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„End of Support“ - Aus für Windows XP - WDR 4. Melodien für ein gutes Gefühl.

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„End of Support“ - Aus für Windows XP

Es ist das Ende einer Ära, auch wenn das im Zusammenhang mit einem Computer-Betriebssystem vielleicht etwas hochgegriffen klingen mag. Aber, selbst 13 Jahre nach seiner Einführung, ist Windows XP heute noch auf rund 500 Millionen Rechnern weltweit installiert - alleine in Deutschland derzeit auf etwa 20 Millionen. Wegen seiner Beliebtheit sind viele Computerbenutzer nicht auf neuere Betriebssysteme, wie Windows Vista oder Windows 7, umgestiegen. Jetzt stellt Microsoft, nach mehrfacher Verlängerung, die technische Unterstützung für Windows XP endgültig ein. Am 8. April ist es soweit. Informationen dazu kommen von Peter Kuttler.

Windows XP; Rechte: picture-alliance / dpa

Was bedeutet das „Ende der technischen Unterstützung“ (End of Support)?

Mit dem Ende des Supports stellt Microsoft keine Updates mehr für Windows XP zur Verfügung.

Das bedeutet:

-  auftauchende Sicherheitslücken im Betriebssystem werden nicht mehr geschlossen
-  sogenannte „malware“ (schädliche Programme) wird nicht mehr durch Microsoft entfernt
-  Anfälligkeit für Viren und andere Sicherheitsrisiken steigt
-  viele Programme und Treiber werden von den Anbietern nicht mehr für Windows XP aktualisiert oder angeboten
-  neuere Microsoft-Programme, wie z.B. Office, werden nicht mehr auf Windows XP „laufen“
-  Programme anderer Anbieter können teilweise nicht mehr mit Windows XP kompatibel sein

Hinweis

Trotz all dieser Risiken und Änderungen läuft Windows XP auch nach dem 8. April „ganz normal“ weiter. Der Support wird zwar beendet, das Betriebssystem wird aber auch weiterhin voll funktionsfähig sein. Das gilt auch für darauf installierte Programme und gespeicherte Dateien.

Virengefahr wird stetig größer

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Dieses Logo wird bald Geschichte sein

Da Windows XP nach wie vor auf Millionen von Rechnern installiert ist, haben viele Hersteller von Virenschutzprogrammen und Firewalls, darunter auch Microsoft selbst mit seinem Programm „Essentials“, angekündigt, ihre Software noch mindestens ein Jahr zu aktualisieren.

Dadurch werden Viren und Schadprogramme zwar erkannt und behandelt, das Tor, durch das schädliche Software auf den Rechner gelangen kann, wird allerdings stetig größer werden. Künftig auftauchende Sicherheitslücken im Betriebssystem werden dann zwar nicht mehr geschlossen, aber die Abwehr von schädlichen Programmen und Angriffen von außen, wird, zumindest im Rahmen der Virenschutzprogramme, auch weiterhin in einem gewissen Umfang aufrecht erhalten.

Eine Einladung für Hacker

Die nach wie vor große Verbreitung von Windows XP und der doch nicht unerhebliche Aufwand, zu einem anderen Betriebssystem zu wechseln, könnten dazu führen, dass viele User bei Windows XP verharren.
Wenn die Zahl der Rechner mit Windows XP weiter groß bleibt, wird es sicher für Hacker interessant sein, Sicherheitslücken in dem Betriebssystem aufzuspüren und auszunutzen.

Folge: Das mit der Nutzung von Windows XP verbundene Risiko wird steigen.

 

Beitrag: Peter Kuttler

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