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Medizinzeit
Stammzellen
Donnerstag, 07.07.2011, 19:30 Uhr
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Mit adulten Stammzellen werden im Antonius-Krankenhaus in Köln erstmalig in NRW neue Gefäße bei diabetischem Fuß oder anderen Gefäßverengungen am Bein geschaffen.
Durchblutungsstörungen können sehr schmerzhaft sein.
Mit einer Transplantation dieser Stammzellen kann man laut einer neuen Studie 50% der Amputationen bei Menschen mit Gefäßstörungen verhindern. Das betrifft Diabetiker, aber auch Menschen mit Stoffwechselstörungen und Herz- Kreislaufkranke mit Durchblutungsstörungen. Die Zuckerkrankheit Diabetes aber auch Herz- und Kreislauferkrankungen begünstigen, dass sich Plaque in den Gefäßen ansammelt und diese allmählich verstopfen. Heutzutage kann man die Durchblutung der Gefäße mit Medikamenten, Gefäßweitungen und Gefäßstützen wiederherstellen. Aber das gelingt nicht immer. Für alle Patienten bei denen die herkömmlichen Verfahren versagt haben, gibt es jetzt eine Hoffnung auf Heilung.
Bei der Hälfte der Patienten hat die Therape Erfolg.
Bei der Stammzellentransplantation wird zunächst aus dem Beckenkamm des Patienten „ein Blut-Gemisch“ entnommen. Es besteht aus roten Blutkörperchen und Stammzellen. Mit Hilfe einer Zentrifuge werden die Stammzellen vom übrigen Blutserum getrennt und danach an die Stellen im Bein gespritzt, wo neue Gefäße entstehen sollen. Wie das genau funktioniert können die Ärzte bisher nur vermuten. Sie glauben, dass die Stammzellen im Körper Entzündungsreaktionen hervorrufen und sich dadurch kleinste Blutgefäße bilden. Die Therapie ist sehr teuer und kommt nur für Patienten in Frage, bei denen eine Amputation sonst unausweichlich ist.
Stand: 07.07.2011