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Exotisches Brathähnchen aus dem Römertopf - WDR 4. Melodien für ein gutes Gefühl.

Ullas Erfolgsrezept vom 17.07.2014

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Für die Urlaubsstimmung muss man nicht weit reisen, meint Ulla

Exotisches Brathähnchen aus dem Römertopf

Auch daheim auf dem Balkon kann es, kulinarisch gesehen, ganz exotisch zugehen. Da muss man nicht weit reisen – ein kurzer Ausflug zum Geflügelhof oder auf den Wochenmarkt, ein paar orientalische Gewürze in den Einkaufskorb, etwas Fladenbrot, ein schöner Sommerwein - und schon kommt Urlaubstimmung auf.

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WDR 4-Köchin Ulla Scholz

Wer hätte gedacht, dass gerade der gute alte Römertopf – der Küchenstar der 1970er Jahre, so ein saftiges Curry-Erdnuss-Hähnchen auf den Tisch bringen kann? Dieser Tontopfbräter, der in vielen Haushalten die meiste Zeit als Aschenputtel verbringt, funktioniert fast wie die nordafrikanische Tajine, meint WDR 4-Köchin Ulla Scholz. In einer Tajine aus Ton garen Marokkaner ihre hocharomatischen Gerichte.

Rezept: Ulla Scholz

Exotisches Brathähnchen aus dem Römertopf

Zutaten (2-3 Personen)

  • 1 Brathähnchen

Gewürzöl

  • 10 EL Rapsöl
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 EL Curry, mild, gemahlen
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 kleine Chili-Schote
  • Salz

Füllung

  • 1 Möhre
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Sellerie
  • 50 g ungesalzene Erdnüsse

Zum Garnieren

  • 1 Handvoll Basilikum

Zubehör

  • Römertopf
  • großes Holzbrett
  • Geflügelschere
  • Pürierstab

Zubereitung

Einen Römertopf immer vorher wässern
Den Römertopf mit seinem Deckel für 30 Minuten in kaltes Wasser stellen. Das sorgt dafür, dass das Brathähnchen schön saftig gerät. In der Zwischenzeit Möhre, Selleriestück, Knoblauch und Zwiebeln schälen. Alle Gemüse in grobe Stücke teilen.

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Das Hähnchen sieht nicht mehr blass aus, wenn es gut mit Würzöl eingerieben wird

Ein Würzöl zieht besonders gut ein
Das Rapsöl in eine kleine Schüssel füllen und mit Sojasauce, Curry, Kreuzkümmel und Salz würzen. Für die Schärfe gibt man etwas gehackte Chilischote mit dazu. Das Gewürz kann auch problemlos durch Cayennepfeffer ausgetauscht werden. Alle Zutaten gut verrühren und das Hähnchen rundherum - auch im Inneren – mit dem Gewürzöl einreiben. Es sieht dann nicht mehr blass aus, sondern bekommt dadurch Aroma und später eine appetitliche Farbe.

Der Tontopf kommt zunächst in den kalten Ofen
Die Gemüsestücke mit Erdnüssen vermischen und das Hähnchen damit füllen. Den Römertopf etwas abtrocknen und das Geflügel – mit der Brust nach oben – hineinlegen. Den Deckel aufsetzen und in den kalten Backofen geben. Erst wenn der Tontopf im Ofen steht, stellen Sie die Temperatur auf 180° C ein, da der Römertopf langsam aufheizen muss. Bei zu großen Temperaturschwankungen zerspringt der Ton. Die Garzeit beträgt circa 75 bis 90 Minuten.

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Der Römertopf: Küchenstar der 70er

Kurz ohne Deckel, dann wird es knusprig
Fünf Minuten vor Ende der Bratzeit den Deckel abnehmen und noch etwas weitergaren, damit die Haut knusprig wird. Den Deckel und später auch das Topfunterteil nicht ins kalte Spülbecken legen, sondern auf ein Holzbrett geben. Auch umgekehrt gilt: keine großen Temperaturunterschiede.

Die Erdnusssauce ist in Windeseile fertig
Wenn das Geflügel gar ist, wird es mit einer großen Fleischgabel aus dem Topf gehoben. Dann kurz abtropfen lassen und auf eine Platte legen. Die Bratenflüssigkeit mit dem Gemüse und den Erdnüssen in ein hohes Gefäß füllen. Mit einem Mixstab zu einer glatten Creme pürieren und eventuell noch einmal nachsalzen. Je nach Konsistenz der Sauce, kann man zum Verquirlen auch noch etwas Wein oder Wasser zumischen.

Eine Geflügelschere ist praktisch
Mit einer Geflügelschere das Hähnchen zunächst einmal der Länge nach teilen. Die beiden Hälften dann in Brust und Keule zerschneiden. Als Beilage schmeckt Reis oder einfach nur warmes Fladenbrot.

Ullas Küchentipp

Eiskaltes Wasser hilft beim Zerteilen

Ein Tipp aus Ullas Profitrickkiste: Beim Tranchieren von ofenheißem Geflügel eine Schüssel mit kaltem Wasser und einigen Eiswürfeln bereitstellen. Wenn es zu heiß wird, die Hände kurz in die Wasserschüssel tauchen und dann weitermachen. Das ist auch sehr praktisch, falls Sie einmal ein gekochtes Suppenhuhn zerteilen müssen. Der Vorteil bei der Methode besteht darin, dass das Geflügel immer heiß auf den Tisch kommt und dass sich das Fleisch von einem heißen Suppenhuhn viel leichter von den Knochen löst.

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