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Studio Bielefeld
Nachrichten
In Detmold gehen die Vorbereitungen für den NRW-Tag in die letzte Runde. Morgen und am Montag werden rund 300.000 Besucher erwartet. Aber eigentlich geht das Fest schon heute los. Langsam wird Detmold zum Sperrgebiet - zumindest für die meisten Autos. Um 14 Uhr werden die wichtigen Verkehrsachsen in der Innenstadt gesperrt. Dann wird zum Beispiel eine große Strandlandschaft aufgebaut - inklusive Palmen. Gleichzeitig läuft das Straßentheaterfestival an. Am Nachmittag kommt NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nach Detmold. Erst nimmt sie an einer Kabinettsitzung teil, dann lädt sie viele Ehrenamtliche zu einem Empfang ein. Im Palaisgarten werden am Abend Entertainer Tom Gaebel und seine Band für einen beswingten Einstieg in den NRW-Tag sorgen.
An der Universität Bielefeld werden an diesem Wochenende mehrere hundert Räume darauf überprüft, ob sie PCB belastet sind. Besonders im Hauptgebäude wird nach dem Schadstoff gesucht. Es geht um knapp 500 Räume. Als die Uni in den siebziger Jahren gebaut wurden, gehörten Schadstoffe wie POLYCHLORIERTES BIPHENYLEN - kurz PCB zum Standard. Heute ist es aus gesundheitlichen Gründen verboten. Zwar liegen die bisher gemessenen Werte deutlich unter den zulässigen Grenzwerten, doch besteht zumindest mittelfristig Handlungsbedarf. An zwei Wochenenden wird jetzt gemessen. Dafür muß es mindestens 23 Grad warm sein, damit die Emissionen aus den Bauteilen auch ermittelt werden können. Wann das Uni-Gebäude dann gegebenenfalls renoviert wird, ist noch völlig offen.
Ein Gedenkstein soll an die ermordete Detmolder Kurdin Arzu Özmen erinnern. Die Stadt ist einverstanden mit dem Vorschlag von Nachbarn und Freunden der 18-Jährigen. Der Gedenkstein soll auf dem Friedhof in ihrem Heimatdorf, dem Detmolder Ortsteil Remmighausen, aufgestellt werden. Das Geld soll mit Hilfe von Spenden zusammenkommen. Arzu Özmen war von fünf Geschwistern erschossen worden. Sie wurden bereits zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.
Ostwestfalen-Lippe spielt in den Schulbüchern kaum eine Rolle. Das hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe herausgefunden. Der LWL sagt, dass Westfalen-Lippe in den Schulbüchern wenn überhaupt als hinterwäldlerische Region dargestellt wird, in der die Menschen auf dem Land leben. Wenn von OWL die Rede sei, dann nur von Paderborn und den Kreisen Höxter und Lippe. Bielefeld wird nur einmal beim Thema Pendler genannt. Der Landschaftsverband hat sich bereits an das Schulministerium gewandt.
Vor einem Jahr haben die Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg Insolvenz angemeldet. Fast die Hälfte der ehemaligen 140 Busfahrer haben inzwischen wieder einen Job gefunden, allerdings für wesentlich weniger Geld. Die meisten ehemaligen VMR-Busfahrer arbeiten heute als LKW-Fahrer, Hausmeister oder Aushilfen. In ihren neuen Jobs verdienen sie bis zu 800 Euro weniger als noch zu VMR-Zeiten. In ihrer Not haben viele Kollegen auch bei schlechtbezahlter Arbeit einfach zugegriffen, sagt der ehemalige VMR Betriebsratsvorsitzende. 50 Mitarbeiter sind noch in einer Transfergesellschaft beschäftigt. Sie zahlt den ehemaligen VMR-Mitarbeitern ein Jahr lang einen Teil des Lohnes weiter. Ende des Monats ist damit Schluss.
Live-Musik mit Basstrommeln und Balafon, eine Art Xylophon, und dazu Kochbananen und Yamswurzel – Samstag Abend startet das Weltnacht-Festival in Bielefeld. Sie werden sich fühlen wie auf einem afrikanischen Marktplatz mit Musik, leckerem Essen aus Westafrika und sogar Theater. Ab 19 Uhr geht es los im Theaterlabor „Tor 6“ mit den Bands Mamadou Diabate und Percussion Mania. Eine Eintrittskarte kostet 14 Euro.
Ein Gläschen Wein abends, wenn der Arbeitsstress vorbei ist – für viele ist das der beste Ausklang des Tages. In Gütersloh gibt es viele gute Tropfen, denn es ist Weinmarkt. Sie müssen auch nicht alle Weine an einem Tag probieren, die Winzer aus ganz Deutschland bleiben noch das ganze Pfingstwochenende auf dem Gütersloher Kolbeplatz. Der Weinmarkt läuft Samstag und Sonntag von 12 bis 23 Uhr.
Das Lied „Nur in meinem Kopf“ von Andreas Bourani kennt wahrscheinlich jeder, der vergangenes Jahr auch nur einmal Radio gehört hat. Es gehört zu den meistgespielten Songs des Jahres. Deshalb gabs auch Gold für 150.000 verkaufte Platten. Am Sonntag ist er der Top-Act auf der WDR-Bühne beim NRW-Tag in Detmold. Das Konzert auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz beginnt um 20 Uhr, wird von WDR2 präsentiert und ist natürlich kostenfrei.