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Nachrichten
In Teilen der Region wird Erdgas wieder teurer. Die Stadtwerke in Aachen und Jülich sowie die EWV Stolberg haben zum 1. April Preiserhöhungen angekündigt. Als Grund werden steigende Ölpreise genannt. Ein vierköpfiger Durchschnittshaushalt muss dann etwa sieben bis zehn Euro mehr im Monat für Gas bezahlen. Die Stadtwerke Düren hingegen wollen ihre Preise mindestens bis zur Mitte des Jahres nicht erhöhen.
Im Haushalt des Kreises Düren fehlen in diesem und im nächsten Jahrae insgesamt mehr als 22 Millionen Euro. Das geht aus dem Entwurf des Kreishaushaltes hervor, der am Dienstag im Kreistag vorgestellt wird. Laut Kämmerer kann das Defizit nur durch Griff in die Rücklage und höhere Belastungen für die Gemeinden ausgeglichen werden.
Bei dem Rosenmontagszug in Aachen wird die Sicherheit wieder groß geschrieben. Über 500 Zugbegleiter stellen die Vereine, damit Zugteilnehmer und Zuschauer gefahrlos feiern können. Hinzu kommen noch 50 Securityleute. Über 130 Gruppen werden sich in der Oppenhoffallee aufstellen, um auf altbekannten Wegen durch die Innenstadt zu ziehen. Wegen Problemen in der Großkölnstraße in den letzten Jahren behält sich dieses Jahr der Ausschuss Aachener Karneval (AAK) vor, bei schlechtem Wetter die steile Straße für Zuschauer zu sperren. Zu leicht könnte einer durch ein rutschende Fahrzeuge verletzt werden. Nach Karneval will der AAK mit den Vereinen übrigens weiter darüber diskutieren, ob der Aachener Karnevalsverein auch in Zukunft immer den Prinzen stellt.
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Neuberechung der Hartz IV-Regelsätze müssen auch die Kommunen der Region mit weiteren zusätzlichen finanziellen Belastungen rechnen. Wer mit seinem Einkommen den Lebensunterhalt für sich oder seine Familie nicht vollständig bestreiten kann, bekommt zusätzliche Hilfen aus dem Hartz IV-Topf. Allein im Kreis Düren sind das derzeit rund 4.000 Betroffene. Wenn der Bund die Regelsätze anhebt, müssen diese Mehrkosten fast ausschließlich von den Kommunen getragen werden. Der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn fordert dafür einen entsprechenden Ausgleich für die ohnehin finanziell notleidenden Kommunen. Das Bundesverfassungsgericht hat die Bundesregierung am Dienstag aufgefordert, die Regelsätze für Kinder und Erwachsene bis zum Jahresende neu zu berechnen.
In spätestens sieben Jahren soll der Lückenschluss der A 1 bei Blankenheim in der Eifel fertig sein. Nach Ansicht des CDU-Bundestagsabgeordneten für den Kreis Euskirchen, Detlef Seif, könnte noch in diesem Jahr das Planfeststellungsverfahren für das letzte Teilstück beginnen. Seit dem Bau der Eifelautobahn vor 28 Jahren fehlen immer noch 33 Kilometer zwischen Blankenheim und Daun in Rheinland-Pfalz. Die Gesamtbaukosten werden auf etwa 400 Millionen Euro geschätzt.
Auch in Würselen ist die Drogeriemarktkette Schlecker ins Blickfeld der Gewerkschaft ver.di geraten. Wie in vielen anderen Städten hat der Discounter dort eine Filiale geschlossen und einen so genannten XL Markt eröffnet. Für die Gewerkschaft verfährt das Unternehmen immer nach derselben Methode. Danach würden Beschäftigte der alten Filiale entlassen. In den neuen Märkten müssten die Mitarbeiter dann für deutlich weniger Lohn und ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld arbeiten.
Die Polizei in Aachen will sich in diesem Jahr verstärkt um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern kümmern. Neun der 16 Verkehrstoten im vergangenen Jahr in der StädteRegion waren zu Fuß oder auf einem Fahrrad unterwegs. Auch die Zahl der verunglückten Mofa- und Mopedfahrer ist um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
In der StädteRegion Aachen wird sich die Zahl der Bürger über 85 Jahre bis 2030 mehr als verdoppeln. Entsprechend steigt nach Einschätzung der Experten auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Mit der Planung für deren Versorgung beschäftigt sich am Dienstag der Seniorenbeirat. In der StädteRegion sind heute schon deutlich mehr Menschen pflegebedürftig als im Landesdurchschnitt. Nach den letzten Erhebungen Ende 2007 waren es im Gebiet zwischen Aachen und Monschau rund 18.000. In der StädteRegion gibt es nach Ansicht der Verwaltung bislang noch ausreichend Pflegeplätze. Zumal viele alte Menschen traditionell immer noch zuhause von ihren Angehörigen versorgt werden. Dazu entwickeln sich neue Konzepte wie Hausgemeinschaften und Mehrgenerationenhäuser. Sie sollen künftig noch mehr unterstützt werden.
Das Amtsgericht Aachen hat den Geschäftsführer einer Baufirma und einen seiner früheren Vorarbeiter vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Beide seien nicht für den Unfalltod eines 45 Jahre alten Handwerkers verantwortlich. Das Opfer war im Dezember 2008 auf einer Großbaustelle in Aachen von einer umfallenden Betonwand erschlagen worden. Laut Gericht hatte der Mann aus unerklärlichen Gründen selbst die Stützen an dem Fertigbauteil entfernt.
Die Grundschule in Alsdorf-Busch hat ein halbes Jahr früher geschlossen als geplant. Mittlerweile werden auch die letzten zwölf verbliebenen Kinder in der neuen Grundschule auf dem Annagelände unterrichtet. Um die Schließung der Schule hatte es im Stadtrat jahrelang Streit gegeben. Das freiwerdende Schulgelände soll jetzt zum Bauland erklärt werden.
Die Stadt Aachen und der Kreis Düren streiten sich ab Dienstag mit dem Land vor dem NRW-Verfassungsgericht in Münster. Gemeinsam mit zwei Dutzend weiteren Städten und Kreisen haben sie Beschwerde eingelegt gegen Aufgaben, die ihnen vom Land übertragen wurden, wie die Betreuung von Schwerbehinderten. Für deren Erfüllung hätten sie vom Land jedoch nicht genug Geld erhalten. Der Prozess soll für die Zukunft verbindlich klären, zu welchen Bedingungen Kommunen Aufgaben übernehmen müssen. Wann ein Urteil gefällt wird, steht noch nicht fest.
In ganz Belgien gilt derzeit Smogalarm. Autos müssen deshalb auf Autobahnen und in großen Städten langsamer fahren. Die schlechte Luft macht auch Politikern und Wissenschaftlern im deutschen und niederländischen Grenzgebiet Sorgen, zumal es bislang keine einheitlichen Regelungen gibt. Nicht nur Mess-Systeme und Auswertungen von Feinstaubbelastung sind in der Euregio unterschiedlich, sondern vor allem die Konsequenzen, die daraus gezogen werden. Die Sozialisten im Provinzparlament in Maastricht haben deshalb am Dienstag einen euregional einheitlichen Smogalarm gefordert. Die RWTH in Aachen hat dazu bereits gemeinsam mit Limburg und den Universitäten in Lüttich und Hasselt ein Modellprojekt gestartet. Nach Angaben eines Klimatologen aus Aachen stehen dabei langfristige Maßnahmen gegen Feinstaubbelastung im Mittelpunkt, aber auch schnelle Hilfe, wenn die Luft besonders dick ist
Im Bistum Aachen wird wegen möglichen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Einer Sonderkommission liegen aktuell Vorwürfe gegen zwei Priester vor. Nach Angaben eines Bistums-Beauftragten werden sie derzeit eingehend geprüft. Weitere Einzelheiten werden nicht bekannt gegeben. In Südafrika wartet ein Pfarrer aus Willich auf seinen Prozess.
In der Aachener Region werden in den kommenden Monaten Bauernhöfe, Vieh und Ackerflächen gezählt. Die letzte Landwirtschaftszählung fand vor zehn Jahren statt. Zweck der Zählung ist es, aktuelle und verlässliche Daten über landwirtschaftliche Betriebe in der Region zu erhalten. Bei der letzten Zählung gab es in der Region noch knapp 3.700 landwirtschaftliche Betriebe.
In Aachen werden Untersuchungsergebnisse zu möglichen neuen Windparks erwartet. Politik und Verwaltung haben eine Studie für den Aachener Norden in Auftrag gegeben. Analysiert werden die Auswirkungen von neuen Windkraftanlagen auf Vögel und Fledermäuse. Ein weitere Studie für den Münsterwald soll folgen. Vielerorts wird gegen Windparks demonstriert.
In Aachen tagt am Dienstag zum ersten Mal das neue Bürgerforum. Es soll Einwohnern die Möglichkeit bieten, regelmäßig mit Politikern über kommunalpolitische Themen zu diskutieren. Nach welchen Regeln die Sitzung genau ablaufen soll, steht noch nicht fest. Es gibt noch keine endgültige Geschäftsordnung. Dabei geht es zum Beispiel darum, wie viel Zeit den Bürgern zugestanden wird, ihre Anliegen vorzutragen. Das Ganze müsse sich einspielen, so der Vorsitzende des neuen Gremiums, Karl Schultheis. Austausch und Dialog mit den Bürgern sollen im Vordergrund stehen. Diese können Themen anmelden, die dann im Gremium diskutiert werden. Das Bürgerforum ersetzt den Bürger- und Beschwerdeausschuss und die Fragestunden in den städtischen Fachausschüssen.
Der Binnenhafen von Lüttich hat im vergangenen Jahr die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Im Hafen wurde ein Güterumschlag verzeichnet von rund 18 Millionen Tonnen. Das ist ein Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von der Krise besonders betroffen war dabei die Stahlindustrie. Der Binnenhafen von Lüttich ist einer der größten in Europa.
Die Zahl der berufstätigen Frauen im Kreis Düren ist trotz Wirtschaftskrise gestiegen. So zählte die Agentur für Arbeit Düren zwischen Sommer 2008 und 2009 etwa 30 neu beschäftigte Frauen. Im selben Zeitraum verloren fast 900 Männer ihre Jobs. Qualifizierte Frauen haben laut Arbeitsagentur derzeit gute Chancen auf einen beruflichen Wiedereinstieg.
Immer mehr Menschen im Kreis Heinsberg nutzen den Multibus. Im vergangenen Jahr wurden knapp 50 000 Fahrgäste gezählt. Das waren rund 22 000 mehr als in 2008. Und auch für dieses Jahr wird ein neues Rekordergebnis erwartet. Der Multibus kann telefonisch bestellt werden. Er verkehrt im gesamten Kreis Heinsberg.
Mit einem Hubschrauber will die Polizei in Heinsberg am Dienstag den Hergang eines Unfalls rekonstruieren, bei dem am Montag in Wassenberg ein 18-jähriger Pkw-Fahrer ums Leben gekommen ist. Sein Wagen war mit einem Auto frontal zusammen gestoßen, das aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten war. Der Fahrer dieses Wagens und zwei Beifahrer wurden schwer verletzt.
Fast zwei Wochen nach der verheerenden Gasexplosion in Lüttich hat der Bürgermeister acht Wohnhäuser für unbewohnbar erklärt. Sie müssen jetzt leer geräumt und anschließend abgerissen oder grundsaniert werden. Immer noch sind 160 Menschen in Hotels untergebracht. Bei der Explosion des Wohnhauses in Lüttich gab es 14 Tote und 22 Verletzte.
Der Kreis Heinsberg wird seinen Müll bis voraussichtlich 2013 in die Müllverbrennungsanlage Weisweiler liefern. Das hat am Montagabend der Umweltausschuss mit großer Mehrheit beschlossen. Kritik kam von der SPD. Wenn die Entsorgung des Mülls in einer anderen Müllverbrennungsanlage in Nordrhein-Westfalen preiswerter ist, dann soll der Vertrag mit Weisweiler nicht über 2011 hinaus verlängert werden, so die SPD. Rund 45 000 Tonnen Müll werden jährlich aus dem Kreis Heinsberg in der MVA verbrannt. Aus Rücksicht auf die StädteRegion Aachen und den Kreis Düren, so die Verwaltung, sei ein Festhalten an Weisweiler für die nächsten vier Jahre angebracht. Die Nachbarkreise hatten in den vergangenen Monaten die Ausstiegspläne des Kreises Heinsberg heftig kritisiert, weil dann ihre Müllgebühren deutlich steigen würden.
Im niederländischen Grenzgebiet ist erneut ein Busfahrer überfallen worden. Ein Mann hatte den Fahrer an einer Haltestelle in Hoensbroek mit einer Waffe bedroht und die Kasse erbeutet. Der Täter floh unerkannt. Erst vor wenigen Tagen haben Polizei, Provinzregierung und Verkehrsunternehmen in Limburg vereinbart, mehr für die Sicherheit in Bussen und Bahnen zu tun.