittelt der Computer, welche Parteien im In- und Ausland dem eigenen Standpunkt am nächsten sind - anschaulich dargestellt als bunte Punkte auf einer politischen Landkarte mit den Polen "links/rechts" und "pro/contra EU". Wer tiefer einsteigen mag, kann Themen gewichten, in Wahlprogrammen stöbern oder sich den Grad der Übereinstimmung mit allen knapp 300 Parteien in Prozent anzeigen lassen. "So können die Bürger sehen, wo ihre politische Heimat liegt", sagt Professor Peter Mair vom EUI. Projektleiter Alexander Trechsel hofft auf mehr als zehn Millionen Nutzer: "Wir wissen von nationalen Versionen, dass Wähler ganz massiv darauf anspringen."
EU-Profiler freigeschaltet
Sollte die Türkei der EU beitreten? Müsste man Kriminelle härter bestrafen? Anhand solcher Fragen können EU-Bürger erstmals online herausfinden, welche der insgesamt rund 300 nationalen Parteien am besten zu ihnen passen. In der WDR 2 Westzeit berichtete ARD-Hörfunkkorrespondent Wolfgang Landmesser:



