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Samstag, 21.11.2009

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Aachen und die Region aktuell

Aachen: Ermittlungsakte nie angekommen

Die Polizei in Aachen hat eingeräumt, dass eine wichtige Ermittlungsakte die Staatsanwaltschaft nie erreicht hat. Das sei bedauerlich und dürfe sich nicht wiederholen, erklärte Polizeipräsident Klaus Oelze und hat weitere interne Ermittlungen angekündigt. Der Polizeipräsident hält es darüber hinaus für notwendig, die Kommunikationswege zwischen Justiz- und Polizeibehörde zu verbessern. Pro Jahr würden rund 51.000 Ermittlungsvorgänge zwischen den Behörden hin- und hergeschickt, der aktuelle Vorfall dürfe sich nicht wiederholen. Bei dem Fall geht es um einen 43-Jährigen, der eine Frau lebensgefährlich mit einem Messer verletzt hatte. Der offenbar psychisch kranke Mann war bereits mehrmals polizeilich aufgefallen. Die Staatsanwaltschaft wußte davon aber nichts und konnte deswegen keine entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen anordnen.

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Linnich: Missglückte Sprengung in der Polizeischule

Auf dem Gelände der ehemaligen Polizeischule in Linnich im Kreis Düren sollte am Freitag ein sechsgeschossiges Gebäude kontrolliert gesprengt werden. Der Bau aus den 70er Jahren hat der Sprengung aber weitgehend standgehalten. Das Gebäude ist nicht komplett umgefallen - wie vorgesehen, sondern steht noch zum Teil. Die Ursache dafür ist noch nicht klar. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW läßt das Gebäude abreißen, da eine Sanierung nicht wirtschaftlich gewesen wäre. Hauptnutzer des Geländes sind mehrere Polizeibehörden. Das gesprengte Gebäude gehörte zum Ausbildungszentrum der Polizei, wurde aber seit rund zehn Jahren ausschließlich für Übungszwecke genutzt. Die Polizei trainierte darin beispielsweise gefährliche Einsätze.

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Aachen: Angeklagte laut Gutachten voll schuldfähig

Im Prozess um die Ermordung eines Waschstraßenbesitzers in Übach-Palenberg sind die beiden Angeklagten laut Gutachten voll schuldfähig. Es gebe bei den Männern keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung, so am Freitag die psychiatrischen Sachverständigen. Den beiden Angeklagten droht nun bei einer Verurteilung wegen Mordes lebenslang Gefängnis. Einer von ihnen, ein 33-jähriger LKW-Fahrer, hatte die Tat schon am ersten Verhandlungstag vor dem Aachener Landgericht zugegeben. Demnach erschlug er den Waschstraßenbesitzer zusammen mit seinem 58 Jahre alten Mitangeklagten. Dieser brach am Freitag überraschend sein Schweigen und bestritt wortgewaltig das Verbrechen. Er sei, Zitat „verwundert“ darüber, dass ihn der andere belasten würde. Anfang Dezember werden die Plädoyers erwartet. Dann könnte das Urteil gesprochen werden.

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Aachen: Klage gegen Moschee abgewiesen

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Klage einer Anwohnerin gegen den geplanten Neubau der Yunus Emre Moschee im Aachener Ostviertel abgewiesen. Sie hatte bemängelt, der Bau sei zu hoch und reiche zu nah an ihr Grundstück. Der Rat der Stadt Aachen hat bereits vor gut einem Jahr grünes Licht für das Projekt gegeben.

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Aachen: Alemannia-Sportdirektor betroffen über Wettskandal

Bei Alemannia Aachen steht noch nicht fest, ob der Verein von dem jüngsten Fußball-Wettskandal betroffen ist. Sportdirektor Andreas Bornemann sagte dem WDR, man sei darum bemüht, in Erfahrung zu bringen, gegen welche Vereine oder Spieler die Staatsanwaltschaft ermittelt. Es gebe aber keinerlei Anzeichen dafür, dass die Alemannia in den Skandal involviert ist. Im deutschen Fußball sollen mehr als 30 Spiele manipuliert worden sein. Darunter vier Partien in der zweiten Liga.

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Aachen: Saint Gobain erhält elf Millionen US-Dollar Entschädigung

Der Aachener Autoglas-Hersteller Saint-Gobain hat einen Patentstreit mit einem chinesischen Unternehmen gewonnen. Der Mitbewerber muss wegen der Verletzung zweier Patente jetzt knapp elf Millionen US-Dollar Entschädigung zahlen. Aufgrund der Krise in der Automobilbranche hatte der Aachener Glashersteller im Frühjahr angekündigt, 80 Mitarbeiter in seinen Werken in Würselen und Stolberg zu entlassen. Bislang konnte man sich aber mit dem Betriebsrat noch nicht einigen.

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Stolberg: Dringende Sanierungen umgesetzt

Die Stadt Stolberg läßt für 1,5 Millionen Euro mehrere Sport- und Kulturzentren sanieren. Das Geld dafür stammt aus dem Konjunkturpaket II. Nach Auskunft der Stadt wird mit den Arbeiten sofort begonnen. Die Sanierungen seien dringend notwendig gewesen. Drei Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II sind in Stolberg bereits in die Sanierung von Schulen und Kindergärten geflossen.

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Aachen: WM der Studentenreiter 2012

In Aachen finden 2012 die Weltmeisterschaften der Studentenreiter statt. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband hat den Zuschlag für die Weltmeisterschaften erhalten. Ausrichter wird das Hochschulsportzentrum der RWTH Aachen sein.

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Aachen: Betriebsrat kämpft für Philips Forschungslabor

Der Betriebsrat des Philips Forschungslabors in Aachen bereitet ein alternatives Konzept zur geplanten Schließung vor. Ziel sei es, das gesamte Labor oder zumindest möglichst große Teile der Forschung in Aachen zu erhalten, so der Betriebsratsvorsitzende. Derzeit informiere er sich zunächst umfassend über die Situation. Philips will das Aachener Labor nächstes Jahr schließen, 230 Mitarbeiter sind betroffen.

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Region: Weihnachtsmärkte beginnen

In Aachen eröffnet am Freitag der Weihnachtsmarkt rund um Dom und Rathaus. Bis zum 23. Dezember werden mehr als anderthalb Millionen Besucher erwartet. Auch andere Städte in der Region werben mit ihren Märkten um Touristen. Die Stände auf dem 37. Weihnachtsmarkt in Aachen sind erstmals etwas anders angeordnet. Die Gassen zwischen den Buden am Rathaus geben jetzt den Blick frei auf den Karls-Brunnen. Auch die Beleuchtung ist in diesem Jahr verändert. LED-Leuchten ersetzen die alten Glühbirnen an den Giebeln der rund 120 Buden. Weihnachtlich-heimelig soll das Licht aber dennoch sein, betonen die Veranstalter. Das limburgische Valkenburg präsentiert seine beiden Weihnachtsmärkte unterirdisch. Am Freitag eröffnen sie in den Mergelsteingrotten. In Stolberg beginnen die Kupferstädter Weihnachtstage auf Burg und Kaiserplatz erst am Samstag.

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Stein/NL: Abgebranntes Einkaufszentrum wird abgerissen

Im limburgischen Stein bei Geleen hat der Abriss des Einkaufszentrums begonnen. Knapp 50 Geschäfte und Wohnungen waren Ende Oktober abgebrannt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 40 Millionen Euro. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, vom Täter fehlt noch jede Spur. Die Abrissarbeiten werden nach Angaben der Gemeinde mehrere Wochen dauern.

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Aachen: Verdacht auf Geldwäsche in Transportunternehmen

Wegen des Verdachts auf Geldwäsche überprüft die Staatsanwaltschaft in Aachen zur Zeit beschlagnahmte Unterlagen eines großen Aachener Transportunternehmens. Über die Konten der international arbeitenden Firma soll Geld aus illegalen Geschäften in Italien geflossen sein. Die Spedition hatte laut Staatsanwaltschaft Müll aus Italien nach Deutschland gefahren und war dafür bezahlt worden. Darüberhinaus seien allerdings auf den Konten des Transportunternehmens große Summen aus Italien aufgetaucht, für die es offenbar keine Gegenleistung gegeben habe. Und: das Geld wurde sehr schnell wieder nach Italien zurücküberwiesen. Die Behörden vermuten, dass es sich um veruntreute Gelder aus einem Groß-Bauprojekt in Mailand handelt. Die etwa sechsstellige Summe sei so gewaschen, also legal gemacht worden. In den Fall sollen weitere Firmen aus Sachsen, Süddeutschland und der Schweiz verwickelt sein.

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Region: Müllabfuhr wird teurer

In vielen Städten und Gemeinden der Region werden im nächsten Jahr die Müllgebühren steigen. Vor allem in der Städteregion Aachen und im Kreis Düren müssen die Bürger mit Preiserhöhungen rechnen. Als Hauptursache geben die Kommunen an, dass sie durch die Modernisierung der Müllverbrennungsanlage Weisweiler finanziell stärker belastet sind. Zudem seien die Altpapierpreise dramatisch eingebrochen, und die Aufwendungen durch wilden Müll gestiegen.

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Erkelenz: Stadt erlebt Wirtschafts-Boom

Die Stadt Erkelenz erlebt zur Zeit einen Wirtschaftsboom. Nach Verwaltungsangaben werden verschiedene Firmen in den kommenden Monaten insgesamt mehr als 300 Arbeitsplätze schaffen. So will unter anderem die Emmericher Unternehmensgruppe Baho Food nächstes Jahr in Erkelenz produzieren. 100 Arbeitsplätze wird der namhafte Lebensmittelhersteller - zu dem auch die Gelderland Frischwaren gehören - schaffen. Die Lebenshilfe des Kreises Heinsberg baut derzeit mehrere Werkstätten für Menschen mit Behinderung - hier entstehen ebenfalls rund 100 Jobs. Laut Stadtverwaltung Erkelenz werden die Gewerbeflächen mittlerweile knapp. Auch weil schon bestehende Unternehmen expandieren wollen. In Kürze sollen neue Flächen ausgewiesen werden. Der Wirtschaftsboom schlägt sich bei der Gewerbesteuer nieder: Statt der erwarteten 15 Millionen Euro rechnet die Stadt für 2009 mit mehr als 20 Millionen Euro an Gewerbesteuer.

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Aachen: 100 Jahre Frauen an der RWTH

Seit 100 Jahren dürfen Frauen an der RWTH Aachen studieren. Daran erinnert die Hochschule heute mit einer Tagung, auf der unter anderem 100 Schülerinnen und Studentinnen mit Absolventinnen der RWTH diskutieren werden. Erst 1908 wurden Frauen offiziell zum Studium zugelassen. Ein Jahr später schrieben sich die ersten 87 Studentinnen an der Hochschule ein.

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Region: Fußballverband berät über Gewalt

Mit der zunehmenden Gewalt auf Fußballplätzen in der Region befasst sich am Wochenende der Aachener Kreisvorstand des Fußballverbandes Mittelrhein. Er kommt zu einer Klausurtagung in Herzogenrath zusammen. Sorgen bereiten dem Verband unter anderem die Zuschauer. Beleidigungen während eines Spiels seien oft Auslöser von Gewalt. Aber auch die zunehmenden Einflüsse rechter Organisationen, wie der „Kameradschaft Aachener Land“, sollen angesprochen werden. Auf Informationsveranstaltungen werden Trainer, Übungsleiter, Schiedsrichter und Spieler geschult, wie sie gewaltbereites Publikum, oder Vereinsmitglieder bereits im Vorfeld erkennen können. Ziel sei es, den Clubs in den unteren Spielklassen Maßnahmen zur Vorbeugung aber auch Lösungen für Problemfälle anzubieten. Im Bereich des ehemaligen Kreises Aachen spielen derzeit rund 260 Mannschaften in 120 Vereinen.

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Aachen: Alemannia und die "ewige Tabelle"

Alemannia Aachen kann am Sonntag die Führung in der "ewigen Tabelle" der zweiten Fußball-Bundesliga übernehmen. Sollte das Team gegen den TuS Koblenz gewinnen, löst die Mannschaft den bisherigen Spitzenreiter Fortuna Köln ab, der mittlerweile in der NRW-Liga spielt. Aachen hat bisher insgesamt 930 Spiele in der 2. Liga absolviert.

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Euskirchen: Bürgerprotest kippt Recycling-Anlage

Der umstrittene Bau einer Metall-Recycling-Anlage in Euskirchen ist vom Tisch. Die Stadt wird dem Investor das dafür vorgesehene Grundstück nicht verkaufen. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend einstimmig entschieden und damit einen Beschluss vom September wieder aufgehoben. Grund dafür ist die massive Gegenwehr der Anwohner. Vor der Ratssitzung hatte eine Bürgerinitiative der Verwaltung 1.400 Unterschriften gegen das Projekt überreicht.

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Roetgen: 92-Jähriger stirbt nach Unfall mit Sportwagen

Bei einem schweren Verkehrsunfall bei Roetgen ist ein 92-jähriger Autofahrer getötet worden. Nach Polizeiangaben war der Mann mit seinem Sportwagen aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen eine Felswand geprallt. Er starb noch an der Unfallstelle.

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