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Bücher für ein gutes Gefühl: Herbst-Bücher mit Elke Heidenreich - WDR 4. Melodien für ein gutes Gefühl.

"Bücher" vom 28.09.2012

Elke Heidenreich; Rechte: WDR/Neda Roohnikan
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Elke Heidenreich

Bücher für ein gutes Gefühl: Herbst-Bücher mit Elke Heidenreich

In diesem Herbst geht es heiter zu! Zwar sind die Zeiten der langen Abende auf Balkon oder Garten vorbei, aber Elke Heidenreich hat Bücher für die WDR 4-HörerInnen herausgesucht, die auch auf der Couch Spaß machen.

Um skurrile Speisenkartentexte geht es bei Axel Hacke. Der Journalist, der bei der Süddeutschen Zeitung ganz genau auf das schaut, was Menschen sagen und schreiben, trägt in seinem neuen Buch allerlei Spaßiges von Speisekarten aus aller Welt zusammen. In einem zweiten „Herbstbuch“ geht es um einen Mord in einer Stadt, die es eigentlich nicht gibt, ein nächstes erzählt von dem Leben eines verrückten Erfinders, den es tatsächlich gegeben hat.

Zwar hat es „Bambi“, den kleinen Trickfilmhirschen mit den großen Augen nicht wirklich gegeben, aber wir alle haben das ungelenke Kitz ins Herz geschlossen. Zum Trickfilm von 1942 ist nun ein Buch mit Zeichnungen erschienen.
Und ein richtiger Roman ist natürlich auch mit dabei! Und falls das noch nicht genug Auswahl sein sollte: Jeden Dienstag um kurz nach 11 Uhr gibt es den WDR 4-Buchtipp.

Viel Spaß mit den Herbst-Büchern!

Redaktion: Anja Schermuly

Blitze

Jean Echenoz: "Blitze"; Rechte: Berlin Verlag
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Jean Echenoz: „Blitze“

Nikola Tesla war einer der größten technischen Erfinder des letzten Jahrhunderts und ist doch beinahe vergessen – dabei erfand er zum Beispiel die Neonröhre und setzte gegen Edisons Gleichstrom den Wechselstrom durch. Er muss ein verrückter, alltagsuntauglicher, genialer Mensch gewesen sein, und davon erzählt Jean Echenoz, der schon kleine Lebensromane über den Komponisten Ravel und den Läufer Zatopek geschrieben hat. Er nennt Tesla Gregor, um zu zeigen: eine Romanfigur, aber alles basiert auf wahren Begebenheiten, und in diesem Roman mit dem Titel „Blitze“ fliegen nur so die Funken!

Blitze

Autor: Jean Echenoz
Berlin Verlag
143 Seiten

 

 

Oberst von Huhn bittet zu Tisch

Axel Hacke: "Oberst von Huhn bittet zu Tisch"; Rechte: Kunstmann
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Axel Hacke: „Oberst von Huhn bittet zu Tisch“

Diesmal nimmt sich Axel Hacke der Speisekarten an: Jeder Tourist hat schon mal gegrübelt, was das ist, das man da anpreist unter „Zwiebel ruft an". Im Englischen einfach: „Onion rings“,  Zwiebelringe wäre richtiger gewesen, aber die Übersetzer von Speisekarten nehmen es gern ganz wörtlich, und was dabei herauskommt, ist unfassbar komisch. Leser, Esser, Reisende haben für Axel Hacke gesammelt, und wir können uns nun kringeln über die “Chinesische Cousine“, was wohl von cuisine kommen soll, und dass aus dem italienischen insalata mista ein Mistsalat wird, ist dann schon selbstverständlich.

Oberst von Huhn bittet zu Tisch

Autor: Axel Hacke,
Kunstmann
108 Seiten

 

 

Alle meine Wünsche

Grégoire Delacourt: "Alle meine Wünsche"; Rechte: Hoffmann und Campe
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Grégoire Delacourt: „Alle meine Wünsche"

Jocelyne, Ende vierzig, hat einen kleinen Kurzwarenladen, einen Mann, zwei Kinder, ein normales Leben mit Sorgen und Freuden und heimlichen Sehnsüchten. Ihr Blog zum Thema Handarbeiten im Internet ist so erfolgreich, dass ihr Lädchen aufblüht, und da würde es den riesigen Lottogewinn, den Jocelyne macht, gar nicht mehr brauchen. Wie damit umgehen? Sie macht alles richtig, und doch geht zunächst alles schief – und das Ende ist dann höchst erstaunlich. Ein wunderbar leicht zu lesendes Buch über das große Thema Glück.

Alle meine Wünsche

Autorin: Grégoire Delacourt
Hoffmann & Campe
Ca.  128 Seiten

 

 

Reise nach Kalino

Radek Knapp: "Reise nach Kalino"; Rechte: Piper-Verlag
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Radek Knapp: „Reise nach Kalino“

In den Witz und die Skurrilität dieses polnischen Autors habe ich mich schon vor langer Zeit verliebt bei seinem Buch „Herrn Kukas Empfehlungen“, das auch verfilmt wurde. In diesem Roman nun reist ein Detektiv in die künstlich errichtete Stadt Kalino, die noch kein normaler Mensch betreten hat. Der Gründer von Kalino will, dass Julius Werkazy dort einen Mord aufklärt - aber er klärt viel mehr auf als nur das und gibt uns so nebenbei eine augenzwinkernde Lektion in Sachen ewige Jugend. Das ist zugleich altmodisch, hochmodern, magisch, verrückt und realitätsnah  – und sowas kann nur Radek Knapp!

Reise nach Kalino

Autor: Radek Knapp
Piper
255 Seiten

Tipp:

Felix Saltens berühmtes „Bambi“ ist bei Union mit den Originalzeichnungen sehr schön neu aufgelegt. Dieser Welterfolg von 1923 ist ein MUSS für alle Generationen!

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