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Hubert Maessen - WDR4. Schönes bleibt.

Autor

Hubert Maessen; Rechte: WDR/ M.Eggert
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Hubert Maessen

Hubert Maessen

Liebe Hörerinnen und Hörer, schon wegen meines Namens musste ich doch einfach zum Radio gehen! Maessen wird nämlich anders ausgesprochen als geschrieben: Maaßen und nicht etwa Mässen, wie die meisten Menschen vermuten.

Wieso? Nun, schuld an der Verwirrung ist das gute alte niederdeutsche "Dehnungs- E", das es am Niederrhein und in Westfalen recht häufig gibt: Kevelaer und Straelen und Coesfeld und Soest, beispielsweise. Gleich nebenan, in Holland, da gibt es das auch, und von dort stammt meine Familie. Ja, tatsächlich: Ich bin Holländer, aber das hört man nicht, weil ich ab dem Geburtstag im Januar 1947 in Düsseldorf aufgewachsen bin. Das Rheinische, das hört man dann doch, oder?

Journalist! Das war schon ganz früh das ins Auge gefasste Berufsziel. Im zarten Alter von 11 Jahren habe ich meine erste Schülerzeitung gemacht. Mit Spiritus-Matrizen gedruckt, für die Unterstufe des Gymnasiums, später, bis zum Abitur, auch die "richtige" Schülerzeitung. Während der Schulzeit, danach auch während des Studiums (Politologie, Soziologie und Philosophie in Marburg und Bochum), konnte ich mir schon ein bisschen Geld damit verdienen, für Zeitungen und Magazine zu schreiben. Es kam, wie es kommen musste bzw. sollte: Während der ersten Studiensemester ruft der in Köln lebende jugendliche Freund Henryk M. Broder an, und fragt, ob ich Lust hätte, im WDR eine ganz neue Jugendsendung mitzuerfinden. Und ob! Und wie! Radio war schließlich immer mein Traummedium gewesen. Im Herbst 1967 erhörte es mich und wir blieben für immer zusammen.

Die neue Jugendsendung war ein Pop-Knaller! Ganz neu, ganz ungewöhnlich, fast acht Jahre im Programm von WDR und NDR: "Panoptikum". Viele Features kamen hinzu, aktuelle Beiträge im "Kritischen Tagebuch" von WDR 3, fast 100 "ZeitZeichen"-Sendungen, vieles andere von Donald Duck über Helmut Kohl bis Richard Wagner und Neue Deutsche Welle. Gezielte Seitensprünge! Aber auch: Etliche Bücher zu Themen aus Politik und Zeitgeschehen, dokumentarische Fernsehfilme. Ich muss es gestehen: Lehrreiche Abstecher auf die andere Seite der Politik mit Kampagnenberatung, zum Beispiel 1976 für Bundeskanzler Helmut Schmidt, der mir bis heute enorm imponiert. Seit einem politischen USA-Ausflug 1992 bin ich Ehrenbürger von Little Rock, Arkansas, was der Neigung zu dem großen Land gar keinen Abbruch tut - aber der Objektivität auch nicht.

Nach den Ausflügen dann wieder die Heimkehr zum WDR-Radio als Kommentator und Moderator, vor allem mit Lust und Laune und Liebe auf WDR 4. Bin ich etwa mit dem Radio verheiratet, wie manche behaupten? Nein, verheiratet bin ich mit meiner Hulda und ihren 12 Kindern, von denen noch 7 bei uns zu Hause "Programm machen". Da komme ich kaum zu Wort. Aber dafür immer wieder in Ihrem Radio, in Ihrem WDR. Vielen Dank fürs Einschalten also. Und ein herzliches "Auf Wiederhören!"

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