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Bergwiesen bei Winterberg - WDR 4. Melodien für ein gutes Gefühl.

"Drinnen und Draußen" vom 16.08.2014

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Winterberg im Hochsauerland

Bergwiesen bei Winterberg

Sie gilt als das Ski-Eldorado bei uns im Land – die Gegend um Winterberg. Doch das Dach von Nordrhein-Westfalen hat nicht nur bei Schnee und Eis eine Menge zu bieten. Wo im Winter Ski- und Snowboardfahrer unterwegs sind, gibt es im Sommer ein buntes Blütenmeer.

Beitrag: Corina Wegler-Pöttgen

Natürliche Vielfalt bestaunen

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Malerische Bergwiese mit verschiedenen Blumen

Die Bergwiesen sind eine echte Spezialität, die von Naturschützern im Rahmen des EU-Förderprogrammes „Life“ gehegt und gepflegt werden. In diesem Projekt sind Bergwiesen-Pfade entstanden, auf denen Wanderer die besondere Natur erkunden können.

Der fünf Kilometer lange Naturweg Altastenberg führt durch bunt blühende Bergwiesen, magere Weiden und urwüchsige Heidelandschaft. Dort finden jetzt unzählig viele Pflanzen gute Lebensbedingungen.

Seltene Insekten zu entdecken

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Der „Feuerfalter“, ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge

Storchschnabel, Herbstlöwenzahn, Wiesenknopf und Margeriten verwandeln die Wiesen in ein farbenfrohes Blütenmeer. Es zieht Scharen von Insekten an. Hummeln, Bienen und vor allem auch Falter.
Unter anderem den Dukatenfalter, der das Wanderzeichen für diesen Weg ist: ein orangefarbener Schmetterling, dessen Farben in der Sonne changieren.

Jede Pflanze bekommt ihren Platz

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Ein ausgeblühter Klappertopf. Erkennungszeichen: gelbgrüne Blüten

Damit sich die Borstgrasrasenflächen entwickeln konnten, haben die Naturschützer Fichtenwälder gerodet. Sie brachten Mahdgut und damit den Samen von artenreichen Wiesen auf diese Flächen – quasi im Turbo-Verfahren entwickelten sich bunte Bergwiesen.

Nur seltende oder schwer anzusiedelnde Arten pflanzten die Forscher gezielt aus. Dazu zählt die Heilpflanze Arnica – sie wurde sogar von Spezialisten in der Universität Marburg extra für die Bergwiesen in Winterberg gezogen.

Ziegen als „Wiesen-Gärtner“ engagiert

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Ziegen auf den Wiesen in Winterberg

„Gepflegt“ werden die Bergwiesen auf dem Dach von Nordrhein-Westfalen von Ziegen und Schafen.

Ziegen fressen gern Blätter, Triebe und Rinden von Gehölzen und jungen Bäumen. Damit verhindern sie, dass aufkommende Gehölze die Tier- und Pflanzenarten der Heide verdrängen.

Ein alpenähnliches Idyll

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Für die Kühe sind die Bergwiesen eine Delikatesse

Und auch Schafe fressen Kräuter, die den Heidepflanzen Konkurrenz machen.

Komplettiert wird das „Landschaftspfleger-Trio“ durch Kühe, die mit ihren Hufen Lücken ins Gras reißen – dort können sich dann kleine Kräuter wie Kreuzblümchen oder Wald-Ehrenpreis ansiedeln.

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Anfahrt:
A 46 Richtung zum Ende in Bestwig-Velmede, dann über die B7, B480 und B 236 nach Alt-Astenberg.
Parkplatz in der Ortsmitte

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