Moderator
Guido Fischer
Geboren und aufgewachsen in Berlin, gehört das Radio, so lange ich mich erinnern kann, zu meinem Leben, wie das buchstäbliche Salz zur Suppe.
Geboren und aufgewachsen in Berlin, gehört das Radio, so lange ich mich erinnern kann, zu meinem Leben, wie das buchstäbliche Salz zur Suppe.
Bei uns zu Hause hatte das Radio einen höheren Stellenwert als das Fernsehen. Hörspiele, Features, Live-Übertragungen großer Veranstaltungen, Magazinsendungen - ich bekam das komplette Unterhaltungs- und Informationsprogramm aus dem Radio. Der RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) spielte dabei eine besondere Rolle.
Durch meinen Vater (ein Freund von ihm war Musiker im RIAS-Tanzorchester) wurde auch meine Liebe zur Musik geweckt. Während "Vata'n" den Proben und Aufnahmen des Orchesters beiwohnte, saß "Klein Guido" in den Redaktionen und Studios und schaute so berühmten Radiomenschen wie Hans Rosenthal, Joachim Cadenbach oder Horst Wendt über die Schulter. Von da an stand für mich fest: das willst du später auch machen.
Neben Schule und Ausbildung durfte ich beim RIAS als Redaktionsassistent arbeiten. An der Entstehung einer Sendung oder einer Großveranstaltung beteiligt zu sein, war schon ein tolles Gefühl. Als die Stimme sich so langsam formte, war an eine Tätigkeit am Mikrofon trotzdem nicht zu denken. Mein Berliner Dialekt wollte sich einfach nicht verbergen lassen. Und das war für einen Moderator unabdingbar. Es hat also noch ein Weilchen gedauert, bis ich die erste Konzertankündigung, dann an anderer Stelle, sprechen konnte.
Meine erste eigene Sendung, die lief im Nachtprogramm. Mich hat es seitdem immer wieder zu nachtschlafender Zeit ans Mikrofon gezogen. Ich mag diese Sendezeit, sie hat etwas magisches. Eine Menge Sendungen sind im Laufe der Jahre bei verschiedenen Sendern dazu gekommen. Und ich muß immer wieder feststellen: Die Arbeit beim Radio ist nach wie vor die schönste Arbeit der Welt!
Bei WDR 4 habe ich eine neue Heimat gefunden und als eine der "Stimmen der Nacht" bin ich sozusagen zu meinen Wurzeln zurückgekehrt. Und das macht mich glücklich.
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