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Studio Düsseldorf
Nachrichten
Einen sofortigen Abschiebestopp für Roma in den Kosovo hat der Flüchtlingsrat NRW in Essen gefordert. Die für morgen geplante Abschiebung vom Düsseldorfer Flughafen aus verletze die grundlegenden Menschenrechte, teilte der Rat mit. Im Kosovo erwarte sie weder Arbeit noch Haus, noch Schule, sondern Gewalt und Ausgrenzung.
Dem Beuys-Museum auf Schloss Moyland im nordrhein-westfälischen Bedburg-Hau droht möglicherweise der Verlust seiner Kunstwerke. Die Eigentümer der Sammlung begründeten das damit, dass die Landesregierung als Mitglied der Museumsstiftung die Einrichtung zugrunde spare, sagte der Sprecher der Sammlerfamilie, van der Grinten. Er warf der Landesregierung vor, die Museumsstiftung aufzulösen und die Beuys-Sammlung von Schloss Moyland nach Düsseldorf verlagern zu wollen. Das aber widerspreche der Stiftungssatzung.
Die Kunden der Düsseldorfer Stadtwerke müssen in Zukunft ihre Strom-, Gas- und Wasserzähler demnächst selber ablesen und per Postkarte an den Energieversorger zurückmelden. Bisher wurden die Zähler ein Mal im Jahr von Beauftragten der Stadtwerke abgelesen. In den kommenden Tagen werden die Kunden darüber per Brief informiert. Gültig sind die neuen Bedingungen vom 1. Mai an.
Der Streit um die Planungen für das neue Stadtviertel in Düsseldorf "Belsenpark" ist beigelegt. Der Investor und die Künstlerin Julia Stoschek haben sich darauf geeinigt, dass direkt neben dem Ausstellungshaus von Stoschek keine neuen Gebäude entstehen. Die Künstlerin hatte der Bauverwaltung vorgeworfen, ihr Museum zu verdecken und mit Umzug in eine andere Stadt gedroht. Beim Projekt "Belsenpark" auf einem ehemaligen Bahnhofsgelände soll ein großer Park mit Büros und 550 Wohnungen entstehen.
Das Landgericht Duisburg hat einen 20-jährigen Brandstifter zu drei Jahren und acht Monaten Jugendhaft verurteilt. Er hatte im vergangenen Sommer zahlreiche Brände in Duisburg und in Düsseldorf gelegt. Bei einem Feuer in der Düsseldorfer Altstadt hatte die Feuerwehr mehrere Menschen über eine Drehleiter retten müssen. Wegen mangelnder Reife wurde der junge Täter nach Jugendstraftrecht verurteilt.
Das Ruhrgebiet präsentiert sich bis kommenden Freitag auf der Internationalen Immobilienmesse in Cannes. Dabei suchen die Revierstädte neue Investoren. Bochum wirbt unter anderem als neuer Gesundheitsstandort, Duisburg will mit seinem Hafen punkten. Der Ruhrgebietsstand auf der Messe lockt Besucher mit einer Terrasse und einem Blick über den Yachthafen von Cannes.
Mit der Verteilung von Willkommenspaketen in den beiden Neusser Geburtskliniken will die Stadt ab sofort den frühen Kontakt zu jungen Eltern verbessern. In dem Paket finden die Betroffenen unter anderem Broschüren mit Hilfsangeboten des Familienbildungswerkes. Die Maßnahmen sind Teil eines sozialen Frühwarnsytems, mit dem die Stadt Neuss verhindern will, dass Kinder misshandelt oder vernachlässigt werden.
Knapp 90 Beschäftigte des Duisburger Polstermöbelherstellers Elastoform protestieren seit heute Morgen vor ihrem Betrieb. Grund für den Warnstreik sind die Tarifverhandlungen in der westdeutschen Polstermöbelindustrie. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber dagegen wollen die Urlaubszeit reduzieren und die Zulagen kürzen. Der Rheinhauser Polstermöbelhersteller Elastoform hatte erst im Frühjahr 2009 ein Drittel seiner Belegschaft wegen Absatzproblemen entlassen. Zurzeit arbeiten noch 200 Mitarbeiter am Duisburger Standort.
Die Autofahrer an Rhein und Ruhr müssen sich mit dem Einsetzen von milderen Nachttemperaturen auf Behinderungen durch Krötenwanderungen einstellen. So werden etwa in Düsseldorf ab sofort mehrere Straßen nachts komplett gesperrt, damit die Kröten ungefährdet ihre Laichgewässer aufsuchen können. Wo eine Sperrung nicht möglich ist oder keine Krötentunnel vorhanden sind, sollen unter anderem Amphibienzäune die Tiere davon abhalten, die Straßen zu überqueren. Die Mitarbeiter der Landschaftsbehörden bitten Spaziergänger zudem darum, laichende Tiere nicht zu fangen. Es sei per Gesetz verboten wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, sie ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder gar zu töten. Zuwiderhandlungen können mit Geldbußen geahndet werden.
Die Stadt Duisburg will eine so genannte Sex-Steuer erheben. Durch die geplante Abgabe der geschätzt 200 Prostituierten, erhofft sich die Kämmerei Mehreinnahmen von jährlich bis zu 500.000 Euro. Der Duisburger Rat befasst sich am Montag mit dem Vorhaben. Köln und Oberhausen sind derzeit die einzigen Kommunen in NRW, die ebenfalls vom lokalen Sexgewerbe profitieren.
In der Affäre um die Bespitzelung von Mitarbeitern des Neusser Unternehmens ThyssenKrupp Treppenlifte bleibt der Geschäftsführer dauerhaft beurlaubt. Dies ist nach Informationen der IG Metall Düsseldorf-Neuss das Ergebnis eines Treffens zwischen Betriebsrat und ThyssenKrupp Arbeitsdirektor. Die ThyssenKrupp-Konzernleitung kündigte eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle an. In den Jahren 2004 und 2005 waren Außendienstmitarbeiter der Tochterfirma Treppenlifte GmbH im Auftrag der Geschäftsführung heimlich bei Verkaufsgesprächen gefilmt worden.
Borussia Mönchengladbach erwartet in dieser Saison pro Spiel im Schnitt 46.500 Zuschauer. Das ist weniger als in der vergangenen Saison. Hauptgrund ist nach Vereinsangaben die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage. Den Menschen bliebe weniger Geld übrig für Eintrittskarten. Die wirtschaftliche Situation des Vereins sei dagegen auch für die kommende Saison positiv.
Knapp drei Jahre nach der Beinahe-Pleite der Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB muss sich der frühere Bankchef Stefan Ortseifen von heute an vor dem Landgericht Düsseldorf verantworten. Ihm wird Börsenmanipulation und Untreue vorgeworfen. Ortseifen soll im Juli 2007 die Anleger mit einer Pressemitteilung bewusst über die wahre Lage der Bank getäuscht und so zum Aktienkauf verleitet haben. Zudem soll der Angeklagte die von ihm bewohnte Dienstvilla auf Bankkosten umgebaut und so 120.000 Euro der IKB veruntreut haben.
Die evangelische Stadtkirche in Düsseldorf-Kaiserswerth muss saniert werden. Die Standfestigkeit des klassizistischen Gebäudes ist gefährdet. Grund sind die lockeren Sedimente des ehemaligen Festungswalls, auf den die Kirche im frühen 19. Jahrhundert gebaut worden war. Die Baukosten werden auf eine Million Euro geschätzt. Die Arbeiten sollen im Juli kommenden Jahres abgeschlossen sein.
Die Lufthansa-Tochter Eurowings will die Zentrale von Dortmund nach Düsseldorf verlegen, um die Arbeitsplätze an einem Standort zu konzentrieren. Betroffen sind rund 300 Mitarbeiter. In Düsseldorf ist bereits ein Großteil der Eurowings-Flugzeuge stationiert. Der Umzug soll im Sommer abgewickelt werden. Außerdem sollen elf der 34 Flugzeuge stillgelegt werden.
In Duisburg sind die Erdwärme-Bohrungen für das neue Berufskolleg Mitte unterbrochen worden. Die für den Bergbau zuständige Bezirksregierung Arnsberg hat Bedenken. Sie vermutet, dass sich unter dem Gelände ein Stollen aus dem 18. Jahrhundert befindet. Eine zu tiefe Bohrung könnte deshalb Schäden verursachen. Näheres wollen Experten heute vor Ort klären.
Fußball-Zweitligist MSV Duisburg hat gestern Abend zuhause gegen den TSV 1860 München mit 0:1 verloren. Das Siegtor für die Gäste erzielte Rakic sechs Minuten vor dem Abpfiff. Bereits zum neunten Mal mussten die MSV-Fans in dieser Saison mit ansehen, wie ihr Team in der heimischen Arena wichtige Punkte verschenkt. Als Tabellen-Sechster mit sieben Punkten Rückstand auf Rang drei dürfte der Traum vom Aufstieg ausgeträumt sein.
In Rheinberg ist in der Nacht eine Gaststätte in Flammen aufgegangen. Die Brandursache ist noch unbekannt. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt. Die Rettungskräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern. Der Brandort in der Innenstadt wurde beschlagnahmt. Die Polizei geht derzeit von mehr als 100.000 Euro Schaden aus.
Vom kommenden Sonntag an zeigen in Düsseldorf drei Tage lang 3300 Aussteller auf der Fachmesse "ProWein" ihre Produkte. Gestern Abend stellte die Messe die diesjährigen Trends vor. Der erste Blick auf den Jahrgang 2009 zeigt, dass es zwar weniger, aber guten Wein gibt. Rieslingweine sind im Trend und auch Ökoweine werden immer mehr gekauft. Hochprozentige Neuheiten kommen aus 26 Ländern, darunter erstmals Whisky aus dem Bayerischen Wald, Liköre aus Finnland und Rumspezialitäten aus Mauritius. An drei Messetagen werden insgesamt 35 000 Fachbesucher erwartet.