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Studio Dortmund
Team
Hinter den Kulissen der Fernsehproduktion
Vorproduzierte Beiträge aus dem Ruhrgebiet, Live-Schalten in die Region, Gespräche im Studio und die Live-Sendungen der Lokalzeit am Abend - all diese Elemente werden im Studio Dortmund produziert.
Ein Kamerateam im Einsatz
Die meisten Berichte für die Lokalzeit werden vorab produziert. Im Einsatz dafür: unsere Reporterinnen und Reporter mit den Kamerateams. Sechs Teams sind im Studio Dortmund "stationiert". Sie bestehen jeweils aus einem einem Tontechniker und einem Kameramann.
Konni Otto, Aufnahmeleiterin
Konni Otto teilt sich die Aufnahmeleitung mit Peter Höxtermann und bildet damit die "Schnittstelle" zwischen Redaktion und Produktion. Die beiden planen und koordinieren die Einsätze der Kamerateams. "Der Vorteil der EB-Teams [Teams für elektronische Berichterstattung] liegt darin, dass ohne großen Aufwand überall gedreht werden kann. Überall heißt allerdings auch zu jeder Uhrzeit, so dass ich leider meine Kollegen auch morgens um 4.00 Uhr raus in den Regen schicken muss, falls dies notwendig ist. Bei der Rückkehr wartet dann aber auch ein heißer Kaffee auf sie. Insgesamt bin ich für sechs Teams verantwortlich und kümmere mich um deren Arbeitseinsätze. Dabei muss ich die Kosten und viele Vorschriften im Auge behalten. Ein weiterer oft unterschätzter Faktor ist die Berücksichtigung von persönlichen Neigungen der einzelnen Teams, denn nur wer einen Einsatz gerne macht, macht ihn auch gut."
Cutterin und Autor im Schneideraum
Um einen Beitrag fertig zu stellen, geht der Autor mit den Drehbändern in den Schnitt. Im besten Fall hat er sich die Bänder schon angesehen und kann mit der Cutterin schnell die besten Stellen auf dem Band finden, um den Beitrag zusammenzuschneiden. Während dieses Prozesses schreibt der Autor den endgültigen Sprechertext, der dann in der Mischung dem Beitrag hinzugefügt wird.
Technik aus einer (fast) vergangenen Zeit: ein analoger Schnittrplatz
In Dortmund stehen zahlreiche Schnittplätze zur Verfügung. Die meisten davon sind digitale Avid-Systeme. Hinzu kommt für den absoluten Notfall noch ein alter analoger Zweimaschinen-Schnittplatz. Beide Schnittarten haben ihre Vor- und Nachteile. Bei einem digitalen Schnittplatz muss zuerst das gedrehte Material eindigitalisiert, also auf eine Festplatte kopiert werden. Am analogen Platz ist dies nicht notwendig. Dort wird linear geschnitten. Das bedeutet, dass das gewünschte Material von einem Band auf ein anderes umkopiert wird. Diese Schnittart ist dadurch für eilige Beiträge besser geeignet. Bei umfassenderen Projekten bietet ein digitaler Schnittplatz mehr Möglichkeiten, das Material zu bearbeiten und später auch wieder zu ändern.
Tontechniker Helmut Kaiser am Mischpult des Synchronstudios
Wenn ein Beitrag aus dem Schnitt kommt, ist das Synchronstudio der nächste Anlaufpunkt für unsere Autoren. Hier werden die Tonspuren neu gemischt. Wenn das Band hier in die Rekorder geschoben wird, findet man auf den Tonspuren die "Atmo" - also Geräusche und Töne, die man bei der Aufzeichnung eingefangen hat, die direkt zum Bild gehören. Auch die Musik wurde schon am Schnittplatz hinzugefügt. Damit der Beitrag aber komplett wird, muss noch ein Sprechertext aufgenommen und im richtigen Verhältnis zu den anderen Tönen "gemischt" werden.
Der Panther, der in Dortmund stationierte Ü-Wagen fürs Fernsehen
Eine ganze Flotte von Übertragungswagen steht den Lokalzeiten, der Aktuellen Stunde und WDR Aktuell zur Verfügung. Sie können Beiträge oder Live-Schalten selbstständig über Satellit absetzen, senden, zum Studio schicken. Die gesamte Technik ist an Bord. Nur in einem Punkt braucht zum Beispiel der "Panther" Hilfe, nämlich wenn kein Stromnetz erreichbar ist. Deshalb besitzt unser Rüstwagen, der ihn stets begleitet, auch einen eigenen Generator, so dass wir für Sie von überall berichten können. Der Wagen kann mit drei Kameras arbeiten, wobei in der Regel zwei von Kameramännern besetzt werden.
So ähnlich sieht der Kameramann eine Lokalzeit-Sendung
In unserem 110 qm großen Fernsehstudio produzieren wir regelmäßig vier Sendungen. Dabei ist eine Hälfte des Studios fest für die Dekoration von "Planet Wissen" (Mo-Fr, 15.00 Uhr) reserviert. Die andere Hälfte teilen sich die "Lokalzeit aus Dortmund" (Mo-Sa, 19:30 Uhr), die "Lokalzeit Nachrichten (Mo-Fr, 18 Uhr) und die landesweite Lokalzeit NRW (Mo-Fr, 14 Uhr). Im Studio selbst befinden sich drei Kameras, wobei nur bei "Planet Wissen" auch alle mit Kameraleuten besetzt sind. Sonst werden sie über eine Fernbedienung aus der Fernsehregie gesteuert.
Das "Cockpit" der Lokalzeit: Aus dieser Regie wird die Sendung "gefahren"
Unsere Fernsehregie ist wie ein Cockpit im Flugzeug. Hier laufen
sämtliche technischen Steuerelemente zusammen. Insgesamt arbeiten
hier acht Personen während einer Sendung:
- Der MAZzer sorgt dafür, dass immer der richtige Bericht in den
Abspielgeräten liegt;
- der Tontechniker mischt den Sendeton ab;
- der Bildmischer schneidet zwischen den einzelnen Bildquellen
(Bandmaschinen, Kameras, Ü-Wagen, Standbilder) hin und her,
währenddessen auch noch die Fernsteuerungen der Kameras und sorgt
für das richtige Licht im Studio;
- der Redakteur ist inhaltlich verantwortlich für die Sendung und
hat sie auch vorbereitet;
- der Regisseur sorgt dafür, dass die komplette Sendung in sich
"schön" wirkt;
- am Bildspeicher werden Grafiken erstellt und bearbeitet;
- am Schriftgenerator werden z.B. die Namen unsere Studiogäste
eingegeben, damit Sie diese später in der Sendung lesen
können;
- eine Person ist dafür zuständig, die Zeiten der geplanten
Moderationstexte und Beiträge in eine Uhr einzugeben, so dass man
immer sekundengenau sehen kann, wie lange der aktuelle Punkt im
Sendeablauf noch dauert.