Euro 2012 Spezial: Breslau - WDR4. Schönes bleibt.
Reisetipp vom 11.11.2011
Breslau
Euro 2012 Spezial: Breslau
Wroclaw, das alte Breslau, blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück, freut sich im Moment aber ganz besonders auf die Zukunft. Denn die Hauptstadt Niederschlesiens wird 2016 europäische Kulturhauptstadt und 2012 EM-Gastgeber.
Antje Zimmermann ist für uns nach Breslau geflogen
Unsere Reiseexpertin Antje Zimmermann stellt in loser Folge die polnischen Spielorte der Fußball-Europameisterschaft vor. Heute dreht sich alles um Wroclaw (Breslau) – sicherlich eine der schönsten polnischen Städte überhaupt. Und gerade für deutsche Fans spannend, weil es hier neben den Sportereignissen auch noch jede Menge deutsche Vergangenheit zu entdecken gibt.
Wroclaw (Breslau) ist für deutsche Touristen schon seit ein paar Jahren wieder sehr interessant geworden, weil man nach dem Ende des Kommunismus ganz bewusst das deutsche Erbe wiederentdeckt hat. Mittlerweile sieht man hier viele Sehenswürdigkeiten und Gebäude, die an deutsche Geschichte und Architektur erinnern. Zugleich stoßen Urlauber natürlich auch auf polnische, böhmische, österreichisch-ungarische und sogar südeuropäische Spuren in der Stadt. Breslau hat einfach eine sehr wechselvolle Geschichte. Diesem historischen Erbe fühlen sich die Bewohner stark verbunden; zugleich orientiert man sich in Wroclaw (Breslau) aber nach vorne.
Aufbruchstimmung in der Stadt
Am historischen Rathausplatz wird die Fanmeile eingerichtet
Die Einwohner möchten der Welt zeigen, wie enorm sich die Hauptstadt Niederschlesiens in den letzten Jahren entwickelt hat. Die anstehende Euro 2012 bietet dazu Gelegenheit. Damit alle Fußballfans in der schönen Stadt nächtigen können, werden Studentenwohnheime geräumt und Privatwohnungen geöffnet. Und die Fanmeile wird am schönsten Platz der Stadt sein – dem Rathausplatz. Hier ist die offizielle Public-Viewing Zone für 30.000 Fußball-Anhänger geplant.
Sightseeing vor, zwischen oder nach den Spielen
In Breslau herrscht wegen der vielen Ausgehmöglichkeiten ein südländisches Flair
Vor, zwischen oder auch nach den Spielen ist natürlich Sightseeing angesagt. Denn die Tausendjährige Stadt muss man einfach gesehen haben. Ist den Bewohnern doch das Kunststück gelungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörte Stadt in all ihrer Schönheit wiederaufzubauen. Rund um den historischen Marktplatz stehen Dutzende Häuser, die Urlauber sofort zur Kamera greifen lassen. Hier kann man Stunden damit verbringen, bei einer Tasse Kaffe die alten Fassaden mit ihren reichen Verzierungen zu bewundern. 600 Häuser sind denkmalgeschützt – was eigentlich bereits alles über die architektonische Schönheit aussagt. Dabei ist Wroclaw (Breslau) aber kein bewohntes Museum, sondern eine moderne und offene Stadt mit unzähligen Ausgehmöglichkeiten. Wer sich an einem lauen Sommerabend am Marktplatz aufhält, wird sich wie in Südeuropa fühlen.
Venedig Polens
Die Dominsel: Ruhe inmitten der Urbanität
Man könnte meinen, das Wroclaw (Breslau) wegen seines südländischen Flairs als Venedig Polens bezeichnet wird. Tatsächlich rührt der Spitzname aber von den vielen Brücken und Inseln her, die man in der Stadt findet. Die bekannteste der Inseln ist die Dominsel. Schon von weitem erkennt man die Zwillingstürme des Domes. Und da das imposante Gotteshaus nicht der einzige Sakralbau auf der Insel ist, trifft man hier ständig auf Kirchenleute. Sie schätzen die Ruhe und Stille der Insel, die so anders als die umtriebige Innenstadt ist. Die Dominsel ist sicherlich ein Tipp zum Ausspannen nach dem ganzen Fußballfeiern.
10.05 Uhr Hallo, NRW!
Mit Carina Vogt
Darin:
10.20, 10.40 Thema des Tages
11.00, 12.00, 13.00 Nachrichten, Wetter
11.20 Gut zu wissen
Ullas Erfolgs-Rezepte
11.40 Wetter regional
12.20 "Quiz hoch vier"
13.20 Zur Sache
Diese Seite speichern oder weiterempfehlen