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Karl Lippegaus - WDR4. Schönes bleibt.

Moderator

Karl Lippegaus; Rechte: WDR
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Karl Lippegaus

Karl Lippegaus

Wenn ich die Leute so reden höre, habe ich manchmal das Gefühl, einer der letzten Kölner in diesem Köln zu sein. Wenn mein Großvater auf kölsch (nicht in diesem BAP-Jargon) einen Witz erzählte, lachten wir, bis uns die Tränen kamen. Wenn ich höre, wie eine Oma auf der Severinsstrasse zu ihrer Freundin „du Jeck!“ sagt, hüpft mir gleich das Herz.

Wollte zwar oft fliehen aus dieser Stadt, die so uncharmant sein kann, bin auch viel herum gereist, aber das Radio holte mich stets zurück.

Mit siebzehn fing es an, die erste Radiosendung war für den Südwestfunk, über das Miles Davis-Album „Bitches Brew“, und meine Götter hießen Frank Zappa und Soft Machine.
Während des Studiums in Bonn und Köln (Germanistik, Philosophie, Musikwissenschaft) entdeckte ich meine Liebe zu New York. Und zu Frankreich, einer Art ‚inneren Heimat’; seit über zwanzig Jahren zieht es mich dort hin - es hätte auch Italien, Spanien oder Brasilien sein können. Als Student wurde mir bald klar: dem „unsichtbaren Medium“ Radio, genauer jenem unsichtbaren Radioland, das Sam Shepard in den „Motel Chronicles“ beschreibt, gehört(e) meine Leidenschaft. „Rock-Café“, „Speakeasy“, „Soundcheck“ und „Border Music“ hießen meine Abenteuerspielplätze: Musik aller Stile und Genres über ihre Interpreten kennenzulernen ließ unzählige Porträts für WDR, Deutschlandfunk und andere Sender entstehen; dafür gab es sogar den Deutsch-Französischen Journalistenpreis.

Daneben schreibe ich für die „Süddeutsche Zeitung“ und Bücher - zuletzt 2011 eine große Biographie über John Coltrane -, sehe mich jedoch nicht als Jazzkritiker, sondern mehr als Jazzvermittler: um andere für diese Musik zu begeistern und Neues entdecken zu lassen. Der Jazz, die klassische Musik Amerikas im 20. Jahrhundert, ist heute wie ein riesiger hundertjähriger Baum, mit unzähligen Verästelungen in alle Himmelsrichtungen. Was Ellington und Basie, Billie Holiday und Lester Young einst erfanden, warf lange Schatten bis in unsere Zeit und hat nichts von seiner Faszinationskraft eingebüsst.

Sendung

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Katia Franke

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    • 17.00 Uhr
      Der Tag um fünf
    • 17.25 Uhr
      Visitenkarte
      Mit Claudia Friedrich
      Das WDR Rundfunkorchester Köln stellt sich vor
      Bärisch was los - Johannes und Stachel laden ein
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