Schneckenresistente Pflanzen - WDR 4. Melodien für ein gutes Gefühl.
Drinnen und Draußen vom 15. Juni 2013
Eine Schnecke mit ihrem Haus
Schneckenresistente Pflanzen
Sie sind klein, braun, klebrig und vermutlich – bei Gärtnern - die meist gehassten Tiere: Schnecken. Sie haben es scheinbar nur auf eines abgesehen, nämlich die mühsam angepflanzten Blumenbeete zu fressen. Wirklich dauerhafte Gegenmittel gibt es nicht. Aber es gibt Pflanzen, die Schnecken oder die anderen Plagegeister, wie Wühlmäuse, gar nicht mögen.
Bevor Gartenbesitzer wutschnaubend auf Schneckenjagd gehen, sollten sie erst einmal überprüfen, ob die schleimigen Weichtiere wirklich die Übeltäter sind. Oft ist auch eine Raupe der Grund. Eine Schnecke hinterlässt nämlich eine Schleimspur und sollte die zu sehen sein, kann man auch gezielte Maßnahmen gegen Schnecken einleiten.
Es gibt viele verschiedene Methoden gegen Schnecken und diese können zum Teil sehr grausam sein: Schnecken mit Salz überschütten, so dass sie sich auflösen, durchschneiden, mit kochendem Wasser überbrühen und so weiter.
Ein Ergebnis ist meist nicht zu bemerken, denn spätestens am nächsten Tag kriechen wieder Heerscharen der glibberigen Gartenbewohner durch die geliebten Pflanzen.
Die beste Methode: Schneckenresistente Pflanzen
Gehört zur Familie der Dickblattgewächse: Fette Henne
Zu den Pflanzen, die Schnecken nicht fressen, gehören zum Beispiel dickfleischige Pflanzen und somit alles, was mit Sedum-Arten zu tun hat, wie Hauswurz oder Dachwurz.
Eisbegonien zählen auch dazu oder das niedliche Portulakröschen, das im Sonnenlicht kunterbunte Blüten hat. Ebenso ungeliebt bei Schnecken ist die Mittagsblume, die oft in knalligem rot, gelb oder pink blüht.
Es gibt aber auch Pflanzen mit ganz feinem Laub, die Schnecken nicht mögen: Geranien, das Fleissige Liesschen, Nachtkerzen oder das nach Honig riechende Steinkraut.
Schnecken mögen auch einige Stauden nicht
Auch von Schnecken gemieden werden Purpurglöckchen, Bartfaden, die Sonnenbraut und Pfingstrosen. Auch die schönen Schmuckkörbchen, auch Kosmeen genannt, Astilben, Lavendel oder Storchenschnabel stehen nicht auf dem Speiseplan der gefräßigen Weichtiere.
Mitunter ist es aber auch so, dass nur junge Pflanzen gefressen, weil ältere den Schleimtieren offenbar zu zäh sind, wie zum Beispiel beim Phlox.
Neu gepflanzte Beetblumen oder Stauden sollte man also auf jeden Fall zunächst schützen. Das funktioniert am besten mit Schneckenzäunen oder Schutzringen.
Pflanzen gegen andere Störenfriede
Ein weiteres Ärgernis im Garten sind die Wühlmäuse. Auch sie vernichten binnen kürzester Zeit schön angepflanzte Beete. Um sich dagegen zu wehren, verwenden die meisten dafür Mäusefallen.
Eleganter wehrt man sich allerdings mit Bepflanzungen, gegen die Wühlmäuse resistent sind. Dazu zählen Kaiserkronen, Schachbrettblumen, Narzissen oder Traubenhyazinthen, denn die gehören schon mal nicht zu ihren Lieblingsspeisen. Wer davon viel im Garten pflanzt, hat mindestens im Frühjahr kein Blühproblem. Ansonsten bleibt wenig anderes übrig, als Stauden und Rosen in Drahtkörbe zu pflanzen. An denen beißen sich die Wühlmäuse nämlich die Zähne aus.
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Mit Jürgen Renfordt
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